Mit der Diskussion um PRISM & Co. hat die Beliebtheit der bequemen Online-Datenspeicherung in der Cloud einige Kratzer abbekommen. Doch der springende Punkt für die allermeisten Verbraucher dürfte weniger die Frage sein, ob der amerikanische Geheimdienst die Urlaubsfotos durchforstet oder das Gedicht zu Omas achtzigstem Geburtstag nach verschlüsselten Terroristenbotschaften analysiert. Knackpunkt ist bei der Online-Speicherung von Daten in erster Linie die Sicherheit – und hier sind nicht erst seit Bekanntwerden der Abhöraktionen unserer Freunde in Amerika einige Fragezeichen zu setzen.

Wenn Sie persönliche Daten, Fotos und Dokumente in der Cloud ablegen, sollten Sie sich über die wichtigsten Risiken im klaren sein:

  • Hacker-Risiko. Die großen Cloud-Anbieter achten auf die Sicherheit ihrer Dienste. Dennoch kann das Risiko eines Hackerangriffs nicht vollständig ausgeschlossen werden. Weitaus größer ist das Risiko auf dem eigenen Rechner: Wenn Ihre Zugangsdaten über Trojaner abgegriffen werden, kann ein Hacker möglicherweise auf Ihren Cloud-Account zugreifen und dort Daten löschen.
  • Pannen-Risiko. Trotz aller Sicherheitsvorkehrung können auch Pannen passieren. Das geschah beispielsweise vor zwei Jahren ausgerechnet beim Cloud-Riesen Amazon, der als Dienstleister und Datenhoster für viele Anbieter fungiert. Nach einem Server-Crash ging eine unbekannte Menge an Kundendaten unwiederbringlich verloren.
  • Pleite-Risiko. Rutscht ein Anbieter in die Insolvenz, können die Daten ebenfalls verloren gehen – nämlich dann, wenn der Insolvenzverwalter die Server abschaltet und die Kunden bis dahin nicht sämtliche Daten wieder auf den eigenen Rechner gezogen haben.
  • Datenschutz-Risiko. Häufig landen die Daten nicht auf deutschen Servern, sondern irgendwo im Ausland – meist in der USA. Ob aus Ihren hochgeladenen Daten Nutzerprofile für Online-Werbung erstellt oder andere fragwürdige Dinge veranstaltet werden, lässt sich oft nicht nachprüfen.

Fazit: Die Cloud ist ein bequemes Mittel, um Daten zwischen verschiedenen Endgeräten hin- und herzuschieben. Allerdings sollten Daten, die Sie in die Cloud transferieren, auf mindestens einem lokalen Rechner vollständig vorhanden sein. Ansonsten gibt es immer noch die gute alte externe Festplatte, die mit einer Kopie aller wichtigen Daten an einem sicheren Ort aufbewahrt wird.