Es erfolgt ein Blick in die Eurozone, in der sich das wirtschaftliche Umfeld zusehends verschlechtert. Hierauf geben auch die für den Monat August publizierten Handelsdaten einen Hinweis. So standen im Berichtszeitraum unter dem Strich ein Defizit und gleichzeitig auch das zweitschlechteste Außenhandelsergebnis seit Anfang des Jahres 2023. Was hat es hiermit auf sich?
Es erfolgt ein Blick auf die privaten Häuser- und Immobilienmärkte in der Europäischen Union und der Eurozone. Welche Dinge lassen sich zurzeit an den einzelnen Märkten der Mitgliedsstaaten beobachten? Welche Parallelen lassen sich zu den Vereinigten Staaten ziehen? Und welche Schlüsse lassen sich hieraus ziehen?
Frankreich will Soldaten, Radarsysteme und weitere Verteidigungstechnik nach Saudi-Arabien entsenden. Gleichzeitig gerät mit der saudischen Ost-West-Pipeline eine zentrale Ausweichroute für Öltransporte ins Visier von Drohnenangriffen – während Europa unter Rekordpreisen und ersten Engpässen bei Diesel leidet. Erfahren Sie die wirtschaftlichen und geopolitischen Zusammenhänge hinter Macrons überraschendem Schritt.
Die Dieselpreise in den USA schießen nach oben – und ausgerechnet der weltgrößte Erdölexporteur diskutiert nun über einen Exportstopp. Während amerikanische Dieselausfuhren Rekordniveaus erreichen, wachsen im Inland der politische Druck und die Inflationssorgen. Sollte nach Russland auch noch die USA als Lieferant ausfallen, könnte sich die weltweite Diesel-Knappheit vor dem Winter erheblich verschärfen.
Die Risiken an den Finanzmärkten wachsen weiter: Renditeanstiege, Energiekrise und selbst im boomenden KI-Segment zeigen sich zunehmend Risse. Folker Hellmeyer ist zurück und wirft einen Blick auf die aktuelle Situation an den Märkten und auf die Gründe dafür, warum sich die Büchse der Pandora täglich ein bisschen weiter öffnet.
Europas Aktien müssen den Vergleich mit der Wall Street nicht scheuen – trotz der strukturellen Probleme am Standort. Gleichzeitig meldet sich Bitcoin eindrucksvoll zurück. Robert Halver über Europas Börsenchancen, die Renaissance der Kryptowährungen und warum höhere Schwankungen für Anleger kein Grund zur Sorge sein müssen.
Während hierzulande beim Thema Energieversorgung mit teils realitätsfernen Vorstellungen um Deutungshoheit gerungen wird, zeigt der „Statistical Review of World Energy“ die Fakten. Und diese haben mit den naiven Wunschwelten mancher selbsternannter Experten wenig gemein.
Die westlichen Industrienationen wollen plötzlich unabhängiger von China werden. Vor allem bei seltenen Erden und Hochleistungsmagneten – also bei jenen Rohstoffen, ohne die weder Elektroautos noch Windräder, Solaranlagen, Batteriespeicher oder moderne Waffensysteme funktionieren. Die G7 hat dazu jüngst erst einmal eine Absichtserklärung veröffentlicht. Man muss ja was tun für die Öffentlichkeit. So eine Erklärung ist erstmal folgenlos. Wollen kann man viel. Der Rest der Welt dürfte das mit einer gewissen Belustigung verfolgen.
Beim Staatsbesuch von Donald Trump bei Xi Jinping trafen sich zwei, die sich als Systemrivalen sicher nicht mögen, aber realpolitisch gezwungen sind, sich miteinander zu arrangieren. Denn während die USA nicht mehr universelle Allmacht sind, ist Chinas Weg zur globalen Spitze auch keine barrierefreie Einbahnstraße. Über die Zusammenarbeit der beiden Kontrahenten droht Europa wie eine Zitrone ausgepresst zu werden, wenn es sich nicht endlich nach vorne bewegt.
TSMC überrascht mit einer massiven Investitionsoffensive – ein Turbo für den gesamten Chip-Sektor und damit ein starkes Signal für ASML & Co. Gleichzeitig spitzt sich die geopolitische Lage weiter zu: Iran, Grönland und ein zunehmend brüchiges internationales Regelwerk sorgen für Nervosität, während die Märkte zwischen Risiko und Rally pendeln. Dazu erklärt Dirk sein Money-Management an konkreten Trades (Adobe, Microsoft, ASML) und gibt einen Ausblick auf den heutigen Live-Call mit Dr. Eike Wenzel zum Megatrend Stromnetzausbau und Rohstoffen.
Seit Frühjahr bewegt sich die Inflation in der Eurozone eng um den Zielwert der EZB von zwei Prozent. Daher belässt sie ihren Einlagenzins ebenso unspektakulär bei zwei Prozent. Mit Blick auf die wenig dynamischen Wachstumsaussichten der Eurozone, speziell in Deutschland, und den starken Euro muss beim Zinssenkungszyklus theoretisch noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Für Zinserhöhungen spricht dagegen praktisch nichts.
Zum letzten Mal blickt Folker Hellmeyer in diesem Jahr auf Politik und Märkte. Dabei zeigt sich eine Entspannung an den Börsen und zum Teil auch in der EU. Beim Thema des eingefrorenen russischen Vermögens hat der Staatenbund den am wenigsten schädlichen Weg gewählt, doch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen droht deshalb nun mit einem „Endlos-Gipfel“. Was es damit auf sich hat und was die Politik für ein besseres Jahr 2026 bräuchte, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Während sich die Märkte weiter im leichten Vorsichtsmodus befinden, spielt die EU mit international rechtsstaatlichen Normen bei der Überlegung, russische Zentralbankgelder für die Ukraine zu verwenden. Folker Hellmeyer wirft einen Blick auf die Fakten und stellt sich die Frage, wie lange das noch gutgehen kann. Eine genaue Analyse gibt es zudem zum Euro, der seine Stärke überraschenderweise weiter gegenüber dem USD behaupten kann.
Das sogenannte Verbrenner-Verbot bzw. dessen vermeintliche Abschaffung sollte eigentlich ein Hoffnungsschimmer für die deutschen Automobilkonzerne sein. Doch da es sich lediglich um eine überschaubare Anpassung der bestehenden Vorgaben handelt und die Probleme der hiesigen Unternehmen deutlich breiter und tiefer angelegt sind, ist für die heimischen Standorte kein Jubel angebracht.
„Kevin allein zu Haus“ war eine fiktive Komödie, „Die EU allein auf der Weltbühne“ entwickelt sich in Richtung realer Tragödie, wie Folker Hellmeyer feststellt. Im neuen Report zeigt er, warum sich Europa gerade geopolitisch immer weiter isoliert, und das trotz einer ausgemachten Wirtschaftskrise in Deutschland, die sich unter anderem in den geringen Unternehmensinvestitionen widerspiegelt. Zudem gibt es wie gewohnt alles Wichtige zu den Märkten, die am Donnerstag auf die Zinsentscheidung der Fed reagieren.
Die Vorweihnachtszeit ist das Warten auf die frohe Botschaft. Im übertragenen Sinne warten wir auch schon lange auf die freudige Botschaft, dass die Politik uns von vielen Problemen erlöst. Nur abwarten macht aber nicht glücklich. Wo es geht, sollten wir uns selbst kümmern, uns selbst erlösen.
Die Probleme in Europa sind groß, denn Frankreich steckt in einer Krise, die so groß ist wie nie zuvor, und bedroht damit die gesamte Eurozone. Gleichzeitig sieht es in Deutschland mit Blick auf rekordhohe Abgabenquoten und schlechte Wirtschaftsdaten nicht viel besser aus. Folker Hellmeyer wirft in diesem Beitrag einen Blick auf die beiden Sorgenkinder der EU und zeigt auf, was im wahrscheinlich schicksalsträchtigen Jahr 2026 passieren muss.
Aktien aus Europa und Deutschland scheinen vermeintlich weniger bedeutend gegenüber denen Amerikas zu sein, die über Glamour-Faktoren wie High-Tech verfügen. Doch obwohl unsere politischen Eliten Reformen schleifen lassen, hat auch Aktien-Europa gute Kurschancen. Unter anderem profitieren exportorientierte Titel neben ihren unbestrittenen Fundamentalqualitäten von der weltwirtschaftlichen Stabilisierung. Zudem entkommen sie wie Fluchttiere den Niederungen europäischer Politik.
Während viele bereits dem aktuellen Ausmaß der EU und ihrer Behörden nicht mehr folgen können, besteht in vielen Ländern weiterhin die Hoffnung auf einen Beitritt zur Union. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Situation in diesen Regionen und dem Anteil der Bevölkerung, die sich einen Beitritt wünscht.
Hauptberufliche Katastrophen-Warner arbeiten sich über die Jahrzehnte an vielen Themen ab. Zu warm, zu kalt, zu nass, zu trocken, zu wenig Öl, zu viele Leute. Nicht nur bei letztgenanntem Thema liegt das gesellschaftliche Problem nicht da, wo es vermutet wird.
In Europa, dem Kontinent der großen Visionen und der noch größeren Regulierungen, blickt mancher zunehmend fassungslos auf die steigenden Investitionen der amerikanischen Tech-Riesen. Allein im Bereich der KI steigen die jährlichen Werte deutlich über den Wert des gesamten Börsenwertes von SAP.
Diesen Freitag kommt es - wahrscheinlich nicht zufällig ausgerechnet in Alaska - zu einem bemerkenswerten Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, dessen Intention weit über ein mögliches Friedensabkommen im Ukrainekrieg hinausgehen mag. Denn hinter den Kulissen verlagern sich geopolitische Prioritäten, wirtschaftliche Interessen rücken in den Vordergrund und Chancen für pragmatische Lösungen wachsen. Europa bleibt hierbei außen vor, was auf den zweiten Blick jedoch vielleicht die größte historische Chance seit Jahrzehnten darstellt, um eine eigene sicherheitspolitische Stärke zu entwickeln - und vor allem die Möglichket eröffnet, dass die Kriegsgefahr in Europa weit geringer ist, als vielerseits befürchtet.
Die globale Handelsarchitektur erlebt nach der im Januar in den USA erfolgten Amtsübernahme durch die zweite Trump-Administration ihre schwersten Erschütterungen seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Allerorts wächst die Unsicherheit. Indien rückt nun verstärkt ins Visier der USA. Welche Rückschlüsse lassen sich aus dieser Entwicklung ziehen?
Das angedachte Handelsabkommen zwischen den USA und der EU bringt erhebliche Vorteile für die USA, insbesondere in den Bereichen Rüstung und Energie. So hat sich die EU verpflichtet, amerikanisches Militärgerät „in riesigen Mengen“ zu kaufen, was sich als schwerer Schlag für europäische Rüstungsfantasien entpuppen dürfte.
Viel ist derzeit von einer vermeintlichen Renaissance Europas an den weltweiten Kapitalmärkten die Rede. Diese Vermutung basiert bisher jedoch lediglich auf einer Mischung aus Verzweiflung und einer eher zufälligen Stichtags-Betrachtung.
Die Märkte zeigen sich stabil, doch unter der Oberfläche brodelt es: Europas Anleihen gelten plötzlich als sicherer Hafen, während die Schuldenpolitik der USA und Trumps waghalsiger Haushalt das Vertrauen in US-Staatsanleihen ins Wanken bringen. Was das für Anleger bedeutet – und warum ausgerechnet Donald Trump unfreiwillig zum Europa-Turbo wird erfahren Sie in diesem Video!
Der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und China erreicht neue Dimensionen: Washington fordert Drittländer auf, China zu isolieren – Peking kontert mit Sanktionen gegen Boeing. Nvidia warnt vor Milliardenschäden. Trotz positiver Konjunkturdaten bleibt die Marktstimmung angespannt. Ein differenzierter Blick auf Handels- und Dienstleistungsbilanzen zeigt: Die EU hat in den Verhandlungen mehr Spielraum, als oft behauptet.
Große Reden drehten sich in den letzten Wochen um die Frage, in welcher Region das Anlegerkapital besser aufgehoben ist. Dabei zeigen sich oftmals Vereinfachungen, die über das gesunde Maß hinausgehen.
Syrien erlebt nach Jahren des Bürgerkriegs eine geopolitische Neuausrichtung: Radikale Kräfte übernehmen die Macht, Katar liefert Erdgas – und die USA stimmen zu. Was wie ein Konflikt um Religion und Freiheit erschien, entpuppt sich zunehmend als knallhartes Ringen um Rohstoffe, Märkte und Macht.
Wenn ich höre, wie Trump und seine Jünger mit ihrem eigenen Land umgehen, kommt mir der Refrain eines Hits von David Bowie in den Sinn: „This is not America“. Aber es ist nun mal, wie es ist. Jetzt darf sich Europa bloß nicht nur mit den Risiken von Trump II beschäftigen oder auf baldige Altersmilde hoffen, sondern muss das „neue“ Amerika als Chance für neue eigene Stärke nutzen.
Während die USA mit Investitionen, Zollpolitik und Standortvorteilen punkten, bleibt Europa in der Ideologiefalle stecken. Deutschland glänzt mit Patenten – doch der wirtschaftliche Nutzen`droht weiter zu verpuffen. Ein klarer Standortvorteil entsteht dort, wo Politik auf Pragmatismus statt Ideologie setzt - Was sagt uns das, Berlin?
Dr. Wolfgang Bittner analysiert in seinem Gastbeitrag die zunehmende Militarisierung Deutschlands und die NATO-Strategie, die das Land zur logistischen Drehscheibe macht. Während Russland immer wieder betont, keinen Angriff auf Europa zu planen, wird der Bevölkerung eine „russische Bedrohung“ suggeriert – mit drastischen finanziellen und gesellschaftlichen Folgen. Gleichzeitig will Trump auf Verständigung setzen, während die EU unbeirrt den Konfrontationskurs fortführt. Steuern wir sehenden Auges in eine Katastrophe?
Der Zeitgeist bekommt Zuwachs. Sich über die USA aufzuregen, gehört seit dem Eklat im Oval Office zum guten Ton. How dare you! Denn sie wissen nicht, was sie tun? Wahrscheinlich wissen sie mehr, als wir ahnen. Plötzlich dämmert es manchen Politikern, dass der Begriff „Zeitenwende“ mehr als nur eine Floskel im Wahlkampf ist.
Ein politisches Erdbeben erschüttert die transatlantischen Beziehungen: Im Weißen Haus kommt es zum offenen Eklat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten – mit unabsehbaren Folgen für Europa. Während die USA ihren Kurs radikal ändern, hält die EU an alten Mustern fest. Die Märkte reagieren heftig: US-Tech-Werte stürzen ab, europäische Aktien stabilisieren sich nur mühsam. Bitcoin erlebt nach Trumps Krypto-Statement einen spektakulären Rebound. Doch die eigentliche Frage ist: Wo steht Europa in dieser neuen Weltordnung?
Krieg in der Ukraine, hohe Energiepreise, überreguliert und rückständig: Diese Gründe wurden angeführt, um die extrem schwächere Wertentwicklung europäischer Aktien gegenüber dem US-Markt zu begründen. Im Umkehrschluss sind die europäischen Aktienmärkte günstiger bewertet. Christoph Leichtweiss und Lisa Hassenzahl besprechen neben der aktuellen Situation auch grundlegende Fragen der Anlagestrukturierung von Aktieninvestments.
Aktien Europa – Strohfeuer oder nachhaltige Entwicklung?
Obwohl Europa und Deutschland mit schweren Strukturproblemen, rezessiven Tendenzen und drohenden Handelskonflikten kämpfen, glänzen europäische Aktien seit Jahresanfang nicht nur absolut, sondern auch relativ gegenüber den lange Zeit unerreichbaren US-Indices. Kann diese Entwicklung weitergehen?
Unter anderem aufgrund seiner imperialen Antrittsrede betrachten viele vier weitere Jahre Trump mit Grauen. Auf markante Paukenschläge von ihm müssen wir uns tatsächlich einstellen. Aber wie heftig kommt es wirklich? In Europa müssen Politiker die Trumpsche Realität als letzte Chance begreifen, bestehende Irrwege zu verlassen und sich nicht mehr nur hinter einer dicken Mauer aus Moralismus zu verstecken. Zumindest am Aktienmarkt, auch dem deutschen, ist keine Angst angebracht.
Letzte Woche überwog noch Skepsis hinsichtlich des Welthandels, jetzt DAX und US-Börsen nahe Allzeithochs / Bei welchen Themen denkt Trump als Geschäftsmann, wann ideologisch? / Trump startet durch wie erwartet und kann 2 Jahre durchregieren – gleichzeitige Erwartung von Zöllen, aber auch großen Investitionen / Projekt Stargate: OpenAI startet neue gigantische Initiative mit Softbank und Oracle – 500 Mrd. USD (!) für Rechencenter / Wertschöpfungsketten werden sich zügig verschieben - Europa wird getroffen, nicht unbedingt DAX-Konzerne / Wir brauchen nicht nur Geld, sondern auch Ideen und die politischen Rahmenbedingungen, sonst wird es stockdunkel / Immer neue Börsenimpulse durch Trump zu erwarten – Fantasie beflügelt die Aktienmärkte
An den internationalen Finanzmärkten herrscht eitel Sonnenschein vor der Inauguration Trumps. Krypto-Anlagen gewannen, Gold und Silber standen unter Abgabedruck. Aus Washington kommt vom IWF eine klare Ansage: Das Maß ist voll! Europa, Deutschland allen voran, verlieren täglich Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit. Die Daten- und Nachrichten nehmen an negativer Dynamik zu. Wahlplakate mit dem Schlagwort "Zuversicht" helfen nicht! Massiver Wandel muss her, wie Folker Hellmeyer wiederholt betont.
Nach der Rallye im alten stimmen die Vorzeichen für das neue Jahr weniger hoffnungsvoll. Mit politischen Querschüssen sowie Unsicherheiten in der Wirtschaft, bei Inflation und Zinsen sind Risiken tatsächlich nicht zu leugnen.
Trotz verschärfter US-Sanktionen sichert sich Russland durch ein historisches Langfristabkommen mit Indien Stabilität. Indien profitiert von günstigen Ölpreisen und festigt seine wirtschaftlichen Ambitionen, während Russland seine Einnahmequellen diversifiziert. Gleichzeitig spitzen sich die geopolitischen Spannungen zu, und der Westen schaut besorgt auf die sich intensivierende Partnerschaft zwischen Moskau und Neu-Delhi. Was bedeutet das für den globalen Handel und Europas Energieabhängigkeit? Ein Blick auf die Konsequenzen und Hintergründe.
Das Jahr 2024 war geprägt von Unsicherheit, wirtschaftlichen Schwächen und strukturellen Defiziten, die längst bekannt waren, aber oft ignoriert wurden. Deutschland und Europa stehen an einem kritischen Punkt und Unternehmen streichen laut aktueller IFO-Umfrage ihre Investitionspläne weiter zusammen. Es braucht Realismus, Verantwortung und den Mut zur Veränderung, um unseren Kapitalstock und unsere Zukunft zu sichern. Möge sich der Weihnachtswunsch von Folker Hellmeyer erfüllen!
Der Finanzmarkt zeigt teilweise Ermüdungserscheinungen. Das gilt allen voran für die Aktienmärkte. Europa schmiert ab, während sich die Märkte in den USA und Fernost weitestgehend stabil zeigen. Weitere Zinssenkungen scheinen zunächst auf der Agenda stehen. Für Zinssenkungseuphorie gibt es aber keinen Raum. Die Daten zur öffentlichen US-Verschuldung sind und bleiben äußerst kritisch, was die Finanzmärkte und bemerkenswerterweise die Ratingagenturen nicht zu interessieren scheint. Bundesbank-Präsident Nagel rechnet nach dem Sieg Trumps mit Einbußen in Deutschland. Die Wirtschaftsweisen forderten, man müsse die Politik zu zukunftsorientierten Ausgaben zwingen. Zudem dampften die "Weisen" die Wachstumsprognosen ein - es gibt Stimmen, die verlautbaren lassen diesen Sachverständigenrat brauche niemand.
Es ist eine unterschiedliche Wahrnehmung. „Der Trump-Schock“ titelte Spiegel Online am Mittwochmorgen einen Beitrag, nachdem der neugewählte US-Präsident Donald Trump seinen Sieg bei den Wahlen verkündete. „Viele Amerikaner sind hässlichen Impulsen verhaftet, Trump siegt erneut – wie konnte das passieren?“ war einer der charakteristischen Titel im Berliner Tagespiegel. In den griechischen Medien dominierten dagegen zur gleichen Zeit Titel, die ganz einfach den Wahltriumph des Republikaners beschrieben. Erst später im Laufe des Tages kamen in Griechenland die Analysen, was Trumps Sieg für Griechenland bedeutet.
Aufgrund (zu) hoher Energiekosten liebäugeln immer mehr deutsche Unternehmen damit, ihre Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern. Besonders die USA gelten als potenzieller Gewinner dieser Entwicklung – vor allem unter der Präsidentschaft von Donald Trump, der mit einer energiepolitischen Wende das Land unabhängiger machen will. Doch auch in den USA gibt es Unterschiede: Kalifornien verschärft seine Umweltauflagen, was die lokale Erdöl- und Raffinerieindustrie stark belastet. Für deutsche Unternehmen, die einen Standortwechsel in Erwägung ziehen, könnte sich der Blick auf die politischen Gegebenheiten in den einzelnen US-Bundesstaaten als entscheidend erweisen. Zugleich steht hierzulande der nächste Kampf mit steigenden Gaspreisen und eine unsichere Energiezukunft bevor.
Als Kapitalmarktanalyst bin ich meistens auf Fremd- und Sekundärquellen angewiesen. Das gilt insbesondere für Amerika, den wichtigsten Finanzmarkt der Welt. Daher bin ich froh, Freunde in den USA zu haben, um vor Ort und ungefiltert zu erfahren, wie dort die Stimmung vor allem jetzt vor den Wahlen ist.