Das internationale Großmanöver „Anakonda 2016“ wurde offiziell von Polen ausgerichtet.  Am 17. Juni ging es zu Ende. Laut dem Bundeswehr-Journal stellten das größte Kontingent aller Übungsteilnehmer die USA mit 14.000 Soldaten. Das Gastgeberland Polen war mit 12.000 Militärangehörigen beteiligt.

An dem gegen Russland gerichteten Großmanöver beteiligten sich: Albanien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Georgien, Großbritannien, Kanada, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn und die Vereinigten Staaten.

Es fällt auf, dass Georgien und die Ukraine als Nicht-NATO-Mitglieder dabei waren, die NATO-Mitglieder Italien und Frankreich bei dem Kriegsspiel jedoch fehlten.

Kritische Stimmen

Auch in Deutschland gab es vor der multinationalen Übung kritische Stimmen:

So appellierte die deutsche Sektion der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War/Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) bei ihrem Jahrestreffen in Mönchengladbach an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die deutsche Beteiligung an NATO-Manövern zu beenden. „Deutschland hat seit Beginn des Jahres den Vorsitz der OSZE in Europa übernommen und sich vorgenommen, den Dialog mit Russland zu erneuern und Vertrauen neu aufzubauen. Dazu passt eine NATO-Übung in Polen an der Grenze zu Russland so kurz vor dem NATO-Gipfel nicht“, warnte die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

Als „einen gefährlichen Schritt in die falsche Richtung“ bezeichnete der europapolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke, Andrej Hunko, die Übung „Anakonda 2016“. Mehr als 25.000 Soldaten in Osteuropa zu aktivieren, sei brandgefährlich und Anlass zu ernster Sorge. Der Parlamentarier kritisierte heftig: „Ausgerechnet in dieser konfrontativen Situation und unmittelbar vor dem NATO-Gipfel in Warschau eines der größten Militärmanöver vor der Haustür Russlands abzuhalten, ist eine völlig unnötige Provokation – leider reiht sich diese in eine Kette der Eskalation ein, die bedrohliche Ausmaße annimmt.“

Angela Merkel mochte oder konnte - im Gegensatz zu Italien und Frankreich - ihre Auftraggeber jenseits des Atlantiks nicht enttäuschen und schickte deshalb die Bundeswehr mit zumindest 400 Pionieren und Unterstützungskräften an die russische Grenze.

NATO taugt nichts mehr

Wenn selbst das etablierte Atlantiker-Blatt Die Zeit das Militärbündnis als ein instabiles Haus beschreibt, das nur noch steht, weil die Tapeten die Wände halten, dann muss es schon ernsthaft kranken. Sollten, so Die Zeit weiter, die Militärexperten im Kreml die Übungen der vergangenen Wochen tatsächlich als bedrohlich wahrgenommen haben, wäre das ziemlich gnädig von ihnen. Die Geräusche, die die NATO während des Großmanövers Anakonda in Polen aussandte, wären eher Ächzen und Knirschen gewesen. Sowohl politisch wie militärisch wirke das Bündnisversprechen des gegenseitigen Beistands äußerst brüchig. Wenn aber die Einlösbarkeit ihres Kernversprechens zweifelhaft sei – lebt die NATO dann eigentlich noch?

Der Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, General Ben Hodges, erklärte gegenüber selbiger Zeitung, dass die NATO nicht in der Lage wäre, die baltischen Staaten vor einem Angriff der russischen Streitkräfte zu schützen.

EU taugt nichts mehr

Als wäre das nicht genug, droht nun auch von Seiten des Untergebenen-Verbunds "EU" weiteres Unheil. Die Briten wollen raus. Das zeigt zumindest das Referendum vom 23.06.2016.

Am 23. Januar 2013 kündigte Premierminister Cameron an, dass er für den Fall seiner Wiederwahl ein Referendum im Vereinigten Königreich über den weiteren Verbleib des Landes in der EU abhalten werde.

Urheber des Brexits

Somit ist klar, dass nicht Nigel Farage und seine UK Independence Party (UKIP), Urheber des BREXITs sind sondern die Konservative Partei mit David Cameron.

Unsere Presse versucht den Eindruck zu vermitteln, dass der Austritt der Briten noch gestoppt werden kann und Cameron mit seiner Konservativen Partei ihn keinesfalls möchte.

Es dürfte bei den im Hintergrund wirkenden Fliehkräften jedoch sehr, sehr schwer werden, das Blatt zu wenden und die Briten zum Exit des BREXIT zu bringen.

Obwohl das britische Königshaus offiziell politisch neutral ist, gibt es einige Hinweise in der britischen Presse, z.B. im The Telegraph, dass der BREXIT vom Buckingham Palace unterstützt wird.

Die Figuren hinter dem Brexit

Als Anführer der Anti-EU-Kampagne präsentiert sich für uns alle gut sichtbar Nigel Farage mit seiner UKIP.

Stuart Wheeler, der bis 2014 Schatzmeister der UKIP war, ist Mitglied des elitären Bullingdon Clubs. Zu den Mitgliedern zählt auch Jacob Rothschild. Und - Überraschung: Noch-Premier-Minister und Initiator des Brexits David Cameron, mitsamt dem Schatzkanzler seiner Konservativen Partei George Osborne sind auch im Club.

Laut der etwas entschärfenden Beschreibung in Wikipedia ist Der Bullingdon Club eine Dining Society (Tischgesellschaft) an der Universität Oxford, die sich regelmäßig zu gemeinsamen Essen trifft. Der Club hat keine festen Räumlichkeiten und ist bekannt für seine wohlhabenden Mitglieder und deren Alkoholexzesse. Eine Mitgliedschaft erfolgt nur auf Einladung und ist für die meisten Studenten unerschwinglich.

Die Ursache für den  Entschluss aus der EU auszutreten dürfte jedoch nicht einer unkontrollierten Schnapslaune, bei der sich Lord Jacob Rothschild, Stuart Wheeler, George Osborne und David Cameron besoffen gegenseitig auf die Schultern hauten und vor Lachen ausschütteten, geschuldet sein.

Nigel Farage kennt seit Jahren den Medienmogul Rupert Murdoch, welcher wiederum mit seinem Massenblatt The Sun den Austritt massiv unterstützte und die Volksmassen bearbeitete.

Rupert Murdoch und Jacob Rothschild kennen sich bestens. Die bohren nämlich gerade gemeinsam auf den von Israel besetzten syrischen Golanhöhen nach Öl. So berichtete Global Research am 15. Juni.

Eine neue Ära beginnt

Die tatsächlichen Weichensteller in der City of London, einschließlich dem Buckingham Palace haben erkannt, dass das amerikanische Jahrhundert zu Ende geht. Die NATO verliert an Macht, auch wenn das Pentagon das Offensichtliche noch nicht wahrhaben möchte. Das neue Bündnis zwischen Russland und China wird täglich stabiler und lässt sich vom Westen auf keinen Fall mehr in die Knie zwingen. Das von unseren Medien totgeschwiegene 100 Milliarden-Dollar schwere Jahrhundertprojekt der Wiederbelebung der Seidenstraße wird von China vorangetrieben. Die Briten, eine alte Handelsnation, hat die Zeichen der Zeit erkannt. Oft habe ich hier bei cashkurs.com auf die Verschiebung der Machtachsen in der Welt hingewiesen. Die unipolare Welt, ausgerichtet auf die Ex-Weltmacht USA geht zu Ende. Eine Welt mit mehreren Machtzentren entsteht. Die Hauptakteure sind China und Russland. Die City of London will sich bestmöglich platzieren. Das geht nicht als Mitglied einer tumben amerikahörigen EU, der nichts besseres als Sanktionen gegen Russland und eine stetige Erweiterung der NATO mit Kriegsrisiken einfällt und als Bremse für die Nutzung neuer Chancen aus dem Osten wirkt.

Eine von Deutschland geführte EU folgt als Untertan ihrem Kaiser USA, der längst keine Kleider mehr anhat, in den Abgrund.

Eine Queen Elizabeth lässt sich von einer Kanzlerin aus der Uckermark nicht diktieren, was England zu tun hat.

Von diesen Dummheiten hat sich London nun befreit und wird aus der City das erste Offshore-Finanzzentrum des Yuan machen. Die entsprechenden Vorbereitungen dazu wurden bereits im April mit der Zentralbank von China getroffen.

Die frühzeitige Öffnung für die neu entstehenden Märkte wird dem Finanzplatz England, auch ohne Schottland und Nordirland, so viele Vorteile bieten, dass die Nachteile dagegen verblassen werden.

Reaktion Amerikas

Nun fürchtet der nackte Kaiser USA, dass ihm sein letzter Untertan, die EU zerfällt und die Einzelbestandteile sich von ihm abwenden. Da der Kaiser kein Zuckerbrot als Lockmittel mehr hat, greift er zu dem einzigen ihm verbliebenen Mittel: Militär. Die NATO soll in Europa wesentlich gestärkt werden, um als Plattform, auch zwischen der EU und den Briten zu dienen. Das bedeutet nichts anderes, als dass man sich dem weiteren Zerfall der EU auch militärisch entgegenstemmen möchte. Dabei leugnen die Herren des NATO-Köters jedoch schon wieder die Wirklichkeit: Die NATO ist zerstritten. Aus der NATO-Diktatur in Europa wird nichts werden.

Was bleibt für Mitteleuropa

Für uns im Herzen Europas bleibt nur zu hoffen, dass unsere Volksvertreter rechtzeitig merken, dass die Zentrifugalkräfte in der EU nicht mehr zu stoppen sind, dass der Zerfall begonnen hat und eine Neuausrichtung und Abwendung, zumindest von der NATO, dringend geboten sind.

Passiert das nicht, wird sich auch Deutschland fraktionieren.

Viel Hoffnung habe ich, bei einem Blick auf unsere selbstverliebten, realitätsverleugnenden Politiker nicht.