Kolumbien hat seinen Namen vom Entdecker: Christoph Kolumbus. Nach 52 Jahren Krieg haben die Regierung und die FARC-Rebellen, im September 2016 einen historischen Friedensvertrag unterschrieben.

Das Land ist reich an Rohstoffen, besonders Öl, aber auch Kohle + Nickel. Der gute Kaffee und der Kakao machen in der Handelsbilanz wenig aus. Seit Mitte 2015 steigen die Exporte wieder deutlicher an.

Das Handelsbilanzdefizit wird kontinuierlich kleiner (siehe Grafik 1).

Der Anteil der Minenprodukte am Gesamtexport nimmt zu (siehe Grafik 2). Die Inflationsrate (y/y) hat ein Hoch, leicht über 8% erreicht.

Die Leitzinsen wurden in 2016 bis auf 7,75% angehoben.

Die sehr starke Peso-Erholung sorgt für Inflationsrückgang (siehe Grafik 3). Es wird mit einem Rückgang von über 8% auf etwa 4% gerechnet.

Dieses Umfeld sollte sich positiv auf die Märkte in Kolumbien auswirken. Steigende Währung, fallende Inflation, machen Zinssenkungen möglich. Sehr hilfreich wäre eine weiterer Anstieg der Rohstoffpreise (Öl, Nickel).

Märkte in Kolumbien

Währung:
Nach einer sehr starken Abwertung von Mitte 2014 bis Anfang 2016 erholt sich der Peso deutlich gegen den US Dollar und den Euro. Ein Bruch der derzeitigen Ebenen, führt zu mehr Peso-Aufwertung.

Zinsen:
Die Leitzinsen befinden sich bei 7,75% (werden dort gehalten).
Die Rendite für 10jährige Anleihen beläuft sich auf 7,10% (fallend). Die fallende Inflationsrate sollte in 2017 zu Zinssenkungen führen.

Aktien:
Der FTSE Colombia ist vom Febr. 2013 bis Dez. 2015 von 5800 auf 3100 gefallen, also etwa 45%.
Vom Januar 2016 bis April 2016 hat sich der Markt um 30% erholt. Von April bis jetzt konsolidiert der FTSE Colombia unter der 4200. Sollte der Ausbruch über diese Marke gelingen, wäre das Ziel 5300.

Wahrung, Bonds und Aktien könnten sich also weiter befestigen.



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