In der Trilogie von Eugene O’Neill hieß der deutsche Michel zwar noch Elektra, aber wie zuvor bei Sophokles und Euripides ging es um einen grausamen Familienkonflikt.

Interessant, dass in der Sage aus dem vergossenen Blut der Klytaimnestra die Erynien sich erhoben. Bei den Römern wurden  sie Furien genannt!

Ende Juni wurde mit beschämender Mehrheit der sogenannte „Europäische Rettungsschirm ESM“ beschlossen. Es ist ein Treppenwitz, dass ausgerechnet die Linken um Sahra Wagenknecht (hervorragende Rede am 29. Juni – Chapeau – ) sich geschlossen dagegen stemmten und so versuchten, die Rechtsstaatlichkeit zu erhalten und das Ausbluten Deutschlands zu verhindern. Das mehrheitliche Herdenverhalten in den etablierten Parteien wundert nicht, bedenkt man, dass von parteioberer Seite sogar die Fäkalsprache benutzt wird, wenn ein Abgeordneter sich auf sein Gewissen beruft, und das Grundgesetz nicht mit Füßen treten will.

Jetzt liegt die letzte Hoffnung beim Bundesverfassungsgericht. Flüchten sich, wie ich befürchte, die Richter in Ausreden und lassen den Vertrag wieder nur mit Ermahnungen passieren, sieht die Zukunft Deutschlands düster aus. Man könnte dann auch gleich einen Antrag einbringen, in Deutschland eine neue Bundesflagge einzuführen – das Gold von „Schwarz – Rot – Gold“ raus und dafür einen zusätzlichen schwarzen Streifen rein. „Schwarz-Rot-Schwarz“.

Hoffentlich haben Sie persönlich dann wenigstens genug  Gold und Silber im sicheren Hafen, entweder im eigenen Tresor und/oder, rechtskonform natürlich, in einem Land außerhalb von EU und Nato!

Zuletzt haben sich sogar über 160 Wirtschaftswissenschaftler in einem Protestbrief an die Öffentlichkeit gewandt, um diesen Wahnsinn zu verhindern.

Offener Brief gegen Bankenunion: Hans-Werner Sinn, die Euro-Krise und der Stammtisch

Aber Frau Merkel bügelt auch diese Fachleute ab und empfiehlt, sie sollten erst einmal das Kleingedruckte in den Verträgen lesen. Wie kann man uns wohl  überzeugen, dass sich die europäischen Länder ausgerechnet an das Kleingedruckte in diesem Vertraghalten würden, wenn sie doch die vorherigen Verträge (z. B. die Schuldenobergrenze und die Non-Bailout-Klausel des Maastricht-Vertrags) gebrochen haben, ohne mit der Wimper zu zucken.

Auch der Alt-Kanzler, Welt-Ökonom (und Ex-Bilderberger) Helmut Schmidt hat in einer Rede vor der Atlantik-Brücke (ausgerechnet da!) empfohlen, „das Herz über die Hürde zu werfen“. Ich übersetze das mal so: Deutschland auf dem Altar Europas zu opfern.

Die sogenannten Märkte haben geradezu euphorisch reagiert, hat man doch nun einen Weg gefunden, das deutsche Vermögen zu verbrauchen.

Wohin die Reise Deutschlands gehen soll, mag man aus der Tatsache schließen, dass ein Herr namens Jürgen Trittin als Gast bei der letzten Bilderberg-Konferenz weilte.

Es war meist sehr bedeutungsvoll, wer als Gäste zu diesem „Who-is-who“ der Hochfinanz eingeladen wurde. Sollte er also in einer nächsten Bundesregierung eine bedeutende Rolle spielen, so ist von ihm und seinesgleichen nicht unbedingt der Schutz  der Freiheit, des Privateigentums / Privatvermögens als oberste Priorität zu erwarten.

Ein kleines Zeichen setzt vielleicht auch, dass der Bundespräsident Gauck eine linksorientierte Journalistin zur neuen Sprecherin erwählt hat.

Der Marsch in den zentralregierten Super-Monsterstaat Europa scheint in gewissen Kreisen ausgemachte Sache zu sein, koste es, was es wolle. Ein Europa der Vaterländer, wie es de Gaulle und Adenauer es gesehen haben, ist wohl nicht mehr angestrebt.