Die Märkte zeigen sich weiter überraschend robust – trotz ungelöster Iran-Spannungen und einer zunehmend verzerrten Lage am Ölmarkt, bei der sich selbst die üblichen Preisrelationen zwischen WTI und Brent auflösen. Oliver Roth ordnet die aktuelle Gemengelage ein und warnt: Der Optimismus wirkt fragil, während geopolitische Risiken und politische Eingriffe jederzeit neue Bewegung bringen können.
Einkaufsmanager-Indizes und ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet – aber Christoph Leichtweis warnt davor, die umfragebasierten Daten überzubewerten. Wichtiger: Der Softwaresektor und die Magnificent Seven zeigen relative Schwäche, während Unternehmensgewinne die Bewertungen stützen – vorerst. Denn Stagflationsrisiken und der KI-Verdrängungswettbewerb machen Gewinnprognosen unsicher. Und die steigenden Renditen? Die haben weniger mit Staatsschulden zu tun als mit einer schlichten Botschaft der Märkte: Inflation kommt zurück.
Es erfolgt ein Blick in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo der Chef der Fluglinie United Airlines am Wochenende eine Prognose abgab, die die internationale Flugbranche bis ins Mark erschütterte. Was hat es hiermit auf sich? Und welche Schlüsse lassen sich aus den aktuellen Beobachtungen ziehen?
Am Dienstag zeigen sich die Börsen überraschend positiv, denn scheinbar sind die Marktteilnehmer nicht so pessimistisch, wie es angesichts des Umfeldes zu erwarten war. Sogar die Aktie von Volkswagen steigt, obwohl der Konzern einen massiven Gewinneinbruch vermelden musste. Gleichzeitig zeigen aber die Goldkäufe aus China, dass die geopolitische Stimmung angespannt bleibt. Rüdiger Born ordnet die aktuellen Nachrichten im neuen Video ein.
An den Finanzmärkten trübt sich zum Wochenstart im Angesicht des Iran-Krieges die Lage deutlich ein. Ebenso negativ zeigt sich die Konjunkturlage. Besonders in Deutschland ist die Situation kritisch und Verbände warnen davor, dass die Widerstandskraft der Wirtschaft auf den „Kipppunkt“ zusteuert. Folker Hellmeyer ordnet die Lage inklusive der Wahlergebnisse in Baden-Württemberg ein.
Aktuell rücken die Wirtschaftsdaten in den Hintergrund und die geopolitischen Nachrichten aus dem Iran stehen im Rampenlicht. Aus Sicht von Anlegern könnte es aber im aktuellen Umfeld viel relevanter sein, auf die ökonomischen Entwicklungen zu blicken, sagt Christoph Leichtweiß. Im neuen Tagesvideo zeigt er, was für Investoren jetzt wirklich wichtig ist und warum man sein Portfolio besser nicht nach der Meinung von „Militärspezialisten“ aufstellen sollte, die plötzlich wie Pilze aus dem Boden schießen.
All diejenigen, die seit dem Besuch des saudischen Königs im Moskauer Kreml in Erwartung der Verkündung einer weiteren Förderkürzung durch die OPEC auf steigende Ölpreise gesetzt haben, wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Die Internationale Energieagentur schüttet mit ihrer aktuellen Prognose noch mehr Wasser in das Wein- bzw. Ölglas der Erwartungen.