Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ein spannendes und erlebnisreiches Börsenjahrjahr ist zu Ende. Als Anleger kann man ein klares Fazit ziehen. 2017 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in welchem die Kryptowährungen den Massendurchbruch schafften. Ob wir uns dabei in einer gewaltigen Blase befinden, wird erst die Zeit zeigen. Vieles erinnert an die bekannte Tulpenblase von 1636 in den Niederlanden, als man in der Spitze für eine einzige Zwiebel Preise bis 50.000 Gulden (den Wert eines Einfamilienhauses) aufrief. Am Ende implodierten die Preise wieder und ließen viele Spekulanten mit nichts zurück. Das Thema Kryptowährungen und vor allem die zugrundeliegende Blockchaintechnologie wird uns aber sicherlich auch 2018 noch in Atem halten. Der aktuelle Hype um Bitcoin & Co. ist schon beängstigend und wird sicherlich irgendwann eine scharfe Korrektur erfahren. Spätestens dann, wenn die Anleger nicht mehr einfach alles kaufen, wo Blockchain draufsteht, sondern ernsthaft hinterfragen, ob das Geschäftsmodell auch nachhaltig und potenziell lukrativ ist, wird es zum Rückschlag kommen. Dann beginnt das große „Aussieben“ unter den Coins und Blockchainaktien. Wir wissen alle, wo das enden wird, wenn plötzlich alle den Exit suchen. Aber so war es auch im frühen Internetboom oder im Cannabishype. Erst später haben sich dann erfolgreiche Unternehmen mit solidem Geschäftsmodell und wachsenden Einnahmen herauskristallisiert.

Wir hatten in 2017 ja immer wieder auch aus diesem Sektor berichtet und in den Spezialteilen wichtige Zusammenhänge aufgezeigt, so dass Sie als Leser auch hier zumindest das notwendige Basiswissen erhalten. Die aktuelle Entwicklung, dass schon Gold verkauft wird, um etwa Bitcoins zu erwerben, ist mehr als bedenklich. Vergessen Sie nicht: Kryptowährungen oder Blockchainaktien sind gerade eine heiße Spekulation aber sicher noch keine Langfristanlage. Wer sich mit dem Thema näher auseinandersetzt, sollte nur Geld investieren, auf das im Ernstfall verzichtet werden kann.

Auch die Standardmärkte konnten 2017 wieder neue Höhen erklimmen. Die jahrelange Rallye ging weiter - Dax & Co. waren einfach nicht zu bremsen. Allerdings nehmen die Risiken zu, denn Börsen sind nun mal keine Einbahnstraßen. Wann und wie sich eine Konsolidierung abspielt, ist aktuell schwer einzuschätzen. Aber eine Gewinnsicherungsstrategie über Stop-Loss-Limite ist sicher keine schlechte Maßnahme. Massiv aufwärts ging es seit der Wahl von Donald Trump auch am US-Aktienmarkt. Noch nie in der Geschichte konnte dort im ersten Jahr eine solche Rallye nach dem Amtsantritt eines neuen Präsidenten verzeichnet werden. Allerdings könnte der Aktienmarkt auch hier schon viel vorweggenommen haben. Eine Korrektur wäre längst mehr als überfällig.

Weniger erfolgreich verlief das Jahr hingegen für Gold und Silber und die entsprechenden Minenaktien. Hier war insgesamt kein Blumentopf zu gewinnen. Wir haben die zwischenzeitlichen Erholungsphasen immer wieder für Trades genutzt, allerdings gab es keine länger Hausse-Phase, in der man einen Trend hätte spielen können. Die Musik lag einfach in anderen Sektoren. Allerdings sind wir für die Edelmetalle nach dem jüngsten Abverkauf Ende November zumindest für die ersten Monate des Jahres 2018 durchaus optimistisch. Insbesondere auch für viele der ausverkauften Gold- und Silberwerte. Sollten sich Gold und Silber über den gerade übersprungenen Widerständen behaupten können und die Anfang Dezember begonnene Stärkephase fortsetzen, dann haben wir für den Edelmetallminensektor im Dezember schon die Tiefs gesehen. Auch die Goldminen haben hier in der Vergangenheit schon öfter ein saisonales Tief ausgebildet und sind dann zumindest für einige Monate deutlich nach oben gesprungen. Es sieht auch diesmal so aus, als würden die Minen diesem Muster folgen können. Die Dezember-Erholung brachte zumindest eine Trendwende, lässt aber noch viel Luft nach oben. Wir haben in der Empfehlungsliste das Timing für die Zukäufe perfekt erwischt, so dass alle Positionen zum Jahresabschluss im Plus liegen – teilweise sogar sehr deutlich.

Gegenüber den schwachen Edelmetallen konnten immerhin einige Basismetalle und Rohstoffaktien vom aktuellen Elektrifizierungsboom profitieren und explodierten förmlich. Zu den Highflyern im Rohstoffsektor 2017 gehörten allen voran Kupfer-, Lithium- und Kobaltaktien, also Gesellschaften, welche die kritischen Elektrovehikel-Metalle fördern oder explorieren. Die jüngste Übernahme des Entwicklers Lithium X für 265 Millionen USD zeigt, dass man von Seiten der Batteriehersteller verzweifelt versucht an mehr Lithium zu kommen.

Die Nachfrage wird in den kommenden Jahren enorm weiter wachsen und damit auch die Nachfrage nach den entsprechenden Metallen. In der aktuellen Ausgabe stellen wir Ihnen mit SQM einen Lithiumgiganten aus Chile vor.

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Wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2018. Wir freuen uns auf ein weiteres interessantes, spannendes und erfolgreiches Börsenjahr!

Ihr Dirk Müller und das CKG-Team

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