CK*Leben: Was bleibt, wenn die KI Ihren Job übernimmt
Wer bin ich, wenn meine Arbeit wegfällt? Für viele Menschen ist das längst keine abstrakte Frage mehr. Künstliche Intelligenz übernimmt Tätigkeiten, in deren Erschließung Menschen Jahrzehnte investiert haben – und trifft damit etwas, das mehr ist als nur eine Einkommensquelle: das Gefühl, gebraucht zu werden und zu wissen, wer man ist. Neu ist dieses Problem nicht ganz. Menschen haben in der Vergangenheit schon öfter das verloren, worüber sie sich definierten – Stände, Berufe, Rollen. Was ein Shaolin-Meister darüber zu sagen hat, klingt deshalb nicht nach veralteter Weisheit, sondern nach einer Antwort auf heute.







Kommentare
Das ist wohl auch ein typische deutsches Problem. Es gibt dazu ja das passende Sprichwort/den Witz, dass der Deutsche lebt, um zu arbeiten, während der Franzose, Däne usw. arbeitet um zu leben.
Viel zu oft wird hier der Begriff Arbeit mit "abhängig als Arbeitnehmer beschäftigt" gleichgesetzt. Das merke ich auch im Verwandtenkreis, wenn man genau dies nicht macht, dass das auf Unverständnis stößt.
Auch die sogenannten "Wirtschaftsweisen" lassen einen Beitrag zur positiven Motivierung der arbeitenden Bevölkerung vermissen.
Leider gibt es in unserer modernen Zeit keine weitgehend akzeptierte ethisch-moralische Kompetenz, die dieser inzwischen landesweit verbreiteten Stimmung Einhalt gebieten könnte.
Wo ist die Stimme, die dem Bürger nahe bringt, dass er eigentlich nicht (nur) für den Arbeitgeber, sondern in erster Linie für sich selbst arbeitet, um seines und das Leben seiner Familie zu sichern und sich Wünsche erfüllen, aber auch, weil er dadurch Kenntnisse erwerben und einsetzen, seine Fähigkeiten erweitern und zum Gemeinwohl und zur Wertschaffung beitragen kann.
Die perpetuelle Schöpfung ist nicht (nur) Sache der Kirche und des Glaubens, sondern vielmehr eine Sache der individuellen persönlichen Teilnahme an der Weiterentwicklung des Menschen, seiner sozialen Einbindung und der (seiner) Zivilisation/Kultur als solcher.
Dass diese Erkenntnis nicht bis in das Bewusstsein unser derzeitigen Sozialkultur durchgedrungen ist, sondern der o.g. defätistischen linken Denkweise Platz gelassen hat, ist sicherlich begründet sowohl im bedauerlichen Fehlen wirklicher moralischer Vorbilder (solche wie Martin Luther-King räumt man lieber aus dem Weg) ais auch in einem fatalen Versäumnis auch und gerade der Kirche.
Gerade sie hat es nämlich versäumt, dem Leben eines Jeden eine über den dauergepredigten "seligen Nach-Todes-Gnadenszustand im Paradis" hinausreichende, nachhaltige, zukunftsorientierte und sinnvolle Dimension, Begründung und Wirkungsweise zu zu ordnen.
In diesem Sinne, stemmen wir uns mit unseren Gedanken und einer positiven Lebensführung und -auffassung gegen die Sinnlosigkeit des Defätismus.
Grüsse an alle
R. Oppel, Waterloo