Dubai scheint im Kriegsmodus – aber vor Ort wirkt vieles (noch) erstaunlich normal. Dirk spricht mit Björn Paffrath, der aktuell mit seiner Familie in Dubai sitzt, über die Diskrepanz zwischen Medienbildern und Realität, den momentanen Schutz durch Raketenabwehr – und den Punkt, an dem es wirklich gefährlich werden könnte. Dazu der harte Blick auf Märkte: Gas schießt hoch, Europa wird zur Energie-Geisel, Edelmetalle geraten unter Liquiditätsdruck. Am Ende steht eine klare Botschaft: Ruhe bewahren, Plan abarbeiten, nicht aus Emotion handeln. Und wie immer: Das Beste hoffen!
An den Erdölmärkten lassen sich momentan einige bemerkenswerte Veränderungen beobachten. Wie angesichts der durch die G7-Staaten eingeführten Preisobergrenze für russisches Erdöl kaum anders zu erwarten, büßt der europäische Referenzwert Brent nun in einem sich intensivierenden Ausmaß an Relevanz ein. Dubai rückt jetzt aus Perspektive der asiatischen Märkte verstärkt in den Fokus. Was hat es hiermit auf sich? Und warum bleibt Japan nichts anderes übrig, als aus dem westlichen Sanktionsregime gegenüber Russland auszuscheren?
Bei der sich aktuell im Liquidationsprozess befindlichen Arabtec Holding handelt sich nicht um irgendein Unternehmen, sondern um eine der größten Baufirmen der Vereinigten Arabischen Emirate, die unter anderem das weltweit höchste Gebäude, den Burj Khalifa, mit erbaute. Die Auswirkungen auf andere Wirtschaftsbereiche des Landes dürften schon bald spürbar werden…
Unter Beachtung des Umstandes, dass die Wirtschaftsentwicklung in Dubai aufgrund der Einbindung der Häfen des Emirates in internationale Lieferketten durchaus als Frühindikator und Signalgeber für die globale Wirtschaftsentwicklung zu sehen ist, sollte man sich eventuell Sorgen machen. Denn die Hälfte aller Darlehen der hochverschuldeten Staatskonzerne wird in Kürze fällig – der IWF erhebt auch schon seine mahnende Stimme…