Guten Morgen,

wir schieben derzeit eine ruhige Kugel auf dem Frankfurter Parkett. Der Dax ist zwischen 7000-7200 Punkten gefangen. Zu mehr reicht es aktuell nicht. Doch das ist alles andere als negativ zu sehen. Der Deutsche Aktien Index erweist sich bisher gegenüber größeren Korrekturen als robust. Die Liquidität macht es möglich. Und so verbrachten wir eine geruhsame Handelswoche mit einem Schlussstand von 7102.

In dieser Woche erwarten wir wieder eine Flut von Daten. Das sind Unternehmensergebnisse von der Deutschen Bank, Münchener Rück und Infineon. Aber auch makroökonomische Daten werden in dieser Woche den Markt beeindrucken. Zum Ende der Woche schauen wir dabei gebannt auf die Veröffentlichung der US Arbeitslosenquote (Dez. 9,4%) vom Januar. Dort liegt derzeit die Achillessehne der US Ökonomie.

Da schaut man neidisch auf Deutschland (7,2%). Überhaupt läuft in Euroland die Wirtschaft größtenteils  wie ein gut geschmierter Motor. Nur die steigenden Preise sorgen für Bedenken. Wie lange wird EZB dieser absehbaren Entwicklung tatenlos - ohne Zinserhöhungen – zuschauen? Zunächst ist zwar dahingehend nichts zu erwarten, aber die bloße Spekulationen darüber stärkten zuletzt den Euro. Denn das Kapital strömt immer in die Richtung der höchsten Renditen.  Auch die Platzierung der ersten EU Rettungsfond-Anleihen, die von Chinesen und Japanern mit offenen Armen aufgenommen werden, hilft dem Euro. Zusätzlich scheint nun auch in Berlin durchgesickert zu sein, das der Euro ohne Strukturänderungen nicht überlebensfähig ist. Frau Merkel scheint ein Strategiepapier entwickeln zu lassen, das die europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik  künftig synchronisieren soll. Ein  erster Schritt zur europäischen „Wirtschaftsregierung“? Es gibt viele Themen die in dieser Woche die Märkte beschäftigen. Aufgrund des ungewissen Ausgangs der Ergebnisse, sieht es deshalb zunächst nach einer seitwärts Bewegung im Dax aus. US Konjunkturdaten könnten den Unterschied zwischen Korrektur und Ausbruch ausmachen.

Termine: 31.01.11-04.0211

Montag: 11 Uhr EZ 1.Schätzung der Konsumentenpreise; 14:30 US persönl. Ausgaben & Einkommen; 15:45 Uhr US Chicago Einkaufsmanagerindex (64)

Dienstag: 09:45 Uhr DE Arbeitslosenstatistik 16 US ISM-Index für verarbeitendes Gewerbe (59); 23 Uhr US PKW Absatz

Mittwoch: 11 Uhr DE Produzentenpreise

Donnerstag: Q4 Deutsche Bank; 14:30 Uhr US Erstanträge auf Arbeitslosengeld (Wöchtl. erw. 420 Tsd.); 16 US ISM-Index außerhalb verarbeitendes Gewerbe (57); 16 Uhr US Auftragseingänge (-1,2%); 19 Uhr US PK Ben Bernanke (Fed)

Freitag: 14:30 Uhr Arbeitsmarktdaten für den Monat Januar

Die Aussichten zum Wochenbeginn der KW05/11

Dollar $1,36-1,38; Yen 111,5-113; Bund Future 123-124. Der DAX beginnt die Woche zwischen 7100-7250. Der Dow Jones startet die Woche 11800-12100 Punkten, der Nikkei liegt bei 10150-10400

Bullen

Auch zum Beginn dieser Handelswoche müssen wir uns darauf einstellen zunächst die Ranch zwischen 6950-7250 Punkten im Dax zu spielen. Unten kaufen, oben geben. Zum Ende der Woche

könnten den Bullen dann US Daten zu Rückenwind verhelfen. Erst über der Barriere von 7250 Punkten ist der Dax wieder mittelfristig ein Kauf. Solange eine Zinserhöhung der EZB nicht zeitnah zu erwarten ist, bleibt der Markt für Käufer interessant.

Bären

Auch die Bären können die Kursspanne im Dax erfolgreich spielen. Allerdings nähern wir uns einer Entscheidung zum Wochenende, Ausbruch oder Korrektur? Mittelfristig siegt die Liquidität über die ausstehende Korrektur.

Eine erfolgreiche Handelswoche

wünscht Ihnen

Ihr

Oliver Roth