Das Tod bringende Virus grassiert mittlerweile nicht mehr nur im Osten der Ukraine, sondern auch in der Hauptstadt Kiew. Mehrere Dutzend Menschen verstarben an der mysteriösen Infektion allein dort. Noch immer ist nicht klar, woher das Virus mit dem undefinierbaren Stamm herrührt, während die Todesfälle im gesamten Land zunehmen. Mittlerweile sind 18 Regionen der Ukraine betroffen. Die Kiewer Regierung reagiert, indem sie offiziell den Epidemiezustand ausruft. 

Es sind insbesondere westliche Medien – so sie denn überhaupt über diese Ereignisse in der Ukraine berichten –, die wiederholt darauf hinweisen, dass es sich im Fall des entsprechenden Virus´ um das Schweinegrippevirus H1N1 handeln soll. Dabei handelt es sich jedoch wohl nur um einen von drei Virenstämmen, die sich gerade in der Ukraine ausbreiten.

Epidemieschwelle bereits überschritten

Die Kiewer Regierung hat nun reagiert, indem sie die im Land grassierende Grippewelle offiziell zur Epidemie erklärt hat. Laut den Daten des ukrainischen Gesundheitsministeriums sind bislang 83 Bürger des Landes an Komplikationen nach einer Ansteckung verstorben. Die Infektionsschwelle habe das Niveau einer Epidemie überschritten, wie es hieß.

Denn mittlerweile sind bereits 18 Regionen der Ukraine von dem Virenausbruch betroffen, während die Epidemieschwelle in 11 Regionen um mehr als 50% überschritten wurde. Diese Aussagen tätigte Gesundheitsminister Oleksandr Kvitashvili am 26. Januar im Rahmen einer Pressekonferenz.

Kvitashvili führte weiter aus, dass die Gesamtanzahl der in der Ukraine in diesem Winter von einer Grippe betroffenen Bürger bei 2,6 Millionen Personen liege. Im Hinblick auf das Tod bringende Virus scheiden sich bislang noch immer die Geister. Krankenhäuser, Ärzte und Mediziner sind auf ihrer Suche nach einem Impfmittel bis dato nicht weiter voran gekommen.

Wiederholt sei erwähnt, dass Kiewer und westliche Medien von einem tödlichen H1N1 Virus sprechen, das in Ärztekreisen auch als Schweinegrippevirus bekannt ist. Laut ukrainischen Ärzten sei das momentan grassierende Virus weitaus gefährlicher als dessen Pendants und berge höhere Risiken in Bezug auf Komplikationen nach einer Infektion.

Resultat ist, dass die Schulen in der Ukraine bereits am 16. Januar geschlossen wurden. Damit geht die Hoffung einher, dass Maßnahmen dieser Art eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern werden. Epidemiologen warnen, dass Kinder, schwangere Frauen, Herz- und Lungenkranke, Diabetiker, Übergewichtige und Personen im Alter von mehr als 65 Jahren überproportional bedroht seien, sich mit dem Virus anzustecken.

Mögliche "California Flu"-Erkankungen: Kein Thema in den westlichen Medien

Nun, wie passen diese Angaben ins Bild, wenn man einmal die ostukrainische Seite zu Wort kommen lässt? Immerhin befinden sich unter den Toten auch zwanzig ukrainische Soldaten. Mehrere Hundert weitere ukrainische Soldaten werden zurzeit in Krankenhäusern nahe der Frontlinie behandelt. Dies sind Meldungen, die westlichen Medien bislang kaum eine Silbe Wert zu sein scheinen.

Sonderbar. Ich gehe persönlich nicht davon aus, dass sich die ukrainischen Streitkräfte aus Personen im Alter von mehr als 65 Jahren, Herz- und Lungenkranken, schwangeren Frauen, Diabetikern und Übergewichten zusammensetzen. Wie am 26. Januar berichtet, sprechen ostukrainische Nachrichtenquellen ganz offen über ein Virus namens „California Flu“, das seinen Weg in die Freiheit aus einem durch US-Militärexperten betriebenen Laboratorium nahe der Frontlinie gefunden haben soll.

Auch hierüber wird in westlichen Medienpublikationen bislang kein Wort verloren. Es war unter anderem die Donbass Nachrichtenagentur, die darüber berichtete, dass bereits zwanzig an dem Virus erkrankte ukrainische Soldaten verstorben seien, während sich Hunderte weitere ukrainische Soldaten in ärztlicher Behandlung in lokalen Krankenhäusern befänden.

Geheimdienst der Volksrepublik Donbass: "California Flu" Produkt von US-Militärexperten

Es war der Geheimdienst der Volksrepublik Donetsk, der ferner berichtete, dass „California Flu“ aus demselben Ort seinen Weg in die Freiheit gefunden habe, an dem unlängst noch intensive Forschungen an dem betreffenden Virus durchgeführt worden sein sollen. Das Laboratorium, um das es sich handelt, soll in der Nähe der Stadt Charkow und einer Basis für amerikanische Militärexperten angesiedelt sein.

Eduard Basurin, Vizekommandant der Armeeverbände von Donetsk, hatte bereits zu einem frühen Zeitpunkt davor gewarnt, dass sich die Vireninfektion zu einer Epidemie in der Region auswachsen könnte. Dies ist nun auch augenscheinlich eingetreten. Das Entweichen des Tod bringenden Virus´ wurde zum ersten Mal am 12. Januar durch die ostukrainische Donbass International News Agency gemeldet.

In diesem Bericht hieß es, dass – unter Bezugnahme auf medizinisches Personal und Ärzte der ukrainischen Armeeverbände – Massenerkrankungen unter Angehörigen der ukrainischen Militärverbände an der Front ausgebrochen seien. Physiker sprachen im Hinblick auf das unbekannte Virus vor unabsehbaren Gefahren.

Danach bräche unter den Infizierten nur kurz nach der Ansteckung hohes Fieber aus, das sich durch keine bekannte Medizin oder irgendein Serum bekämpfen ließe. Innerhalb von nur zwei Tagen nach Ausbruch der Erkrankung führe das Virus zum Tod der Infizierten. Ferner ließen sich neue Infektionsfälle unter Mitgliedern der ukrainischen Militärverbände beobachten.

Die Erkrankten würden sowohl in Zivil- als auch in Militärhospitälern in den Städten Charkow und Dnjepropetrowsk untergebracht und versorgt. Schweinegrippevirus oder Laborvirus? So lautet die Frage. Ich habe Ihnen die verschiedenen Blickwinkel im Hinblick auf die Medienberichterstattung nochmals mit einigen selbst akzentuierten Nuancen gegenübergestellt. Gespannt darf man darauf sein, wie sich die Dinge in der Ukraine weiter entwickeln werden...