Willy Wimmer:

Wir müssen wohl davon ausgehen, und zwar schon seit längerer Zeit, dass die uns seit Jahren bekannte Struktur der westlichen Presse aus einer Reihe von Gründen zusammenbricht. Man kann in diesen Tagen bei den Kommentierungen aus den Vereinigten Staaten hören, dass die beiden Flaggschiffe der westlichen Presse - die New York Times und die Washington Post - offensichtlich mit sehr großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Da sich in den Vereinigten Staaten alles zunächst mal finanziell nieder schlägt, scheint das jedenfalls eine solche Größenordnung zu haben, dass darüber international berichtet wird. Das hat bestimmt, wie bei uns auch, zwei Gründe. Die Menschen haben die Nase voll davon aus den Zeitungen, aus den Rundfunk- und Fernsehanstalten belogen zu werden. Und die Linie der Lügen fängt nicht erst mit dem Jugoslawienkrieg 1999 an. Das hat sich dann aber fortgesetzt über die auch vom Präsidenten Trump angesprochene Lügerei im Zusammenhang mit dem Irakkrieg und ging dann weiter über Syrien, bis nach Libyen und nach Mali. Vor diesem Hintergrund haben die Menschen offensichtlich die Nase voll, das gilt auch für die öffentlich-rechtlichen Medien bei uns in Deutschland.


Das vollständige Interview mit "World Economy" (inkl. Audio-Podcast) finden Sie unter diesem Link.

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