CK*Leben: Die 60-Sekunden-Übung gegen die Angst vor dem Nichtwissen
Kaum ist ein unangenehmer Gedanke da, ist die Hand schon am Smartphone. Eine Suchanfrage, eine Nachricht, ein kurzer Blick in den Feed – und das Unbehagen ist weg. Was wie eine harmlose Gewohnheit aussieht, trainiert uns über die Jahre eine Fähigkeit ab, die wir dringender brauchen als je zuvor: die innere Stabilität im Ungewissen. Dabei ist nicht die Unsicherheit selbst das Problem. Die gab es immer. Was sich verändert hat, ist unsere Bereitschaft, sie auch nur einen Moment lang auszuhalten. Der Münchner Psychosomatiker Stefan Woinoff kennt dieses Muster aus seiner therapeutischen Praxis. Er erklärt, warum unsere Reizkultur die Unsicherheitstoleranz systematisch erodiert – und was wir dagegen tun können. Lesen Sie von kleinen, konkreten Übungen – darunter eine, die gerade einmal 60 Sekunden dauert.