Guten Tag meine Damen und Herren,

die EZB-Sitzung sorgte für einen fulminanten Anstieg der Börsen. Mario Draghi sieht die Wirtschaftsentwicklung zunehmend negativ und es sieht nun nach weiteren Lockerungen der Geldpolitik aus, so weit das überhaupt noch möglich ist. Eine weitere Senkung des Einlagezinses ist ebenso in der Diskussion wie die Ausweitung der Anleihekäufe auf weitere Anleihearten. Besonders kreditbesicherte Wertpapiere (ABS) dürften hier ins Visier genommen werden. Allemal geht es mit den Verrücktheiten weiter: Je schlechter die Wirtschaft, umso besser die Börsen. Dass das kein gutes Ende finden wird ist allen klar, aber dieses Ende kann auch in weiter Ferne liegen. Solange die Musik der Notenbanken spielt, wird auch getanzt. Der Dax ist nun über die 10.600 Punkte Marke ausgebrochen, sollte sich das zum Wochenschluss bestätigen, wäre das ein starkes Signal für ein kurzfristiges Kursziel von 11.000 Punkten. Erst darüber drehen die Börsenampeln klar auf „grün“.

Schwache Wirtschaftsdaten aus Asien – und trotzdem steigende Kurse?

Der Irrsinn der Korrelation zwischen schlechter Wirtschaft und guten Börsen ist inzwischen ein weltweites Phänomen.  Auch in Tokio ging es im Laufe der Woche deutliche  nach oben, weil auch hier die Wirtschaftsdaten wieder einmal schwach waren. Man hofft ebenfalls auf neue Erleichterungen aus der Japanischen Zentralbank, die noch mehr billiges Geld bereitstellen sollte.  Genau darauf hofft die Börse: Je schlechter die Wirtschaft, umso besser die Märkte... Auch der japanische Export schwächelt weiter. Die japanische Exportwirtschaft hat den schwächsten Monat seit über einem Jahr hingelegt – und dies trotz all der stimulierenden Maßnahmen der Japanischen Notenbank.

In China sieht man ebenfalls schwache Wirtschaftsdaten. Dennoch nimmt man diese zum Anlass für einen Abverkauf. Die allseits bekannten Konjunkturmaßnahmen scheinen ohnehin nur noch Strohfeuer entfachen zu können. Man kann es sich heraussuchen – auf der einen Seite heißt es aus Tokio: schlechte Wirtschaftsdaten sorgen für Kurssprünge nach oben, auf der anderen Seite sollen die schlechten Wirtschaftszahlen in China für Kurssprünge nach unten gesorgt haben. Und wenn die Kurse aber dann doch nach oben gegangen wären, hätte man argumentiert: Man hofft wieder auf neue Konjunkturmaßnahmen. Es ist immer das gleiche Spiel, man kann am Ende herauswürfeln, ob die Kurse gerade an diesem Tag gestiegen oder gefallen sind.

Chinesischer Zahlenzauber

Chinas Industrieproduktion wurde im September mit +5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermeldet. Erwartet wurde ein Plus von sechs Prozent. Der Einzelhandel soll mit einem Plus von 10,9 Prozent besser gelaufen sein. Chinas Bruttoinlandsprodukt wurde mit plus 6,9 Prozent angegeben, erwartet waren 6,8 Prozent. Diese ganzen Zahlen können wir getrost in die Tonne treten. Wir wissen, dass die chinesischen Daten nicht belastbar sind. Von daher nehmen wir sie einmal als Nebenmeldung zur Kenntnis. Diese werden trotzdem viele Marktteilnehmer bewegen, weil a) immer noch viele davon ausgehen, dass diese Zahlen stimmen oder b) zumindest einige auch wenig darauf geben, ob diese stimmen oder nicht und dennoch anhand dieser Zahlen Entscheidungen treffen. Denn solange man keine belastbaren Zahlen hat, greift man eben auf die zurück, die man hat. Belastbar hin oder her. Wen interessiert es heutzutage schon, was wirklich passiert? Wichtig ist schließlich, wie die Kulisse aussieht. China wird wohl bald wieder Maßnahmen treffen, man wird wieder Konjunkturpakete schnüren, man wird wieder billiges Geld in die Märkte pumpen. Es ist doch klasse, dass es in China nicht so gut läuft... Nun, die reale Wirtschaft sieht das in der Regel anders – und irgendwann werden dies auch die Märkte anders interpretieren.

Zahlen aus der Realwirtschaft vs. offizielle chinesische Daten

Die deutsche Elektroindustrie vermeldete in dieser Woche beim Handel mit China für den Monat August ein Exportminus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Aber klar: China weist sieben Prozent Wachstum aus! Warum liefern deutsche Elektrofirmen dann fast zehn Prozent weniger Elektrogüter dorthin? Nun, das kann sich jeder selbst zusammenreimen.

Im Geschäft mit Russland ging es für die Branche übrigens mit 26 Prozent nach unten, mit Brasilien um 18,8 Prozent. Die Industrieländer waren dieses Mal die Treiber mit einem Plus von 4,9 Prozent.

US-Wirtschaftszahlen und die (herbeigeredete) Zinswende

Die US-Baugenehmigungen geben dem Thema Zinsspekulationen in den USA weiter Nahrung – und zwar in Richtung eines QE4. Diese gingen um fünf Prozent per September zurück. Die Erwartungen waren bei +0,8 Prozent angesiedelt. Das sieht nicht nach einer großartigen Konjunkturentwicklung, sieht nicht nach Zinserhöhungen aus. Die Neubaubeginne in den USA haben hingegen positiv überrascht. Die US-Arbeitsmarktdaten bleiben stark widersprüchlich und bleiben per Saldo klar negativ einzuschätzen.

Schweiz: Erste Bank führt einen Negativzins für Sparer ein

Die „Alternative Bank der Schweiz“, die ABS, führt als erste Schweizer Bank einen Negativzins für Sparer ein. 0,125 Prozent Strafzins zahlt der geneigt Schweizer Anleger dort jetzt ab dem ersten Schweizer Franken, wenn er sein Geld aufs Konto legt. Nun, man darf fragen, wie lange er das noch tut, oder ob er es vielleicht doch lieber unter das Kopfkissen legt.

Unternehmen berichten zur Bilanzsaison

Die US-Berichtssaison ist angelaufen – endlich stehen einmal wieder Unternehmensdaten im Vordergrund – und sie verläuft eher enttäuschend. Und dies gar nicht mal mit Blick auf die absoluten Zahlen, sondern auf die Qualität der Zahlen. Zwar überwiegen die positiven Unternehmenszahlen, aber  gehend meist auf Kostensenkungen statt auf Umsatzwachstum zurück. Also muss man die Qualität dieser Bilanzzahlen doch oftmals hinterfragen.

Bei Tesla ging der Kurs zur Wochenmitte um fast sieben Prozent nach unten und erholt sich seitdem nur langsam. Das Spitzenmodell „S“ wurde wegen unterdurchschnittlicher Zuverlässigkeit von einer Liste der besonders empfehlenswerten Fahrzeuge, einer Liste einer US-Verbraucherschutzorganisation heruntergenommen. Ich konnte am Montag einmal selbst mit solch einem Auto fahren. Es ist spannend, macht Spaß, ist leise und definitiv die automobile Zukunft! Aber über das Thema Leistung und Laufzeit der Batterien wird man sicherlich noch reden (und tüfteln) müssen. Momentan sind Ladedauer und -zyklen schlicht noch zu lange, die Reichweite noch nicht zuverlässig genug. Aber man sehe sich einmal an, was in solch einem Fahrzeug überhaupt noch verbaut ist: kein Motorblock, viel Platz unter dem Kofferraumdeckel, mit insgesamt sehr viel Stauraum und am Ende gibt es unter dem Fußboden nur eine große Batterie und je einen 40 Kilogramm schweren Elektromotor, einen auf der Vorderachse, einen auf der Hinterachse – und das war’s im Wesentlichen. Ansonsten gibt es vielleicht mal noch einen kleinen Klimakompressor. Das heißt also, dass hier ein unglaublicher Wandel auf die weltweite Automobilindustrie zukommt. Da werden keine Verbrennungsmotoren mehr gebraucht, keine Getriebe mehr, keine Kupplungen, keine Bremssysteme mehr, die sich abreiben, kein Auspuffwechsel, kein Ölwechsel usw. usf..  Eine dramatische Veränderung! Wir sind sicherlich noch einige Jahre (maximal fünf bis zehn Jahre) von einer Massentauglichkeit dieser Technologie entfernt. Dieser Technologie gehört jedoch definitiv die automobile Zukunft. Sie wird dramatische Veränderungen für die weltweite Automobilproduktion und damit natürlich auch für den Automobilstandort Deutschland mit sich bringen. Man muss sich die Frage stellen, ob unser wichtigster Industriezweig hier genug Tempo vorlegt sich darauf einzustellen.

Das traditionelle Hardwaregeschäft vermiest IBM die Zahlen. Der Switch zur Cloud läuft schwer an. Die Cloud ist aber dennoch die Zukunft für IBM. Man schafft es in den letzten Jahrzehnten immer wieder sich anzupassen, sich neu zu erfinden. Aber: Es handelt sich natürlich um einen Riesentanker. Es dauert, bis sich IBM auf dieses neue Geschäftsmodell umgebaut hat. Das ist eine schwierige Zeit mit schwierigen Geschäften. Alles in allem befindet sich das traditionelle Hardwaregeschäft klar auf dem absteigenden Ast. Die Cloud ist auf dem Weg nach oben, kann aber dieses Minus noch nicht überkompensieren. Das wird mit Sicherheit noch ein wenig Zeit brauchen. Da wird man Geduld brauchen, wenn man bei IBM investiert ist.

Bei Harley-Davidson ging es zur Wochenmitte um 14 Prozent nach unten. Offen gestanden wundert mich das nicht. Ich fahre selbst gelegentlich mal mit dem Motorrad um die Ecke und wenn einer der Kollegen den Helm abnimmt, dann sind da meistens graue Haare darunter. Bei jungen Leuten – anders als das in meiner Generation der Fall war – scheint Motorradfahren nicht mehr ganz so angesagt zu sein. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die Alten irgendwann auch nicht mehr so richtig Lust auf das Motorrad haben und dieses Thema dementsprechend immer mehr zu einer Nische wird.

Ganz im Gegensatz dazu Toyota. Hier geht es um richtig große Hausnummern. 6,5 Millionen Fahrzeuge müssen von Toyota (mal wieder) zurückgerufen werden. Es geht um Fensterhebermotoren, die rauchen können. Wir hatten in den vergangenen Jahren schon sehr große Rückrufaktionen bei Toyota. Klar, je mehr Fahrzeuge man herstellt, die alle mit den gleichen Bauteilen versehen sind, desto mehr Fahrzeuge muss man zurückrufen, wenn etwas schief geht. Das haben wir schon bei den Gaspedalen gesehen. Ganz dramatisch war es bei den Airbags von Takata: damals wurden 19 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Bei VW sind mit dem derzeitigen Abgasskandal elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Soweit momentan zur Einordnung. Derartige Rückrufaktionen sind nicht gerade einmalig. Zu stemmen sind Sie allemal. Das kostet zwar Geld und bedeutet Aufwand, ist aber durchaus machbar. Man sollte eher nicht davon ausgehen, dass so etwas ruinös wäre.

Auch bei General Motors steht eine neue Rückrufaktion wegen defekter Zündschlösser an, die während der Fahrt den Motor abschalten können. Aber wen interessiert das schon? Schon einmal wurde eine Strafe in Höhe von 900 Millionen Dollar wegen 124 Toter in diesem Zusammenhang verhängt. Aber Qualität setzt sich eben durch, nicht wahr...?

Bei Yahoo sind Gewinn und Umsatz weiterhin enttäuschend. Wie schon in den letzten Quartalen bekommt man die Zahlen nicht auf die Reihe. Werbekosten gehen hoch, aber Umsatz und Gewinn gehen nach unten. Man versucht zu trommeln, aber irgendwie klappt das nicht so richtig. Man hatte ohnehin nicht mehr allzu viel von Yahoo erwartet. Jetzt wird zusätzlich die steuerfreie Ausschüttung der sechs Alibaba-Milliarden unsicher. Man hatte nämlich sechs Milliarden Dollar aus dem Verkauf der Beteiligung von Alibaba erlöst. Diese Milliarden sollten an die Anleger steuerfrei ausgeschüttet werden. Das ist nun gar nicht mehr klar. Also sucht Yahoo alles in allem nach einem (neuen) Geschäftsmodell. Das fehlt dem Internetunternehmen offenkundig. Momentan versucht man durch eine Ankopplung an Google mehr zu erreichen. Mal sehen, wie das weitergeht.

Beim britischen Chiphersteller ARM hingegen läuft es gut. Dieser vermeldet ein Umsatzplus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Mobilfunk ist der maßgebliche Erfolgstreiber. Der Gewinn liegt bei 86 Millionen Pfund und damit ein Drittel über dem Vorjahreswert. Hinzu kommt noch ein positiver Ausblick. Mobilfunk läuft, boomt und wird auch in den nächsten Jahren boomen.

Reckitt Benckiser, ein Konsumgüterhersteller – Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Kondome und all dieser Dinge mehr – erhöht die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Im dritten Quartal hat man ein Plus von sieben Prozent erwirtschaftet, erwartet waren nur fünf Prozent. Es gibt also durchaus auch gute Unternehmensentwicklungen.

Der Börsengang von Ferrari ist nun angelaufen. Man kommt mit 52 Dollar pro Aktie an den Markt und liegt damit im oberen Bereich der Handelsspanne. So werden 893 Millionen Dollar erlöst. 10 Milliarden Dollar beträgt nun die Bewertung von Ferrari. Das ist, passend zum Unternehmen, sehr sportlich. Da wird sich der eine oder andere in nächster Zeit fragen müssen, ob er mit dieser Aktie ein Investment getätigt oder sich einen Fanartikel zugelegt hat. Der Nimbus funktioniert offenkundig nicht nur beim Sportwaren, sondern auch bei der dazugehörigen Aktie.

Neue Wege werden bei der Deutschen Bank beschritten. Dort kommt es zum Komplettumbau. Der neue Chef John Cryan setzt schon einmal die ganze Vorstandsetage auf neu, sortiert die Gremien und die Bankstrukturen um. Auch das Investmentbanking wird umstrukturiert und in der Wichtigkeit etwas heruntergestuft. Dennoch bleibt abzuwarten, was am Ende damit gewonnen wird. Zunächst einmal herrscht große Aufregung bei der Deutschen Bank aufgrund der großen Rotationen bei den Vorständen und bei den leitenden Mitarbeitern. Nehmen wir es einfach einmal als Aktivität zur Kenntnis.

Zalando will moderner werden und will Lieferungen binnen 30 Minuten ermöglichen, sicherlich nicht flächendeckend, aber in vielen Regionen und mit zahlreichen Waren. Doch trotz Umsatzwachstums verzeichnet man bei dem Online-Händler noch immer Verluste. Die Aktie entwickelt sich in den letzten Monaten entsprechend negativ. Auch die neuen Serviceangebote, die mit diesen kürzeren Lieferfristen verbunden sind, werden erst einmal höhere Kosten mit sich bringen, aber deshalb nicht unbedingt mehr Gewinn.

Griechenland: Neue Sparpakete verabschiedet

In Griechenland stehen weitere Steuererhöhungen an, ebenso Erhöhungen des Renteneintrittsalters und die nächsten Sparpakete stehen auch schon wieder vor der Tür. Alexis Tsipras tut hier also genau das, was er eigentlich nicht tun wollte. Er tut es trotzdem, Tausende protestieren. Wen kümmert es? Die Medien allenfalls noch am Rande. War Griechenland jemals ein Thema?

Deutsche Rüstungsexporte auf Rekordkurs

Die Rüstungsexporte Deutschlands, das als interessante Randnotiz, lagen im ersten Halbjahr 2015 bereits beim Doppelten des entsprechenden Vorjahreswertes. Noch vor der Bundestagswahl versicherte Sigmar Gabriel, man plädiere für weniger Rüstungsexporte. Er hat dann aber nachfolgend, nachdem die Bundestagswahl vorbei war, alles fröhlich durchgewinkt. Selbst Leopard 2 Panzer und Panzerhaubitzen werden an arabische Staaten geliefert, wohl wissend, dass diese direkt in die Kriegsgebiete des Jemen vorrücken werden. Tja, so sieht dann die politische Realität aus...

Verwirrung rund um die Flüchtlingszahlen

Ein völlig chaotisches Bild geben die aktuellen Flüchtlingsstatistiken ab, wenn man hinter die Kulissen schaut und feststellt, wie diese Flüchtlingszahlen überhaupt zustande kommen. FRONTEX zählt doppelt und dreifach. Da werden Flüchtlinge, die an der griechischen Küste ankommen, gezählt. Dann verlassen diese die EU eventuell wieder über andere Balkanländer, reisen dann wieder ein. Dort werden sie noch einmal gezählt. Das Ganze gerne noch ein drittes Mal, wenn man abgeschoben wurde und wieder einreist. Also hier wird mehrfach und an allen möglichen Stellen gezählt.

Auch in Deutschland herrscht völliges Chaos bei der Registrierung der Flüchtlinge. Diese werden oft mehrmals registriert, zwei-, drei- oder viermal, manche überhaupt nicht. Es herrscht ein heilloses Chaos. Teilweise werden die Flüchtlinge nur auf Excel-Tabellen der Behörden, teilweise nur auf Papier erfasst. Darüber hinaus findet eine bundesweite Datenverknüpfung so gut wie nicht statt. Insgesamt sollen sich nach Schätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge aktuell rund 290.000 nicht registrierte Flüchtlinge in Deutschland aufhalten. Wir wissen also, so die Aussage: Es gibt eine komplette Großstadt aus Flüchtlingen in Deutschland, aber keiner weiß, wo sich diese momentan befinden.

Gegenangriff aus Politik und Wirtschaft: Stimmung für TTIP

Nachdem am vorletzten Wochenende Hunderttausende auf den Straßen waren und gegen das Freihandelsabkommen EU-USA mobil gemacht hatten, versucht man nun wieder, die Gegenstimmung anzuheizen und Stimmung für TTIP zu machen. Dies betreibt sowohl die Industrie als auch die Bundeskanzlerin höchst selbst. Sie weist die Annahme zurück, die USA hätten durchweg niedrigere Standards. Ja, es mag sein, dass es in den USA an der einen oder anderen Stelle höhere Standards gibt. Durchweg niedrigere Standards gibt es dort ganz gewiss nicht... Die Kanzlerin merkt an, der Verdacht, dass in Amerika alles viel schlechter sei als in Deutschland, habe sich leider im Angesicht des VW-Skandals als nicht ganz richtig herausgestellt. Danke für die Unterstützung der US-Position, Frau Merkel! Da kommt sogar der VW-Skandal den deutschen Spitzenpolitikern angenehm gelegen, um die Interessen der eigenen Bürger zu untergraben, wenn es nur im Sinne der Amerikaner ist. Herzlichen Dank! Da weiß die Regierung, auf welcher Seite sie steht und von wem sie gewählt wurde...

Ich wünsche Ihnen ein schönes und bestenfalls goldenes Oktober-Wochenende und viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

Herzlichst

Ihr Dirk Müller