Der Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen dürfte mit Blick auf die kommenden fünf Jahre in den USA zur Realität werden. Selbstverständlich gehören auch Trucks und Lastkraftwagen dazu. Regierungsoffizielle begutachten zurzeit mehrere durch die Industrie ausgearbeitete Vorschläge, die sich darum drehen, wie die Reise in selbstfahrenden Fahrzeugen zukünftig sicher gemacht werden kann.

Was die Industrie mit allen Mitteln zu verhindern versucht, ist der Aufbau einer staatlichen Überbürokratie, welche den schnellen Siegeszug der neuen Technologie zeitlich verzögern oder gar aushebeln könnte. Bereits seit einigen Jahren haben Autoindustrie und Unternehmen im Technologiesektor selbstfahrende Prototypen auf öffentlichen Straßen getestet. 

Im Rahmen dieser Tests befand sich stets eine Person im Auto, die im Fall von auftretenden Problemen die Steuerung hätte übernehmen und somit eingreifen können. Ergebnisse dieser Tests war, dass die Einführung von selbstfahrenden Autos schneller kommen wird als es sich manche Menschen vorzustellen in der Lage sind.

Sicherer und umweltfreundlicher

Seitens der Regierung wird darauf hingewiesen, dass selbstfahrende Autos das Potenzial dazu aufweisen, Tausende Menschenleben pro Jahr zu retten. Auch die Lebensumstände von älteren oder behinderten Personen sollen sich durch die Einführung der Technologie zum Besseren ändern.

Wie US-Präsident Barack Obama in einer Kolumne der Pittsburgh Gazette schrieb, werde die Einführung von selbstfahrenden Kraftfahrzeugen das Autofahren in der Zukunft nicht nur sicherer, sondern auch auf noch breiterer Basis zugänglich machen. Zudem werde das Fahren von Autos sich zukünftig als weitaus umweltfreundlicher erweisen.

Kommentare dieser Art geben einen Hinweis darauf, dass es der Regierung im Hinblick auf eine baldige Einführung der Technologie ernst ist. Obwohl noch viele Details unklar sind, zeichnet sich ab, dass unter aller Voraussicht die Bundesbehörden – anstelle von Behörden auf Ebene der Bundesstaaten – für die Regulierung der neuen Technologie zuständig sein werden.

Einheitliche Standards und Sicherheitsregularien

Grund ist, da selbstfahrende Fahrzeuge durch Software – und nicht mehr durch Menschen – kontrolliert würden. Auf welchen Standard man sich letztendlich einigen wird, scheint auch noch nicht ganz raus zu sein. Industrieexperten kritisieren die Ansicht der Regierung, nach der der potenzielle Einsatz der Technologie auf verschiedenen Richtlinien basieren soll.

Sie fordern die Washingtoner Bundesregierung dazu auf, sich über die Ausarbeitung von einheitlichen Standards sowie Sicherheitsregularien den Kopf zu zerbrechen, die in der Folge auch gesetzlich durchsetzbar wären. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Ausarbeitung eines verbindlichen Gesetzgebungs- und Sicherheitsregelwerks oftmals Jahre in Anspruch nimmt und sehr arbeitsintensiv ist.

Letztendlich wäre dies eben jener Aspekt, der durch die heimische Autoindustrie abgelehnt wird, die ein zügiges und unbürokratisches Verfahren fordert, um die Technologie so schnell wie möglich zum Einsatz zu bringen. Um die Werbetrommel für die neue Technologie zu schlagen, bot der Konzern Uber seinen Kunden in der letzten Woche kostenlose Fahrten mittels selbstfahrender Autos in der Stadt Pittsburgh an.

Es war das erste Mal, dass sich die amerikanische Öffentlichkeit selbst ein Bild über die neue Technologie machen konnte beziehungsweise mit diesen Neuerungen in Berührung kam. Natürlich saß im Zuge dieser Werbemaßnahme noch immer ein Fahrer im Fond des Fahrzeugs, um im Fall von Schwierigkeiten eingreifen zu können.

Trends entwickeln und verfestigen sich schneller als die meisten ahnen

Was sich jedoch zeigt, ist die Tatsache, dass selbstfahrende Fahrzeuge schneller zum Einsatz kommen dürften als manchen Menschen lieb sein mag. Vor nicht allzu langer Zeit las ich Diskussionen auf verschiedenen US-Webseiten und Foren mit, in denen sich die Teilnehmer über den Zeithorizont eines solchen Technologieeinsatzes unterhielten.

Insbesondere Lastwagenfahrer waren der Ansicht, dass die Einführung von selbstfahrenden Fahrzeugen noch bis zu 25 Jahre in Anspruch nehmen werde. Wer sich darüber gewahr ist, dass australische Minenunternehmen den Einsatz von selbstfahrenden Räumfahrzeugen und Trucks schon seit geraumer Zeit testen und große Erfolge dabei verzeichnen, dürfte erkennen, dass eher der Wunsch als die Wirklichkeit Pate für die Gedankenwelt der Truckfahrer steht.

Bei allen technologischen Verbesserungen zeichnet sich nämlich ab, dass in dieser Branche eine ganze Menge Leute ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Arbeitsplätze, die sowohl in den Vereinigten Staaten, Kanada als auch Australien bestens bezahlt waren. Es dürfte also nicht mehr allzu lange dauern, bis sich eine Öffnung für die real ablaufenden Entwicklungen unter Truckfahrern breit machen wird.