Sinkende Ölreserven, die anhaltende Krise rund um die Straße von Hormus und warnende Stimmen aus der Energiebranche sorgen für zunehmende Nervosität. Laut ExxonMobil könnten die kommenden Wochen entscheidend für die Entwicklung der globalen Energiemärkte werden.
Die Blockade der Straße von Hormus dauert an, globale Ölreserven schmelzen in Rekordgeschwindigkeit und die Internationale Energieagentur warnt vor dem größten Angebotsschock der Geschichte. Während Russland profitiert, wächst im Westen die Sorge vor Versorgungsengpässen und steigenden Energiepreisen.
Die Sorgen an den globalen Energiemärkten nehmen dramatisch zu. Während die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleibt, warnen große Energiekonzerne, Analysten und Banken inzwischen offen vor einer historischen Versorgungskrise. Drohen Ölknappheit, Rationierungen und neue Schocks für die Weltwirtschaft?
Indien versucht mit einem ungewöhnlichen Eingriff den Druck auf die Rupie zu bremsen, während die Schäden an der Energieinfrastruktur in der Golf-Region immer größer werden. Die Lage rund um die Straße von Hormus bleibt fragil – und die negativen Folgen für Öl-, Gas- und Währungsmärkte dürften weiter zunehmen.
Am letzten Mittwoch noch schaffte der DAX den größten Punktgewinn seiner Geschichte: 1.159 Zähler. Klingt gewaltig – ist es aber nur bedingt. Denn 1.000 Punkte wiegen heute deutlich weniger als früher. Am Ende waren es „nur“ fünf Prozent. Doch der Börsenhandel ist nervöser und schneller geworden. Ein Tweet, ein Gerücht oder ein halbherziger Waffenstillstand – und alles gerät durcheinander. Kein Wunder bei so viel Kriegsangst. Nur Rüstungsaktien und der Ölpreis leiden unter Friedenspanik und sind dann so entspannt wie Vegetarier auf einem Grillfest.
Na? War Ihr Ostern auch so verdorben? Dann waren Sie vermutlich tanken. Der lieben Verwandtschaft den Besuch aus Benzinkostengründen abzusagen, wäre am Ende vermutlich teurer geworden – emotional wie finanziell. Wobei… vielleicht hat Sie auch einfach die nackte Angst an die Zapfsäule getrieben: die diffuse Sorge, Benzin könnte bald rationiert werden und man steht da wie bestellt und nicht abgeholt – nur ohne Sprit. Nichts ist mehr unmöglich in diesem Land, in dem wir so gut und gerne leben. Oder gelebt haben. Man weiß es nicht mehr so genau.
Steigende Ölpreise trotz Rekordförderung: Die USA sind weit stärker von globalen Energiemärkten abhängig, als es die Politik vermittelt. Lieferkettenprobleme, geopolitische Spannungen und strukturelle Schwächen im Raffineriesektor treiben die Spritpreise auch jenseits dse Atlantiks weiter nach oben – und zeigen, wie verwundbar selbst der größte Ölförderstaat der Welt ist und bleibt.
Es erfolgt ein Blick in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo der Chef der Fluglinie United Airlines am Wochenende eine Prognose abgab, die die internationale Flugbranche bis ins Mark erschütterte. Was hat es hiermit auf sich? Und welche Schlüsse lassen sich aus den aktuellen Beobachtungen ziehen?
Mit seinem Angriff auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Büchse der Pandora an den Energiemärkten geöffnet. Nun steigen überall die Preise und die Maßnahmen der Vereinigten Staaten scheinen zu versagen. Roman Baudzus analysiert die aktuelle Lage.
Die Situation in der Golf-Region eskaliert immer weiter. Roman Baudzus analysiert die Folgen der immer intensiveren Militärschläge und warum die USA in diesem Konflikt zunehmend auf tönernen Füßen stehen.
Der Irankrieg hält die Märkte im verhaltenen Krisenmodus: Aktien unter Druck, Inflation auf dem Vormarsch, das US-BIP um 50 Prozent auf 0,7 Prozent nach unten revidiert. Gleichzeitig warnt die IGBCE vor einem Kahlschlag in der chemischen Grundstoffindustrie – mit drohender Deindustrialisierung und dem Verlust ganzer Industriecluster. Hellmeyers Kommentar: Nicht mehr Staat, sondern konkurrenzfähige Energiepreise und weniger Bürokratie sind die Antwort. Und: Wo findet Zukunft bei der Atomkraft messbar statt?
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran spitzt sich weiter zu. Mit der Blockade der Straße von Hormus, steigenden Energiepreisen und zunehmenden geopolitischen Spannungen wächst die Sorge vor einer globalen Eskalation. Eine Analyse der strategischen Entwicklungen – vom Persischen Golf bis zur koreanischen Halbinsel – die zeigt, welche Risiken sich daraus für Wirtschaft, Energieversorgung und internationale Machtverhältnisse ergeben.
Der Iran-Krieg geht in seinen elften Tag – und die Lage wird zunehmend unübersichtlicher. Während Raketenangriffe anhalten und die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleibt, bringen steigende Energiepreise die Weltwirtschaft unter Druck. Gleichzeitig mehren sich Anzeichen, dass Washington seine ursprünglichen Kriegsziele verfehlt und geopolitisch an Vertrauen verliert.
Im Iran ist die Hölle los. Raketen, Drohnen und wankende Börsen. Durch die Straße von Hormus fließen normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls. Jetzt nicht mehr. Auch kein Gas. Ein kleines Nadelöhr mit globaler Wirkung. Wenn dort etwas stockt, bekommt die Weltwirtschaft einen epileptischen Anfall. Die meisten Menschen merken davon erst etwas, wenn es teurer wird. Wirtschaft und Preise gelten schließlich als esoterische Disziplinen.
Herzlichen Glückwunsch. Sie haben geklickt. Das ist schon einmal der wichtigste Teil modernen Journalismus. Irgendwo zwischen Schlagzeile, Scrollbewegung und leichtem Stirnrunzeln haben Sie entschieden: Das lese ich jetzt. Gratulation. Genau so funktioniert das Spiel. Die Überschrift hat Sie also gepackt, der Algorithmus nickt zufrieden, und ich darf jetzt ein paar Absätze lang so tun, als wüsste ich, worum es geht. Ob man das ernst nehmen muss? Nicht unbedingt. Oder vielleicht gerade doch...
Die Sorge um eine Blase, die durch den KI-Hype entstanden ist, ist groß. Ein mögliches Platzen dieser aufgeblähten Spekulationsfantasien ist auf jeden Fall realistisch. Dennoch folgt im Anschluss an jeden Crash bei bahnbrechenden Technologien die Phase der tatsächlichen Effizienzgewinne – auch bei KI könnte das so sein. Was dahintersteckt und was der Weltraum mit diesem ganzen Thema zu tun hat, erklärt Roman Baudzus in seiner neuen Analyse.
Der Wirtschaftsstandort Deutschland befindet sich im freien Fall, so zumindest eine aktuelle Aussage des BDI-Präsidenten Leibinger. Eine recht späte Erkenntnis, konstatiert Folker Hellmeyer, und zeichnet im neuen Beitrag ein genaueres Bild von der Krise und ihren Ursachen. Außerdem gibt es wie gewohnt alle wichtigen Nachrichten zu den Börsen.
Norwegen und Schweden verlieren die Geduld! Extrem volatile Preise, steigende Exportlast und deutsche Energiepolitik treiben den Norden an die Grenze der Belastbarkeit. Wenn Skandinavien seine Stromexporte einschränkt, drohen Mitteleuropa einschneidende Folgen – besonders in der Dunkelflaute.
Das Politikversagen in Deutschland und innerhalb der EU macht die Situation, insbesondere für die Unternehmen, immer prekärer und skurriler. Neue Nachrichten zur Versorgungs- und Energiesicherheit sieht Folker Hellmeyer als klare Kampfansage an den Wirtschaftsstandort. Außerdem steht Deutschland als Steuerstandort, der immer weiter abgehängt wird und die aktuell Einzug haltende Risikoaversion an den Aktienmärkten im Fokus.
Das billigste Auto ist bekanntlich das, welches man nicht kauft. Auch beim Strom sollte ein sinkender Verbrauch zu Ersparnissen führen. Die aktuelle Entwicklung deutet jedoch auf höhere Preise bei zunehmenden Risiken für die Versorgung hin. Eine unattraktive Mischung.
Der militärische Konflikt zwischen Israel und dem Iran erreicht eine neue Eskalationsstufe – mit dramatischen Folgen für die Energieversorgung in der gesamten Region. Raffinerien brennen, Exporte stoppen, Nachbarstaaten wie Ägypten und Jordanien geraten unter Druck. Droht ein Flächenbrand mit Energie-Blackouts?
Trumps neue Zollpolitik sorgt für erhöhte Risikoaversion an den Märkten. Doch die eigentliche Problemlage liegt woanders: Während andere Länder erste Maßnahmen diskutieren, bleibt die EU Reformantworten schuldig – zum eigenen Nachteil.
Inzwischen mehren sich die mahnenden Stimmen, die vor den mit extrem hohen Energie- und Strompreisen auf dem europäischen Kontinent einhergehenden Konsequenzen, Gefahren und Risiken warnen. Unmut wird zudem aus vielen Industriebranchen laut, die gewiss mit ein wenig Neid in andere Weltregionen wie die Vereinigten Staaten, den Mittleren Osten oder auch nach Asien blicken, wo die Energiepreise teils erheblich günstiger sind. Selbstverständlich droht der europäische Kontinent hierüber verstärkt an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Schlimmeres könnte gar bevorstehen, falls sich der Winter dieses Jahr als kalt erweisen sollte.
Die Eurozone verliert weiterhin an Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem globalen Süden und den USA, wo durch Steuersenkungen, Deregulierung und aktive Energiepolitik das Leistungsprofil gestärkt wird. Fakt ist: „Die Welt läuft ex Eurozone, insbesondere ex Deutschland und Frankreich laut dem von JP Morgan ermittelten Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes besser.“ Dennoch zeigen die Aktienmärkte eine freundliche Tendenz: Der DAX erreichte ein neues Allzeithoch mit knapp 19.934 Punkten, und auch der S&P 500 sowie der US Tech 100 markierten Rekordwerte. Doch wie geht es nach der Weihnachtssaison weiter? „Die wesentlichste Frage wurde nicht gestellt.“
Die Exporterwartungen der Industrieunternehmen haben sich trotz der drohenden hohen Zölle leicht aufgehellt. Die Wirtschaft rechnet mit negativen Folgen für Deutschland durch die von Trump angekündigten Zölle für Waren aus Kanada und Mexiko - und die Zölle für Europa kommen noch on top! Nachdem die Ukraine den Gas-Durchleistungsvertrag Ende 2024 trotz der Bereitschaft Russlands, weiter zu liefern, auslaufen lässt, geht Gazprom davon aus, dass es 2025 keine günstige Pipeline-Gasversorgung für Europa gibt. Mit dieser Entscheidung der Ukraine, die von Europa massiv alimentiert wird, verdunkeln sich die Aussichten für Gesamteuropa. Das Chancenprofil Europas erodiert. Vielen Dank für Nichts!
Aufgrund (zu) hoher Energiekosten liebäugeln immer mehr deutsche Unternehmen damit, ihre Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern. Besonders die USA gelten als potenzieller Gewinner dieser Entwicklung – vor allem unter der Präsidentschaft von Donald Trump, der mit einer energiepolitischen Wende das Land unabhängiger machen will. Doch auch in den USA gibt es Unterschiede: Kalifornien verschärft seine Umweltauflagen, was die lokale Erdöl- und Raffinerieindustrie stark belastet. Für deutsche Unternehmen, die einen Standortwechsel in Erwägung ziehen, könnte sich der Blick auf die politischen Gegebenheiten in den einzelnen US-Bundesstaaten als entscheidend erweisen. Zugleich steht hierzulande der nächste Kampf mit steigenden Gaspreisen und eine unsichere Energiezukunft bevor.
Zum Jahreswechsel könnte sich die Energieversorgungslage in Europa weiter verschärfen. Denn die Kiewer Regierung hat bekanntgegeben, ihren Energiedurchleitungsvertrag mit der Russischen Föderation nicht ein weiteres Mal verlängern zu wollen. Droht ein eisiger Winter für Europa?
Die Finanzmärkte reagieren auf geopolitische Spannungen, insbesondere den Nahost-Konflikt, unterschiedlich – während europäische Aktienmärkte unter Druck stehen, zeigen sich fernöstliche Märkte widerstandsfähig. Der USD bleibt als "Safe Haven" gefragt, während Gold und Silber weiterhin nachgefragt werden. Die Internationale Energieagentur warnt vor einer möglichen Gefährdung der Gasversorgung im Winter, insbesondere in Europa. Zudem könnte das massive Defizit im US-Haushaltsjahr 2023/2024 die wirtschaftliche Stabilität der USA weiter untergraben. "Ohne Energie geht nichts, gar nichts!"
Nicht nur die Art der Stromerzeugung in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten signifikant verändert. Eindrucksvoll ist auch der strukturelle Rückgang der Erzeugung, der nicht so recht zum oft gehörten Wunsch nach einer umfassenden Elektrifizierung passt.
Der Tech-Sektor steht unter Druck, der US 100 Tech verlor 2,91%, der S&P 500 sank um 1,40%. Verschärfte US-Sanktionspolitiken verringern das Geschäftspotential der US-Tech-Konzerne und könnten langfristig kontraproduktiv sein. Der Mittelstand in Deutschland erwartet laut einer KfW-Umfrage erhebliche Kostensteigerungen. Rund 80% der Unternehmen befürchten höhere Kosten für Energie, Materialien und Löhne. Als Reaktion haben 39% der Unternehmen ihre Preise um durchschnittlich 11% erhöht. Der Dow Jones zeigt Resilienz dank positiver US-Wirtschaftsdaten und erwarteter Zinssenkungen.
In den heutigen Ausführungen erfolgt ein Blick in die Vereinigten Staaten, wo sich die politischen Anstrengungen hinsichtlich der Verhängung eines Importbanns für angereichertes Uran aus der Russischen Föderation intensivieren. Woher das in einem solchen Fall alsbald ausfallende Material anderweitig bezogen werden soll, steht bislang in den Sternen. Ferner beginnt sich eine Wiederbelebung der amerikanischen Atomindustrie abzuzeichnen, in deren Zuge die heimische Uran-Nachfrage nochmals deutlich zulegen würde.
Der EUR eröffnet gegenüber dem USD bei 1,0715 (05:24 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,0675 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 159,33. In der Folge notiert EUR-JPY bei 170.70. EUR-CHF oszilliert bei 0,9785.
Die Internationalen Finanzmärkte zeigen sich weiter in zumeist freundlicher Verfassung. Gestern wirkte sich die deutlich nach unten angepasste Inflationsprognose der EZB per 2024 für die westlichen Märkte unterstützend aus. Der Bundesrechnungshof macht die Regierung wegen ihrer Energiepolitik für eine Gefährdung der Stromversorgung verantwortlich und attestiert ihr, die Auswirkungen auf Landschaft, Natur und Umwelt nicht umfassend bewerten zu können. Die EZB ließ verlautbaren, dass man begonnen habe, über ein Zurückfahren des restriktiven Kurses zu diskutieren. Eine Frage ist, ob der wirtschaftliche Stress bei mildem Inflationsdruck durch EZB-Politik noch verschärft werden soll?
Es erfolgt ein Blick an die amerikanischen Energie- und Strommärkte. Wer ein wenig in diese Materie eintaucht, nimmt wahr, dass sich die Dinge und die sich mehrenden Warnungen gar nicht so sehr von der auf dem europäischen Kontinent vorherrschenden Lage unterscheiden. Woran liegt das? Und vor welchen Entwicklungen warnen selbst heimische Regulierer und Stromnetzkontrolleure?
Neulich habe ich gelernt, dass wir den wärmsten November seit 150.000 Jahren durchleiden. Und nun: Winter im Winter! Vielleicht aber ist es auch nur der wärmste Schnee, in dem wir feststecken. Wegen erster Minusgrade wurde sogar vor Lebensgefahr gewarnt wie auch vor ein paar Tagen vor klirrender Kälte bei drei Grad. Aus Angst hatte ich mich an der Heizung festgehalten und stellte dann erschrocken fest: Sie war warm! Was das kostet!
Die Energiepreise in den Vereinigten Staaten mögen im Vergleich zu Europa zwar deutlich geringer sein. Das ändert allerdings nichts daran, dass Analysten vor zukünftigen Engpässen und Knappheiten warnen. Das Resultat der Regierungspolitik reicht von Stromrationierungen bis hin zu temporären Abschaltungen. Nicht nur für private Verbraucher ein Problem…
Am 26. März scheiterte der Klima-Volksentscheid trotz massiver Werbekampagnen der Grünen in Berlin. Doch was bedeutet eigentlich "klimaneutral" und was wird bei all den Forderungen nach mehr Solar- und Windenergie gerne verschwiegen? – Ein Gastbeitrag von Marc Friedrich.
Die hiesige Energiepolitik führt uns dank selbst verursachter Versorgungsprobleme rasch in Richtung Schwellenland. Während der Füllstand der Gasspeicher in Berlin mittlerweile Götzenstatus erreicht hat, kann Onkel Sam seine Ölreserve offenbar nicht schnell genug loswerden.
An den Finanzmärkten zeigen sich heterogene Entwicklungen. Das Thema Öffnung der chinesischen Wirtschaft ist fraglos ein wesentlicher Katalysator. Die Absatzbewegung aus dem westlichen Organigramm gewinnt an Fahrt. Laut Internationaler Energieagentur IEA könnte 2023 ein Jahr werden, in dem die Märkte enger werden. Die Erhöhung der gestern erreichten staatlichen US-Schuldengrenze könnte problematischer als in der Vergangenheit werden und Folgen für den Ukraine-Konflikt mit sich bringen. Auch unter US-Konsumenten herrscht Stress.
Und wie klappt es mit den neuen Vorsätzen im neuen Jahr? Eine kleine Diät? Ein paar Klimmzüge mehr für die Muckis? Endlich den Sparplan gestartet? Die Börsen üben gerade das Gegenteil vom Abnehmen. Diese präsentieren sich so prall, als ob es keinerlei Probleme mehr gäbe. Nach einem DAX-Plus von über 1.000 Punkten oder 8,4 Prozent in nur zwei Wochen staunen selbst die Fachleute über das Kursfeuerwerk an der Börse. Was ist da los? Der Teufel? Oder alles, was nicht niet- und nagelfest ist?
Im heutigen Bericht wird ein Blick auf aktuelle Entwicklungen an den internationalen Energiemärkten geworfen. Der Erdgassektor steht nach der erfolgten Verabschiedung eines Gaspreisdeckels in der Europäischen Union hierbei im Zentrum der Betrachtungen. Wie sieht es darüber hinaus gerade in Großbritannien und in Australien aus?
Neben Erdöl und Erdgas handelt es sich auch im Fall von Kohle um einen fossilen Brennstoff, auf den der politische Zeitgeist und Klimaaktivisten lieber gestern als morgen verzichtet hätten. Doch lassen die realen Begebenheiten einen Verzicht auf diesen Brennstoff in absehbarer Zeit überhaupt zu? Eine neue Rekordnachfrage im laufenden Jahr und explodierende Preise geben ausreichend Spielraum für andere Rückschlüsse.
Kurz vor dem Fest gab es an der Börse noch ordentlich mit der Rute auf den Hintern. Die Rauschgoldengel der Zentralbanken fuchteln plötzlich wieder mit dem Zinsschwert herum wie Metzger vor dem Gänsestall. Dabei stand doch auf dem Wunschzettel der Börsianer, man möge mit den Zinserhöhungen aufhören. Denkste!
Derzeit läuft in der Republik die große Deckelsuche. Ein Preisdeckel hier, ein Preisdeckel dort und schon klappt es mit der Mangelwirtschaft. Unterdessen steigt der für die Freunde der Elektromobilität so wichtige Lithiumpreis ebenso ungedeckelt wie rasant.
Der Finanzmarkt reagierte negativ, aber zunächst mit überschaubaren Verlusten auf die gestrigen Ausführungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell, auch wenn das Zinserhöhungstempo wie erwartet verringert wurde. Kanzler Scholz führte gestern aus, dass Purin sich vollständig verrechnet hätte – Folker Hellmeyer verweist auf die Irrtümer und mehr als ernüchternden Ergebnisse auf westlicher Seite. Den Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft und des ifo-Instituts ist leider beizupflichten.
… Sorge des Lebens verhallt… Freue Dich, das Christkind kommt bald. Oder auch nicht. Aber erst noch kommen Wham! und ein paarmal „Last Christmas“. Und dann noch die Verwandtschaft. Bruder Jakob dreht seit Tagen schon magenleerende Runden in seiner Pyramide, der Ärmste. Keks? So oder so ähnlich ist es derzeit an der Börse.
Die kurze Phase der Euphorie bei den Wächtern der deutschen Gasversorgung ist dahin. So erfreut sich viele über einen gesunkenen Verbrauch im Sommer zeigten, so überrascht stehen sie nun vor dem rasch steigenden Verbrauch im beginnenden Winter.