Niemand könne vorhersehen, wie lang Regierungen noch dazu in der Lage sein werden, ihre Bevölkerungen mittels getunter Wachstumszahlen, Falschgeld, gefakten Jobmarktstatistiken, einer nur vorgespiegelten Stabilität an den Finanzmärkten, geschönten Inflationsdaten sowie falschen Daten zum Einkommenswachstum zum Narren zu halten. Dieser Ansicht ist Paul Singer, renommierter Finanzmarktveteran und Chef von Elliott Management Corporation. Singer bringt die Dinge in einer Mitteilung an Investoren derart treffend auf den Punkt, dass mir seine getätigten Aussagen einen Bericht wert waren.

Wie Singer in einem Brief an Investoren zu den Zahlen im 3. Quartal laut Bloomberg News schrieb, sei man bei Elliott Management Corporation der Ansicht, dass sich sowohl die globale Wirtschaft als auch das internationale Finanzsystem in einer Art von Benommenheit befänden, die kaum noch jemanden zu Optimismus im Hinblick auf das zukünftige Umfeld veranlasse.

Singer kritisierte insbesondere eine mancherorts viel zu optimistische Haltung bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in den Vereinigten Staaten, da die seitens Behörden publizierten Daten nicht nur die landesweite Inflation zu gering auswiesen, sondern auch das Wachstum der Wirtschaft übertrieben. Zudem seien die geldpolitischen Strategien der Federal Reserve alles andere als nachhaltig.

Eigentlich ist dies nichts grundlegend Neues, doch es ist die getroffene Wortwahl, die allem eine gewisse Würze verleiht. Es stelle sich die Frage, wie lange Regierungen noch dazu in der Lage sein werden, ihre Bevölkerungen mittels getunter Wachstumszahlen, Falschgeld, gefakten Arbeitsmarktstatistiken, einer nur vorgespiegelten Stabilität an den Finanzmärkten, geschönten Inflationsdaten und falschen Daten zum Einkommenswachstum zum Narren zu halten.   

Es sei zudem nur noch eine Frage der Zeit, wann das Vertrauen in die Lösungskompetenzen der Zentralbanken vollends den Bach hinunter gehen werde. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht sei, dürfte laut Singers Ausführungen eine sehr große Finanzkrise die unmittelbare Folge sein. Dieser Sichtweise lässt sich gewiss zustimmen, denn letztendlich steht und fällt das heutige Papiergeldsystem mit dem entgegengebrachten Vertrauen von Bevölkerungen und Investoren.

Denn der Wert von Papierwährungen ist durch nichts anderes als ein Versprechen seitens Zentralbanken und Regierungen gedeckt. Folglich haben Notenbanken rund um die Welt freie Hand in Bezug auf eine anhaltende Abwertung ihrer jeweiligen Währungen. Davon wird spätestens seit der getroffenen Entscheidung zu „unkonventionellen Maßnahmen“ wie QE im Jahr 2009 rege Gebrauch gemacht.

Selbstverständlich gehen damit auch Marktmanipulationen einher, die überhaupt kein reales Bild von den Verhältnissen in der Wirtschaft mehr reflektieren, sondern vielmehr eine immer stärker verzerrte Realität der zugrundeliegenden Verhältnisse widerspiegeln, die Prognosen zur zukünftigen Entwicklung immer schwieriger machen. Singer vertritt die Ansicht, dass es zu einem sehr spontanen, parallel ablaufenden und ernsthaften Schock an den Finanzmärkten kommen wird, wenn dieses Vertrauen in die geldpolitischen Entscheider vollends verspielt sein wird.

Singer, dessen Gesellschaft Elliott Management rund $25 Milliarden an Kapital verwaltet, ist zudem der Ansicht, dass man auf offizielle Statistikdaten kein Verlass mehr sei, da die meisten von ihnen durch Regierungsbehörden schlichtweg gefälscht und geschönt würden. Vor allem die offiziell vermeldeten Wachstumszahlen seien übertrieben, da diesen keine Daten zur realen Inflationsentwicklung zugrunde lägen.

Zudem reflektiere auch beispielsweise die offiziell ausgewiesene Arbeitslosigkeit in den USA die real existierenden Verhältnisse. Eine offiziell durch das Bureau of Labor Statistics ausgewiesene Arbeitslosenquote von 5,9% sei allein schon deshalb höchst zweifelhaft, weil die Partizipationsrate im September auf ein 35-Jahres-Tief gesunken sei.

Immer mehr Amerikaner fallen aus der offiziellen Jobmarktstatistik heraus, während 45 Millionen Empfänger auf den staatlichen Bezug von Lebensmittelmarken angewiesen sind. Hinzu geselle sich laut Singer, dass das reale Einkommenswachstum in den USA seit dem Ausbruch  der Finanzkrise maximal stagniert habe.

Was lässt sich dem noch groß hinzufügen? Vor allem in dem Wissen, dass diese Art der Volksverdummung aus dem Blickwinkel von Pleitiers, Bankrotteuren und Regierungen „alternativlos“ ist, um sich krampfhaft an die eigene Macht zu klammern?!