Man könnte platzen vor Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Seit 1990 vertritt die vergrößerte Bundesrepublik das vereinigte Deutschland in der UNO.

Die Formulierung spricht für sich: Die Bundesrepublik vertritt das vereinigte Deutschland. Daraus folgt, dass das vereinigte Deutschland bei der UNO gar nicht anwesend ist.

Da bis heute nicht klar ist, was Deutschland eigentlich ist, ist das auch kein Wunder. Als Gesamtdeutschland bezeichnete man nach 1945 das gesamte Deutschland. Je nach geschichtlichem Bezug war damit entweder Deutschland in den Grenzen von 1937 gemeint (also mit den Ostgebieten des Deutschen Reiches), oder Gesamtdeutschland diente als zusammenfassende Bezeichnung für die Bundesrepublik Deutschland, die DDR und Berlin.

Aber lassen wir das. Fakt ist, dass die Bundesrepublik zu den größten Beitragszahlern der UNO gehört, aber kein Vetorecht hat. Für das Publikum in der Bundesrepublik schleudert Steinmeier gekonnt und medienwirksam auftragsgemäß seine Vorschläge hin.

Ob die Russen den Vorschlag von Steinmeier überhaupt gehört haben?

Da war doch schon ein Waffenstillstand

Es war ja bereits ein Waffenstillstand vereinbart gewesen. Bis dann diese amerikanischen Blindflieger mit ihrer Gefolgschaft aus Australien und Dänemark versehentlich syrische Regierungstruppen bombardierten. Hoppla! Kann ja mal passieren. Sorry. Sorry auch  dafür, dass versehentlich ISIS-Banden in der Nähe bereit standen, um den versehentlichen Luftangriff für einen massiven aber sicher versehentlichen Geländegewinn zu nutzen.

Gesprengter UNO-Hilfkonvoi

Danach wurde der Fokus der NATO-Medien von den Verbrechern der westlichen Allianz auf die Zerstörung des angeblichen Hilfskonvois gerichtet. Die NATO-Medien griffen das Thema dankbar auf. Obwohl jegliche gesicherte Erkenntnisse darüber fehlen, wer den Konvoi erledigt hat, ist eines glasklar: DAS WAREN DIE RUSSEN! AUF KEINEN FALL VERSEHENTLICH!

(Anm.: Manchem mag  der Begriff „Verbrecher“ zu hart erscheinen. Da in der UN-Charta klar geregelt ist, dass das Eindringen von Flugzeugen in fremden Luftraum, ohne von der dortigen Regierung dazu eingeladen worden zu sein, ein Verbrechen ist und Krieg bedeutet, ist der Begriff korrekt. Kriege sind heute grundsätzlich völkerrechtswidrig. Dies ergibt sich aus Artikel 2 Ziffer 4 der Charta der Vereinten Nationen. Diese Vorschrift lautet: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Auch Flieger der Bundeswehr sind im syrischen Luftraum aktiv)

Flugverbotszone löst alle Probleme

Laut Spiegel online begründete Steinmeier den Vorschlag damit, dass mit einem solchen Flugverbot die Vereinten Nationen die Möglichkeit hätten, ihre Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen in Syrien wieder aufzunehmen. "Gleichzeitig schafft es Raum für präzise Verabredungen in der Syrien-Unterstützergruppe zum koordinierten Vorgehen gegen IS und al-Qaida und für einen Rückweg in Verhandlungen über eine Übergangsregierung für Syrien."

Dass das nicht klappt, hat die NATO mit der versehentlichen Bombardierung und der damit verbundenen Unterstützung der Terroristen demonstriert.

Todenhöfer interviewt Abu Al Ezz

Am 26.09. veröffentlichte der Kölner Stadtanzeiger ein Interview von Jürgen Todenhöfer mit dem Rebellen-Kommandanten Abu Al Ezz, welches die Stoßrichtung der Jäger des verlorenen Rohstoffes, der NATO in aller Deutlichkeit zeigt.

Auf die Frage Todenhöfers an den Rebellenkommandanten, ob die USA die Rebellen unterstützten, antwortete dieser: „Ja, die USA unterstützen die Opposition, aber nicht direkt. Sie unterstützen die Länder, die uns unterstützen. Aber wir sind mit dieser Unterstützung noch nicht zufrieden. Sie sollten uns mit hochentwickelten Waffen unterstützen. Wir gewannen die Kämpfe dank der „TOW“-Raketen… Die Panzer haben wir aus Libyen über die Türkei bekommen. Auch die „BMs“ -Mehrfachraketenwerfer. Das Regime übertrifft uns nur mit seinen Kampfflugzeugen, Raketen und Raketenwerfern. Wir haben einen Teil ihrer Raketenwerfer erbeutet und einen großen Teil aus dem Ausland bekommen. Aber wir haben durch die amerikanischen „TOW“-Raketen die Lage in einigen Gebieten unter Kontrolle.“

Auf Todenhöfers Frage zur Lieferkette antwortete Abu Al Ezz: „Nein, die Raketen wurden uns direkt gegeben. Sie wurden an eine bestimmte Gruppe geliefert. Als die 'Road' gesperrt war und wir belagert wurden, hatten wir Offiziere aus der Türkei, Katar, Saudi Arabien, Israel und Amerika hier.“

„Was machten diese Offiziere?“ fragte Todenhöfer dann.

„Experten! Experten für die Nutzung von Satelliten, Raketen, Aufklärungsarbeiten und thermischen Überwachungskameras . . .“

Gab es auch amerikanische Experten?

Ja. Die Amerikaner stehen auf unserer Seite, aber nicht so, wie es sein sollte. Zum Beispiel wurde uns folgendes gesagt: Wir müssen das „Bataillon 47“ erobern und einnehmen. Wir haben von Saudi-Arabien 500 Millionen syrische Pfund bekommen. Für die Übernahme der Infanterie-Schule in „Al Muslimiya“ vor Jahren bekamen wir aus Kuwait 1,5 Millionen kuwaitische Dinar und aus Saudi Arabien fünf Millionen Dollar.

Von den Regierungen oder von Privatpersonen?

Von den Regierungen.

Der Kampf ist schwierig, das Regime ist stark und bekommt Unterstützung aus Russland...?

Wir werden kämpfen bis zum Sturz des Regimes. Wir werden Russland und den Westen bekämpfen, da der Westen nicht auf unserer Seite steht. Der Westen schickt uns nur Mujaheddin, er erleichtert diesen Kämpfern den Weg. Warum unterstützt der Westen uns nicht richtig? Wir haben viele Kämpfer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Amerika, aus allen westlichen Ländern.

Immer wieder Öl und Gas

Es ist nicht neu, dass Katar, Saudi Arabien die Türkei gerne eine Pipeline durch Syrien gehabt hätten und der syrische Präsident Assad damit nicht einverstanden war. Die Amerikaner und Briten fanden die Pipeline-Idee auch toll, denn das würde Russland schwächen. Die Russen waren von der Pipeline-Idee nicht begeistert, denn sie liefern schließlich via Gazprom schon seit Jahrzehnten in die EU.

Deshalb haben Katar, Saudi Arabien und die Türkei Dschihadisten nach Syrien einsickern lassen, die bewaffnet wurden und das Land destabilisieren sollten.

So wird sofort nachvollziehbar, warum Russland Assad stützt und der Westen ihn loswerden will.

Diese Dschihadisten, von der NATO und der NATO-Propaganda-Presse verhätschelnd „Rebellen“ genannt, werden massiv von den Saudis und Amerikanern, nebst ihrer hörigen Gefolgschaft in diesem Rohstoffkreuzzug unterstützt.

Der Hass

Focus berichtete schon im Februar 2015:

„Wir erobern Rom“: Diese Drohung hat die Terror-Miliz Islamischer Staat mehrfach in Videos verkündet. Doch an der syrisch-türkischen Grenze ist ihr Vormarsch Richtung Europa über den Landweg durch harte Schlachten gestoppt worden. Nun sucht der IS ein anderes Einfallstor.

Geheime Briefe zeigen: Libyen soll der neue Startpunkt der Europa-Invasion sein.

Der IS will Dschihadisten als Flüchtlinge getarnt nach Europa schicken. Mit Flüchtlingsbooten sollen sie nach Malta, Sizilien oder auf das italienische Festland übersetzen.

Dafür sollen IS-Kämpfer aus Syrien und dem Irak nach Libyen geschleust werden, wo der IS derzeit die politisch instabile Lage für einen Feldzug nutzt. Gelingt es dem IS dort, nach der Stadt Darna weitere wichtige Hafenstädte zu kontrollieren, wollen sie Europa auf dem Seeweg angreifen.“

Die Dschihadisten, kreiert und unterstützt von den USA, Saudi Arabien, Katar und der Türkei drohen offen Europa angreifen zu wollen.

Steinmeier sollte seine Ziele genauer erklären

Was will Steinmeier mit  Flugverbotszonen erreichen? Dass sich die netten Rebellen, die Europa hassen, wieder neu formieren und ausrüsten können? Oder geht die Angst um in Berlin, dass der IS doch aufgerieben wird und die vom Westen und den Saudis perfekt an Waffen ausgebildeten „Facharbeiter“ nach Europa und insbesondere nach Deutschland flüchten, wo sie ihre in Trainingslagern erworbenen Fähigkeiten an uns Ungläubigen demonstrieren?