General Motors - Kürzel: GM - ISIN: US3704421052

Börse: NYSE in USD / Kursstand: 2,13 $

Rückblick: Die Aktien von General Motors kamen im gestrigen Handel massiv unter Druck und beschleunigten mit einem Abwärtsgap ihre jüngste Abwärtsbewegung noch einmal Damit wurde die Unterstützung bei 2,61 $ nun mehr als deutlich nach unten durchbrochen und so ein neues Verkaufssignal generiert. Diesem stellt sich nun als nächstes erst die Unterstützung bei 1,70 $ in Form des bisherigen Bärenmarkttiefs entgegen.

Auch mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung zeichnet sich im Chart des Autobauers kein gutes Bild ab. Die Aktie bewegt sich deutlich unterhalb der beiden gleitenden Durchschnitte, womit auch von dieser Seite ein Bärenmarkt auszumachen ist. Die Käufer haben dabei zur Zeit nicht einmal die Kraft in einer ausgedehnteren Erholung zumindest die kürzeren der beiden, die exp. GDL 50 (blau) nach oben zu durchbrechen. Vielmehr wurden kurze Erholung schnell wieder für neue Verkäufe genutzt und so weiter Druck auf den Kurs ausgeübt.

Charttechnischer Ausblick: Die Aktien von General Motors sind zur Zeit relativ weit von einem „Kauf“ entfernt. Vielmehr sollten potentielle Kursgewinne zunächst für neue Verkäufe genutzt werden, denn unterhalb von 2,61 $ drohen nun weitere Kursverluste bis auf 1,70 $.

Mit einem Anstieg über 2,61 $ dreht die Aktie zwar immer noch nicht direkt in einen Käufermarkt, aber es besteht zumindest die Chance auf weitere Erholungsgewinne bis 3,11 $ bzw. 3,56 $. Erst oberhalb dieser aber würde sich auch das mittelfristige Chartbild wieder leicht verbessern.

Meldung: GM und Chrysler warnen im Fall von Insolvenz vor Katastrophenszenario

Washington (BoerseGo.de) - Die schwer angeschlagenen US-Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) und Chrysler LLC bemühen sich weiter um eine Sanierung außerhalb eines Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter 11. Demnach soll nach dem Wunsch von GM und Chrysler eine weitere Finanzhilfe der Regierung von insgesamt 21,6 Milliarden Dollar beiden Konzernen in den nächsten Monaten das Überleben sichern (BoerseGo.de hat berichtet).

Die Konzerne hätten in ihren Erhebungen zu einem möglichen Gang in die Insolvenz herausgefunden, dass eine Beantragung von Gläubigerschutz die Steuerzahler fünfmal mehr belasten würde. Die Finanzierung einer Gläubigerschutzverfahrens erfordere ein Volumen von bis zu 110 Milliarden Dollar. Im übrigen könnte ein Gläubigerschutzverfahren zur Liquidierung der Konzerne sowie zum Verlust von Millionen Arbeitsplätzen führen. Dem Chrysler-CEO Bob Nardelli zufolge führt eine Pleite nicht nur zu einer unerträglichen Belastung für die Zulieferer von Chrysler, sondern auch eine kaum zu bewältigende Situation für die Zulieferer anderer Automobilhersteller. In diesem Fall wäre ein katastrophaler Einfluss auf die gesamte Automobilbranche gegeben.

Der Präsidentensprecher Robert Gibbs ist in seiner Stellungnahme auf die Vorlage der Sanierungspläne von GM und Chrysler auf die Möglichkeit einer Gläubigerschutzbeantragung beider Konzerne nicht spezifisch eingegangen. “Ich würde keine strategischen Möglichkeiten ausschließen. Dies vor allem so lange nicht, bis in keine Details Einsicht genommen worden sind. Die Automobilhersteller repräsentieren einen großen Teil der Industrie des Landes. Eine starke und überlebensfähige Automobilbranche ist daher für die Zukunft äußerst wichtig.”, führte Gibbs vor Journalisten weiter aus.

Kursverlauf vom 16.06.2008 bis 18.02.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

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