Liebe Leserinnen und Leser,

der letzte Monat brachte die Investoren in diesem Sektor nochmals richtig unter Druck. Überraschend kommt das nicht, denn in den letzten zwanzig Jahren haben wir immer wieder solche massiven Abverkäufe mit teilweise unverständlichen Bewertungen erlebt. Der zyklische Rohstoffsektor ist geradezu prädestiniert für derartige Schwankungen.

Allerdings wird in diesen Phasen jedes Mal auch die Grundlage für eine folgende Hausse geschaffen. Allerdings muss man sehr genau auf das richtige Timing achten, denn zu viele Einflussfaktoren spielen derzeit eine Rolle, so dass man sich die Frage stellen muss, ob wir den finalen Ausverkauf mit Trendwende bereits gesehen haben oder ob der „Salami-Crash“ noch weiter anhält.

Eine Antwort werden wir erst in den kommenden Wochen abschließend erhalten, denn die globale Gemengelage bleibt nach wie vor extrem angespannt. Die negative und unruhige Stimmung bei den Edelmetallen und Minen war schon seit Monaten greifbar.

Dies gipfelte dann am 16. August in einer gefühlten Kapitulation der Marktteilnehmer, was zu teilweise starken Kurseinbrüchen auf breiter Front führte. Gold hielt sich an diesem Tag mit einem Minus von fast zwei Prozent noch am besten, die anderen Edelmetalle rutschten um vier bis fünf Prozent nach unten. Ähnlich dramatisch abwärts ging es auch bei den Basismetallen wie Kupfer oder Zink. Gleichzeitig und folgerichtig wurden auch die Goldaktien-Indizes und ETF ́s massiv abverkauft.

Der HUI flog dabei im Tief auf knapp 140 Punkte. Sehr auffällig waren insbesondere die letzten Handelsminuten im GDX und GDXJ, den beiden größten Goldminen-ETFs. Beim GDX wurden in den letzten fünf Handelsminuten über 41 Millionen Anteile umgesetzt (ca. 760 Millionen USD). Die meisten Adressen haben hier inzwischen vermutlich das Handtuch geworfen, was das desaströse Bild im Rohstoffsektor schon bald drehen könnte.

Gründe für den Abverkauf: Short-Positionen & Währungsseite

Hinzu kommt eine Reihe weiterer Entwicklungen, die eine Trendwende -im derzeit unter Anlegern wohl am meist ignorierten Sektor- unterstützen:  Nachdem der Gold-Future unter hohen Umsätzen bis auf 1.168 USD gedrückt wurde, kamen neue Käufe rein, welche das gelbe Metall dann über die Unterstützung bei 1.180 USD bis auf über 1.200 USD führten.

Hier ging den Bullen zunächst die Luft aus. Der Kampf gegen die milliardenschweren Short-Positionen der Hedge-Funds etc. ist in vollem Gange. Ob sich am Ende der jüngste Vormarsch lediglich als technische Gegenreaktion oder als echte anhaltende Erholung bzw. Bodenbildung zeigt, hängt auch mit anderen Faktoren zusammen.

Interessant ist hierbei die Währungsseite. Der Euro zog gegen den USD vom Tief deutlich nach oben. Auch der chinesische Yuan wertete plötzlich gegen den USD auf. Negativ wirkte sich ebenfalls das Sommerloch aus, was wir an den teils sehr niedrigen Umsätzen und fehlenden Nachrichten sehen.

Das war somit der „perfekte Sturm“ für einen anhaltenden Abverkauf, der sich dann Mitte August zugespitzt hat. Dabei spielte es kaum eine Rolle, welche Art von Rohstoffwerten man im Depot hatte. Selbst multimilliardenschwere Börsengesellschaften hat der Markt in dieser Woche in die Tiefe gerissen.

Fundamental betrachtet kaum zu erklären

Eigentlich sind bzw. waren die Kursentwicklungen in vielen Bereichen bereits ziemlich überverkauft. Aber wenn der komplette Markt temporär in die Knie geht und die aktuellen Abwertungen möglicherweise nur Vorboten für eine globale Krise sowie wirtschaftliche Abschwächung sind (vgl. Asienkrise, Emerging Markets), dann kann man weiteres Abwärtspotential zunächst nie ausschließen.

Fundamental machen die Kursbewegungen bei vielen Rohstoffwerten kaum noch Sinn. Vor allem, wenn man sich ansieht, wie gut die meisten Werte fundamental eigentlich dastehen und wie die Makro-Trends verlaufen. Aber in Panikphasen und einem Liquiditätscrash werden Fundamentaldaten und die Rationalität oft komplett ausgeblendet. Das ist reine Marktpsychologie.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das ein typisches „Sommergewitter“ war oder eine noch größere Krise ansteht. Bei vielen Aktien ist zudem noch keine wirkliche Bodenbildung erreicht. Daher ist es sinnvoll, erst mal einen kühlen Kopf zu bewahren und abzuwarten.

In der neuen Ausgabe von Cashkurs-Gold analysieren wir die aktuelle Situation bei den Edelmetallen und Minen eingehend und geben einen Ausblick auf die kommenden Monate. Im ausführlichen Spezialteil geht es diesmal um die Silberpreismanipulation. Mit Novo Resources stellen wir einen der Börsenlieblinge im Sektor vor. Neuartige Goldvorkommen katapultierten die Aktie Ende letzten Jahres auf fast eine Mrd. CAD Börsenwert. Sollten sich die Vorkommen wirtschaftlich bestätigen, dürfte die aktuelle Schwächephase eine interessante Einstiegschance bieten.

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