Nun sind es nur noch ein paar wenige Tage bis zu den Präsidentschaftswahlen in den USA. Schon jetzt lässt sich feststellen, dass Zorn ausbrechen wird, uns zwar auf Seiten des Lagers, das diese Wahlen – wenn wahrscheinlich auch nur sehr knapp – verlieren wird. Ein Wahlsieg Hillary Clintons muss alles in allem nicht den schlechtesten Ausgang in dieser Tragödie eines politisch und gesellschaftlich total gespaltenen Landes bedeuten.

So schlimm die Korruptionsskandale und die Kriegstreiberei Hillarys auch sein mögen, würde eine Präsidentschaft Hillarys im Zeitablauf auch einen Silberstreifen am Horizont mit sich bringen. Denn innerhalb kurzer Zeit würde der ganzen Nation endlich bewusst werden, dass der wirtschaftliche Ruin unseres Landes durch das amtierende Establishment verursacht worden ist.  

Hillary ist nicht nur ein fester Bestandteil dieses Establishments, sondern – falls sie zur neuen Präsidentin gekrönt würde – auch ihre Amtsvorgänger wie Obama oder Bush gehören dazu. Gleiches gilt auch für die meisten republikanischen und demokratischen Abgeordneten im Kongress. Eigentlich ist egal, wer Präsident wird, denn Amerikas Wirtschaft befindet sich in einem Zustand, der eine Rettung unmöglich macht.

Nächster Crash: Wen wird das Establishment verantwortlich machen?

Um sich dieser Tatsache bewusst zu werden, braucht es wahrscheinlich den großen Crash, der Amerika bis in den letzten Winkel erschüttern wird. Aus diesem Blickwinkel betrachtet wäre es wünschenswert, wenn Hillary die Wahl am 8. November gewinnen würde. Denn dann wird das Establishment für die Wirtschaftsmisere auch verantwortlich gemacht werden können, bevor es mit dem Finger von der Seitenlinie aus auf den „Rüpel“ Donald Trump zeigt. 

Interessant ist, was der ehemalige Budgetberater von Ex-Präsident Ronald Reagan, David Stockman, zu diesem Thema für Ansichten äußert. Weil sich in den nächsten vier Jahren der Kollaps unseres Wirtschaftssystems abzeichnet, wird es zu einer enormen Rezession, einem Aktien- und Bondcrash sowie einem erneuten Budgetdefizit der Regierung in Billionhöhe kommen.

Und dieser ganze Mist wird dann auf eben jenes Establishment einprasseln, welches das Grundfundament für diesen absehbaren Ausgang der Geschichte gelegt hat. Vielleicht wird eine solche Entwicklung auch den Rest der breiten Masse, der sich durch Trump (noch) nicht angesprochen fühlt, vollends wachrütteln. Es wäre Beste, was diese Präsidentschaftswahl in der Zukunft hervorbringen könnte.

Bei Sieg von Trump: Aufstand des Establishments voraus?

Spätestens die Präsidentschaftswahlen in vier Jahren würden einen Siegeszug der Anti-Establishment-Bewegung in den USA gewiss machen, wenn es nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt – und somit während Hillarys Amtszeit – dazu käme. Wie verhält es sich mit den Aktienmärkten, die nach der Vermeldung eines BIP-Wachstums von +2,9% im 3. Quartal (Vorsicht: erste Schätzung!) kaum darauf reagiert haben?

Vielleicht fürchtet man an den Aktienmärkten momentan und so kurz vor der Wahl, dass der Aufstand von Seiten des Establishments ausgehen wird, falls Trump es doch schaffen sollte, ins höchste Staatsamt gewählt zu werden? Einfach zu viel Unsicherheit, die Kursprognosen für die Zeit nach dem Wahltag unmöglich macht. Der Dow Jones brach sofort um 100 Punkte ein, nachdem eine Wiederaufnahme der FBI-Ermittlungen gegen Hillary bekannt wurde.

Größte Bedenken hege ich, falls Hillary die Wahl verlieren sollte. Denn das Establishment würde die Trump-Wähler zum Sündenbock für einen wahrscheinlichen Aktienmarkteinbruch machen. Ganz nach dem Motto: „Ihr hättet eben auf uns hören sollen.“ Doch vergessen wir über all diese Entwicklungen nicht, dass wir als Gesellschaft einen extrem hohen Preis zu zahlen hätten, wenn wir Hillary die Daumen im Präsidentschaftsrennen drücken.

Und all das nur, um die Unfähigkeit des Establishments in den nächsten Jahren jedermann vor Augen zu führen? Vordergründig liegt das an den weit fortgeschrittenen Kriegsplanungen, die Hillary und deren Umfeld schon ausgearbeitet und fertig in der Schublade liegen haben. Wie hoch werden die mit diesen potenziellen Kriegen verbundenen Kosten ausfallen? Ignorieren wir hier mal die für das 3. Quartal veröffentlichte BIP-Schätzung.

Realwirtschaftliche Risiken ohne Ende - einige aktuelle Beispiele

Viel aussagekräftiger sind Meldungen aus den Unternehmen selbst, die recht gut aufzeigen, in welche Richtung sich nicht nur die amerikanische, sondern auch die globale Wirtschaft gerade entwickeln:

Und dies sind nur einige wenige Dinge, die gerade an den Finanzmärkten landauf landab diskutiert werden. Allein einen Crash an den Aktienmärkten würde das schon stark angezählte Establishment wohl nicht überleben. Auch ein großmäuliger Donald Trump wird uns davor nicht bewahren können. Lasst doch also Hillary im Regen stehen, wenn das Gewitter erst einmal losbricht!



Dies ist eine Zusammenfassung eines englischen Original-Beitrages von Zero Hedge, der am 29. Oktober u.a. bei „ValueBit News“ veröffentlicht worden ist.

Den englischsprachigen Beitrag finden Sie unter diesem Link:

http://news.valubit.com/2016/10/29/come-hillary-or-high-water-its-just-about-hell-week-for-the-economy/