Liebe Leser,

Begründet wurde die Terminabsage hauptursächlich mit dem Verweis auf meine Aussagen zu der „Abschaltung“ von Alex Jones bzw. Infowars.com auf den großen Social Media Plattformen (die genauen Aussagen finden Sie hier noch einmal in meinem Video dazu) sowie der Tatsache, dass „merkwürdige Verschwörungsseiten“ unsere Youtube-Videos verlinken oder teilen. Seiten, die wenige 100 Klicks haben und die mir bislang auch vollkommen unbekannt waren. Man hätte in dem Zusammenhang vor der aktuellen politischen Lage in Deutschland Sorge vor einem Shitstorm seitens der Leserschaft, der weder für die Huffington Post Deutschland, noch für mich von Vorteil wäre.

Weder teile ich diese Sorge um einen Shitstorm, noch möchte ich näher darauf eingehen, wie wenig Achtung mir die Haltung der Chefredaktion abverlangt. Im Video zu Alex Jones geht es nicht um Alex Jones, es geht nicht um die Inhalte, die Alex Jones auf Infowars und darüber hinaus auf den Social Media Kanälen verbreitet. Es geht vielmehr um die Tatsache, dass die Abschaltung durch die Interunternehmen die Grundlage für die Abschaltung weiterer „nicht konformer“ Meinungen darstellt. Ich sehe eine große Gefahr für unsere Grund- und Menschenrechte wenn Meinungen nach Gutdünken von privaten Unternehmen zensiert werden. Das ist der wichtige Punkt in dem kritisierten Video und dazu stehe ich nach wie vor.

Mir -und uns hier auf Cashkurs- geht es darum, dass wir uns zu allen Themen ein vollumfängliches Bild schaffen. Wir reden mit links, mit rechts, mit Hintz und Kuntz,… Wir wollen verstehen, wie jeder Einzelne tickt, welche Argumente er seiner Meinung zu Grunde legt. Nur so können wir doch verstehen, was einzelne Menschen antreibt und was sie dazu bewegt, auch einmal Dinge zu tun, die für uns vielleicht nicht nachvollziehbar sind. Das ist simple Recherche bzw. Journalismus.

Ähnliches wie bei der Absage der Huffington Post Deutschland erleben wir derzeit öfter bei großen „Leitmedien“, wo fest vereinbarte Interviewtermine im letzten Moment... allem Anschein nach aufgrund von Interventionen von höherer Stelle... abgesagt werden. 

Wenn ein machtkritisches Buch, dass auf Platz 2 der Spiegelbestsellerliste steht, beste Leserkritiken bekommt und gleich mehrere der aktuell brennendsten Themen aufgreift - aber von allen Leitmedien und Talkshows mutmaßlich konzertiert totgeschwiegen wird und vereinbarte Termine nach Bucherscheinen mit fadenscheinigen Gründen abgesagt werden, dann wirft das ein hässliches Schlaglicht auf den Zustand des einstigen Wächters der Demokratie… die angeblich unabhängigen Medien.

Umso mehr Respekt und Achtung gebührt jenen Journalisten und Medien, die noch den Mut und die Journalistenehre haben, sich mit solchen sauber belegten machtkritischen Themen auseinanderzusetzen und darüber neutral und abwägend zu berichten. In diesen Monaten trennt sich Spreu von Weizen.

Medien, die unter dem Deckmantel der unabhängigen Berichterstattung in Wahrheit das Geschäft mächtiger Interessensgruppen betreiben sind vergleichbar mit Milizen, die mit Rot-Kreuz-Fahrzeugen Munition und Waffen ins Kriegsgebiet fahren. Das eine ist ein Kriegsverbrechen, das andere ein Verbrechen gegen die Demokratie.

Ich hatte das Glück dieses Jahr mit Marijn Poels zusammenarbeiten zu dürfen. Marijn ist ein preisgekrönter niederländischer Dokumentarfilmer, bei dessen aktuellem Kinoprojekt „PARADOGMA“ ich als Protagonist mit dabei sein durfte. PARADOGMA ist die Fortsetzung seines Films "The Uncertainty Has Settled / Der Bauer und sein Klima". Der Film startet ab Oktober in ausgewählten europäischen Kinos.

Mit „The Uncertainty Has Settled“ hat Poels Paradigmen zum Thema Klimawandel und Energiepolitik in Frage gestellt und damit unerwartet heftige Anfeindungen ausgelöst. Von den Einen für seine Objektivität gelobt ging er den Anderen die sich eher dem Konsens verpflichtet fühlen, erheblich zu weit. Eine Erfahrung aus der sich die Kernfragen seines neuen Films PARADOGMA ergeben haben: Wie frei ist der moderne Mensch hinsichtlich des Denkens und der Sprache? Sind wir in der Lage Andersdenkenden konstruktiv zu begegnen?

Passender als in diesem Film könnte das Thema nicht aufgegriffen werden.

Am kommenden Mittwoch, den 19. September findet morgens um 10:30 Uhr eine Pressevorführung des Films im Thalia Kino in Potsdam (Potsdam, Babelsberg, Rudolf-Breitscheid-Strasse 50) statt.

Ich selbst werde auch mit vor Ort sein und ich freue mich, dass wir darauf hinweisen dürfen, dass Sie als Zuschauer bei der exklusiven Erstaufführung herzlich willkommen sind.

Wenn Sie Lust haben, uns vor Ort bei diesem wichtigen Thema mit Ihrer Anwesenheit zu unterstützen, dann schreiben Sie eine kurze Mail an Marijn Poels unter film(at)marijnpoels(dot)com und er wird Sie -solange noch Platz im Saal ist- mit auf die Gästeliste setzen.

Weiterhin freue ich mich auch sehr darüber, dass wir Marijn für ein längeres Gespräch für unseren Anlegerkongress in Schwetzingen am 27. Oktober gewinnen konnten. Wir werden auf der Bühne über seine Erfahrungen bei der Recherche und die Hintergründe zu seinem neuen Film sprechen. Es ist mir eine große Ehre Marijn mit dabei zu haben und ich freue mich schon sehr auf das Gespräch mit ihm. Denn das Thema ist WICHTIG!

Einen kleinen Einblick zum Film PARADOGMA liefert Ihnen folgender Trailer

Herzlichst,

Dirk Müller

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