Der Zweite Weltkrieg hatte eine Eroberung des europäischen Kontinents zur Folge – nicht durch Berlin, sondern durch Washington. Diese Eroberung verlief mit großer Hartnäckigkeit, doch nicht zum selben Zeitpunkt, sondern sukzessive. Washingtons Eroberung Europas fußte auf dem Marshall-Plan, auf großer Angst vor Josef Stalins Roter Armee – die Europa unter den Schutzschirm Washingtons zwang – und einer Unterordnung von Europas Militär gegenüber Washington innerhalb der NATO.

“Ein Ring, um sie alle zu beherrschen . . .und sie in der Finsternis zusammenzuhalten.”

J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe

Gleichzeitig erfolgte eine Substitution des britischen Pfunds als Weltreservewährung durch den US-Dollar. Darüber hinaus wurde der lange Unterordnungsprozess staatlicher Souveränität seitens der Nationalstaaten Europas unter den Schirm der Europäischen Union – einer durch die CIA angestoßenen und durch Washington umgesetzten Initiative – gestartet, um den gesamten europäischen Kontinent durch die Installation einer supranationalen Regierung zu kontrollieren.

Mit nur wenigen Ausnahmen – im Prinzip Großbritanniens – hatte eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union den Verlust der eigenen Finanzkontrolle zur Folge. Da lediglich die Europäische Zentralbank – eine EU-Institution – Euros elektronisch erzeugen kann, verfügen diejenigen Staaten, die so närrisch waren, den Euro als Landeswährung zu akzeptieren und einzuführen, nicht mehr länger über die Macht, deren eigenes Geld zu erzeugen, um etwaige Budgetdefizite zu finanzieren.   

Die Länder, die den Euro eingeführt haben, hängen in Bezug auf eine Finanzierung von deren Budgetdefiziten nun samt und sonders von privaten Banken ab. Resultat dieser Entwicklung ist, dass hoch überschuldete Staaten ihre ausstehenden Schulden durch eine eigene Erzeugung von Geld nicht mehr zurückbezahlen können. Gleichsam entfällt auch die Perspektive auf eine Abschreibung von Staatsschulden, um die ausstehenden Schuldenberge wieder auf ein Niveau zurückzuführen, die diese wieder bedienbar machen.

Anstelle dessen wurden Griechenland, Portugal, Lettland und Irland durch private Banken ausgeplündert. Die Brüsseler EU zwang Pseudo-Regierungen dieser Staaten dazu, die in Nordeuropa ansässigen Privatbanken auszuzahlen, indem diese Regierungen zustimmten, die Lebensstandards ihrer Bevölkerungen zu senken und Volksvermögen für Pennies pro Dollar zu privatisieren. In der Folge wurden Pensionen gesenkt, Mitarbeiter im öffentlichen Dienst entlassen und das Bildungs- und Gesundheitswesen rasiert.

Das dadurch frei werdende Geld floss direkt den Privatbanken zu. Unter anderem wurden kommunale Wasseranbieter mit dem Resultat privatisiert, dass die Wasserrechnungen der Verbraucher massiv kletterten. Und so weiter. Da mit einer Mitgliedschaft in der EU keine Belohnung, sondern lediglich Bestrafungen einhergehen, stellt sich die Frage, weswegen Regierungen – entgegen dem zum Ausdruck gebrachten Wunsch ihrer Bevölkerungen – dem Euro und/oder der EU beigetreten sind?

Antwort ist, dass Washington keine andere Entwicklung erlaubt hätte. Die Gründerväter der EU sind mythische Kreaturen. Washington benutzte Politiker, die Washington kontrollierte, um die EU ins Leben zu rufen. Vor einigen Jahren wurden bis dahin unter Verschluss gehaltene Dokumente der CIA publiziert, die den Beweis lieferten, dass die EU auf einer Initiative der CIA basierte und ins Leben gerufen wurde. Lesen Sie hierzu auch diesen Bericht.

In den 1970er Jahren ersuchte mich mein Ph.D.-Dissertationsmentor, zum damaligen Zeitpunkt hochrangiger Offizieller in Washington mit Zugang zu internationalen Geheimdiensterkenntnissen, darum, auf eine sensible Mission in Übersee zu gehen. Ich lehnte dieses Ersuchen ab. Nichtsdestotrotz beantwortete er meine Frage: „Auf welche Weise schafft es Washington, dass Drittstaaten tun, was Washington von ihnen verlangt?“

„Geld“, antwortete er. „Wir überschütten deren Regierungsmitglieder mit Taschen voll Geld. Sie stecken in unserer Tasche.“ Und die Geschichte zeigt, dass die EU allein den Interessen Washingtons dient – und nicht den Interessen des europäischen Kontinents. Sowohl die Bevölkerung als auch die Regierung Frankreichs mögen zum Beispiel eine ablehnende Haltung gegenüber genmodifizierten Organismen (GMOs) einnehmen, doch seitens der EU wird GMOs eine „vorsorglicher Marktautorisierung“ zu deren Einführung zuteil.

Diese „vorsorglicher Marktautorisierung“ fußt unter Umständen auf „wissenschaftlichen Studien- und Forschungsergebnissen“, zu denen Wissenschaftler gelangt sind, die sich auf der Gehaltsliste von Monsanto befinden. Als der Bundesstaat Vermont ein Gesetz verabschiedete, das eine Kennzeichnungspflicht für genmodifizierte Lebensmittel vorsah, zog Monsanto gegen den Bundesstaat vor Gericht.

Wenn korrumpierte EU-Offizielle das verhandelte und aus der Feder von global aktiven US-Konzernen stammende TTIP-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU erst einmal unterzeichnet haben werden, wird Monsanto Europas Agrarsektor an sich reißen und übernehmen. Doch die Gefahren, denen der europäische Kontinent ins Auge blickt, gehen weit über den potenziellen Gesundheitszustand der europäischen Bevölkerungen, die zu einer Aufnahme von vergifteten Lebensmitteln gezwungen werden, hinaus.

Washington benutzt die Institution der EU, um die Europäer in einen Konflikt mit Russland – einer Atommacht – zu treiben, das dazu in der Lage ist, den gesamten europäischen Kontinent und die Vereinigten Staaten von Amerika binnen weniger Minuten zu zerstören.

Es geschieht, weil die über den Köpfen von „Europas politischen Führern“ ausgeleerten „Taschen voller Geld“ dazu beitragen, dass diese „Entscheider“ sich auf kurze Sicht lieber für eine Annahme von Washingtons Geld aussprechen, anstatt für ein Überleben der Europäer auf lange Sicht zu sorgen.

Es ist einfach nicht möglich, dass Europas politische Führungen allesamt gleichsam närrisch sind, um zu glauben, dass Russland eine Invasion in der Ukraine startete, und dass Russland in jedem Moment in Polen und in den baltischen Staaten militärisch einmarschieren wird. Gleiches gilt für die Ansicht, dass Putin „ein neuer Hitler“ sei, was nur darauf abzielt, die heutige Russische Föderationen mit dem untergegangenen Sowjet-Imperium gleichzusetzen.

Diese absurden Vorwürfe basieren auf nichts anderem als der Propaganda Washingtons, welche die Wahrheit mit Füßen tritt. Washingtons Propaganda ist in Gänze transparent. Nicht einmal der größte Narr auf Erden würde ihr zum Opfer fallen. Bislang tritt die EU in Bezug auf diese Propaganda-Veröffentlichungen in Washingtons Fußstapfen, so wie dies auch für die NATO gilt.

Warum, fragen Sie? Die Antwort lautet: Washingtons Geld. Sowohl die EU als auch die NATO sind korrupt. Sie sind nichts anderes als bestbezahlte Prostituierte Washingtons. Einziger Weg, wie die Europäer einen nuklearen Dritten Weltkrieg verhindern, überleben und sich daran erfreuen können, was von den Resten ihrer Kultur noch übrig ist, leitet sich aus dem Umstand ab, dass Europas Regierungen der Führung der Briten folgen sollten, um aus der durch die CIA ins Leben gerufenen EU auszutreten.

Gleiches gilt mit Blick auf einen Austritt aus der NATO, deren Existenzberechtigung mit dem Untergang der Sowjetunion endete. Heutzutage wird die NATO nur noch als Instrument benutzt, um Washingtons Drang zur Welthegemonie in die Realität umzusetzen. Weswegen wollen die Europäer ihr Leben für eine ins Auge gefasste Welthegemonie Washingtons aufs Spiel setzen? Und warum wollen die Europäer Washington unterstützen, wenn Washingtons hochrangige Offizielle wie Victoria Nuland der EU „fuck you“ zurufen?!

Die Europäer leiden bereits unter den Wirtschaftssanktionen, deren Verhängung gegenüber Russland und dem Iran ihnen von ihren politischen Herren in Washington ausgezwungen wurde. Warum wollen sich die Europäer der Gefahr einer Zerstörung durch einen Krieg mit Russland aussetzen? Haben die Europäer einen suizidalen Hang? Oder wurden die Europäer amerikanisiert, um nicht mehr länger ihre historische und künstlerische Vielfalt, Literatur und Errungenschaften im musikalischen Bereich, in denen sie führend sind, wertzuschätzen?

Die Antwort lautet, dass es keinen Unterschied macht, was die Europäer denken oder welcher Überzeugung sie sind, weil Washington ihnen eine Regierung aufoktroyiert hat, welche in Gänze von deren Wünschen und Vorstellungen entkoppelt ist. Die EU-Regierung ist lediglich gegenüber Washington und dessen Geld verantwortlich. Eine Hand voll von Leuten, die sich dazu in der Lage sehen, politische Verordnungen und Gesetze zu initiieren, befindet sich auf Washingtons Gehaltsliste.

Im Umkehrschluss werden alle Bevölkerungen Europas zu Sklaven Washingtons gemacht. Aus diesem Grund blicken die Europäer einem Abgrund entgegen, falls sie sich auch weiterhin als derart gutgläubig, unbekümmert und naiv erweisen werden. Dasselbe gilt auch für den Rest von uns.

Auf der anderen Seite haben es die Europäer selbst in der Hand, ihr eigenes und unser aller Überleben auf diesem Planeten zu sichern, falls sie endlich zur Besinnung kommen, sich aus der durch Washington aufgezwungenen Matrix befreien und gegen die Agenten Washingtons zu revoltieren beginnen, die sie kontrollieren.

Gastbeitrag für CK*Wirtschaftsfacts / © 2016 Dr. Paul Craig Roberts / Institute for Political Economy

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