An den Märkten bleiben aktuell sowohl die großen Bewegungen als auch die ganz entscheidenden Nachrichten aus. Auch die Fed-Protokolle lieferten keine Überraschung und dämpften die Erwartungen an allzu starke Zinssenkungen. Christoph Leichtweiß blickt genauer darauf, was das für Anleger bedeutet. Außerdem im Fokus: Unternehmensanleihen, die Bewertung des Marktes im Vergleich zur Dotcom-Blase und steigendes Interesse an Mid-Cap-Aktien.
Der Wochenstart steht im Zeichen neuer Unsicherheit: Die Nominierung von Kevin Warsh verunsichert US-Anleger, Tech-Schwergewichte belasten die Indizes und wichtige Konjunkturdaten wie der ISM rücken in den Fokus. Martin Utschneider ordnet ein, warum DAX, Gold, Silber und Öl nach den heftigen Bewegungen weiter auf dünnem Eis stehen – und weshalb in dieser Phase besonnenes Vorgehen und konsequentes Risikomanagement wichtiger sind als schnelle Reaktionen.
Die Vereinigten Staaten steuern wirtschaftspolitisch in eine neue Phase des Protektionismus. Ein schwächerer US-Dollar, strategische Rohstoffreserven und der offene Konflikt mit China verschärfen globale Spannungen – mit weitreichenden Folgen für Handel, Inflation und die Stabilität des Finanzsystems.
Die US-Notenbank lässt die Zinsen unverändert – und die Märkte reagieren erleichtert, aber ohne Euphorie. Martin Utschneider ordnet die Fed-Entscheidung, die aktuellen US-Daten, die laufende Berichtssaison sowie die Entwicklungen bei Aktien, Gold, Silber, Dollar und Bitcoin ein und erklärt, warum die Märkte (ex Edelmetalle) derzeit eher seitwärts tendieren als neue Impulse zu setzen.
Die Aktienmärkte starten freundlich in den Tag, gestützt von einer soliden Berichtssaison und starken Zahlen aus dem Technologiesektor. Gleichzeitig nehmen politische Spannungen in den USA, Zweifel an der Unabhängigkeit der Fed und die Dollarschwäche zu. Gold profitiert davon deutlich – und sendet ein klares Signal zum Zustand des Vertrauens in die amerikanische Finanzarchitektur...
Zarte geopolitische Entspannung im Iran, zunehmende Spannungen um Grönland – und dominierende Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung an den Märkten: Folker Hellmeyer ordnet die roten Vorzeichen an den Aktienmärkten, die Stärke der US-Wirtschaft, den Rückgang der Anleiherenditen sowie die strategischen Verschiebungen in der globalen Geopolitik ein. Ein nüchterner Blick auf Macht, Interessen und Kapitalströme.
Unsicherheit, Nervosität und steigende Volatilität prägen die Märkte. Martin Utschneider ordnet im Tagesvideo zum Donnerstag die jüngsten Entwicklungen rund um US-Inflation, schwache Quartalszahlen großer Banken und die Signale der US-Notenbank ein. Im Fokus stehen zudem der Philly-Fed-Index, der „Januar-Effekt“, wichtige Chartmarken bei Öl, Gold, Silber, Bitcoin & DAX sowie ein vorsichtiger Ausblick auf die kurzfristigen Tagestendenzen.
Rüdiger Born analysiert den Machtkampf Trump vs. Powell – und zeigt auf, warum die Frage nach der Unabhängigkeit der Fed im Kern eine Frage der Stabilität des US-Finanzsystems ist. Darüber hinaus ordnet er die neuen Iran-Zölle, die extreme Yen-Schwäche mit möglicher Interventionsgefahr und die Rekordlaune an den Börsen ein – mit seinem besonderen Blick auf Japan, der geopolitische, währungspolitische und marktstrategische Aspekte zusammenführt. Zum Abschluss richtet sich der Fokus auf den heutigen Termin um 14:30 Uhr: die US-Verbraucherpreise als möglicher Auslöser für spürbare Bewegung an den Märkten.
Am Dienstag um 14:30 Uhr gibt es neue Arbeitsmarktdaten aus den USA, die vor Weihnachten noch für Spannungsmomente an den Märkten sorgen dürften. Wichtig sind die Zahlen vor allem für die Fed, bei der sich außerdem die Frage stellt, wer im Mai den Vorsitz der Notenbank übernimmt. Aber nicht nur die US-Zentralbank, sondern auch die japanische steht diese Woche im Fokus, da am Freitag ein Zinsentscheid mit möglicherweise weitreichenden Folgen erwartet wird. Im Video ordnet Rüdiger Born die Lage ein und zeigt auf, was für Anleger heute zudem noch wichtig ist.
Die Frage, ob sich die unglaublich hohen Investitionen der Tech-Unternehmen in Künstliche Intelligenz eigentlich lohnen, wird immer lauter. Auch wenn Entlassungen und Gewinnsteigerungen mit Fortschritten durch die Technologie begründet werden, so gibt es doch einige Argumente, daran zu zweifeln. Roman Baudzus wirft einen genaueren Blick auf den KI-Hype und seine Parallelen zur Dotcom-Blase.
Alle Augen waren auf die FED gerichtet – am Ende hat sich nicht viel getan. Die Kryptomärkte sind weiterhin auf Richtungssuche. Worauf kommt es jetzt an? Im ganzen Trubel des Jahres 2025 ist El Salvador still und heimlich aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwunden. Doch das Bitcoin Experiment ist noch lange nicht vorbei!
Am Mittwoch hat die amerikanische Notenbank die Zinsen gesenkt und gleichzeitig inoffiziell wieder ihr QE-Programm gestartet. Doch diese Entwicklungen passieren nicht vor dem Hintergrund von Arbeitsmarkt- oder Inflationsdaten. Roman Baudzus analysiert die wahren Gründe, die hinter dem Handeln der Notenbank stehen, warum die Fed die angeblich so gut laufende US-Wirtschaft zwangsläufig mit mehr Liquidität versorgen muss und welche Konsequenzen es hat, dass die Institution offensichtlich immer mehr an Unabhängigkeit verliert.
Die US-Notenbank Fed hat wie erwartet die Zinsen gesenkt, doch lange hielt der Jubel an den Märkten nicht an. Wegen schlechter Zahlen von Oracle kommen insbesondere bei den Tech-Aktien Sorgen um eine potenzielle Überbewertung von KI-Unternehmen auf. Gleichzeitig richten sich die Blicke nach Japan, wo die dortige Notenbank am 19. Dezember die Zinsen erhöhen und damit das Risiko für die Carry-Trades steigern könnte. Rüdiger Born gibt im neuen Video einen Überblick zu diesen sowie vielen weiteren wichtigen Themen und zeigt, was diese für Anleger bedeuten.
Obwohl die Inflation näher bei drei als bei zwei Prozent liegt, senkte die Fed ihren Leitzins zum dritten Mal hintereinander um 0,25 Prozentpunkte auf jetzt 3,75 Prozent. Auch 2026 bleibt sie geldpolitisch locker. Aufgrund eines weniger robusten Arbeitsmarkts und der dramatischen Staatsverschuldung werden Konjunktur- und Finanzmarktstabilität Priorität vor Preisstabilität eingeräumt. Und mit einem ab Mai 2026 neuen taubenhaften Fed-Chef bleiben US-Aktien erst recht geldpolitisch gut geschmiert.
„Kevin allein zu Haus“ war eine fiktive Komödie, „Die EU allein auf der Weltbühne“ entwickelt sich in Richtung realer Tragödie, wie Folker Hellmeyer feststellt. Im neuen Report zeigt er, warum sich Europa gerade geopolitisch immer weiter isoliert, und das trotz einer ausgemachten Wirtschaftskrise in Deutschland, die sich unter anderem in den geringen Unternehmensinvestitionen widerspiegelt. Zudem gibt es wie gewohnt alles Wichtige zu den Märkten, die am Donnerstag auf die Zinsentscheidung der Fed reagieren.
Am Mittwoch steht an den Märkten insbesondere der Zinsentscheid der Fed im Fokus, der um 20 Uhr deutscher Zeit verkündet wird. Dieses Thema hat aktuell die Sorgen um eine KI-Blase an den Märkten verdrängt, auch wenn es hier weiterhin große Fragezeichen gibt. Oliver Roth erklärt im neuen Video die Hintergründe der aktuellen Situation an den Börsen und zeigt außerdem auf, warum der DAX von sinkenden US-Zinsen profitieren könnte.
Vor der US-Zinssitzung am Mittwochabend zeigen sich die Aktienmärkte abwartend, während Silber, getrieben von der weiterhin hohen Nachfrage, auf über 60 US-Dollar schießt. Neue Daten zeigen derweil, dass es in der US-Wirtschaft läuft, aber das Bild in Deutschland weitaus weniger rosig ist. Folker Hellmeyer wirft im Beitrag einen genaueren Blick auf die Zusammenhänge und zeigt auf, warum es in der Bundesrepublik jetzt Steuersenkungen braucht.
Über die Aktienmärkte 2025 können sich Anleger kaum beklagen. Und was ist für das neue Jahr 2026 zu erwarten? Ist angesichts der vorhandenen Unsicherheiten eher Schmalhans angesagt oder behalten die Chancen wiederum die Oberhand? Mit mehr Volatilität muss gerechnet werden.
An den US-Börsen verdichten sich die Zeichen für einen Beginn der Jahresendrallye, auch wenn es diese Woche wegen Thanksgiving zu verkürztem Handel kommt. Derweil gibt es erneut wenig erbauliche Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft, denn beim BIP gab es im Q3 kein Wachstum - immerhin sehen wir hier keine Schrumpfung mehr. Rüdiger Born ordnet alle aktuellen Themen im neuen Tagesvideo ein und liefert zudem einige spannende Nachrichten aus Japan, dem Silicon Valley & dem Rest der Welt.
Am amerikanischen Repo-Markt brach am Freitag ein neuer Rekord: Banken nahmen 50 Milliarden US-Dollar über die permanente Repo-Fazilität der Fed auf – ein Zeichen zunehmender Spannungen im Finanzsystem. Während Jerome Powell noch betont, alles unter Kontrolle zu haben, deuten weitere Warnsignale auf wachsenden Druck im Interbankenmarkt hin. Die Ruhe, die die Fed ausstrahlt, könnte also trügerisch sein.
Wegen ausgeglichenen Preis- und Wirtschaftsdaten hat es die EZB mit weiteren Zinssenkungen nicht eilig. Die Fed dagegen senkt ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte auf vier Prozent und weitere Lockerungen sind zu erwarten. Die Inflation bleibt zwar hartnäckig hoch. Doch genießen ein schwächerer Arbeitsmarkt und potenzielle Finanzrisiken Priorität. Und mit der Beendigung des Quantitative Tightening wird auch Liquidität wieder zu einem positiveren Faktor für die Aktienmärkte.
Es war eine Notenbankwoche mit Signalwirkung: Während die EZB abwartet, stoppt die Fed den Bilanzabbau und senkt die Zinsen wie erwartet mit einem kleinen Schritt – das gibt Rückenwind für Vermögenspreise. Christoph Leichtweiß schaut mit uns auf die Gewinner und Verlierer dieser Entwicklung und gibt wichtige Tipps zur Anlagestrategie.
„Keiner mag die Hausse!“ Im aktuellen Marktupdate erklärt Dirk, weshalb der Zeitpunkt der Fed-Zinssenkung eigentlich eher ungewöhnlich erscheint und welche Gründe für weiter steigende Kurse und damit eine Jahresendrally sprechen. Allerdings betrifft dies zuvorderst die US-Märkte, während sich die europäischen Aktien - trotz guter Voraussetzungen - kaum vom Fleck bewegen. Im Weiteren wirft er einen Blick auf eine ganze Latte an Aktien, mit dabei natürlich Big-Tech und die deutschen Automobilwerte.
Nach den Zinssenkungen in den USA und Kanada dominieren an den Märkten Gewinnmitnahmen. Während sich die Finanzwelt über die geldpolitische Lockerung freut, verliert Deutschland weiter dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit. Folker Hellmeyer mahnt und warnt unermüdlich: Ohne eine grundlegende Neujustierung der Energiepolitik droht das Land ökonomisch abzurutschen.
Die Börsen treten angesichts der anstehenden Verkündung des Fed-Zinsentscheides heute Abend und des Fehlens großer anderer Impulse auf der Stelle. Derweil läuft munter die Berichtssaison: Unter anderem haben heute bereits die Deutsche Bank und Mercedes-Benz Zahlen präsentiert, die die Divergenzen in der deutschen Wirtschaft eindrücklich widerspiegeln. Weiterhin im Fokus steht das Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Präsident Xi. Ob dieses Erleichterung für die Märkte bringen kann und was heute sonst noch wichtig ist, klärt Oliver Roth im neuen Video.
Die Stabilität im amerikanischen Finanzsystem scheint immer weiter zu wachsen. Die zunehmende Nutzung der permanenten Rückkaufvereinbarungen deutet auf akute Liquiditätsprobleme im US-Bankensystem hin. Gleichzeitig verschärft das Finanzministerium selbst noch die Lage. Was folgt daraus?
Das US-Finanzsystem gleicht einem Drogenjunkie, der ohne Zentralbankliquidität nicht mehr funktionsfähig ist. Aus diesem Grund scheint die Ära des Quantitative Tightening in den USA schon wieder vor einem Ende zu stehen. Die Folgen dieser Politik könnten dramatisch sein und Gold zeigt klar, wohin die Reise geht...
Nach einer Vielzahl von Strategiefehlern und falschen Prognosen steht die Ära des Quantitative Tightening in den USA vor einem Ende. Fed-Chef Jerome Powell hat mit einer am Dienstag gehaltenen Rede bereits den Momentumwechsel eingeläutet, mit gravierenden Folgen.
Donald Trump drängt die Fed zu einer Senkung der Zinsen, denn ihm selbst läuft die Zeit davon. Doch kann das angesichts einer schlechten Datenlage und verschiedener Kontroversen wirklich gut gehen?
Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, galt einst als stolzer Währungshüter – ein Mann mit Rückgrat, mit Verstand, mit der Hand am Zinshebel wie ein Lotse am Steuerrad. Okay, das mit der Inflation übt er noch. Heute gleicht er eher einem abgerichteten Schoßhund, der nach endlosen Kommandos endlich „Sitz!“ macht, während sein Herrchen Donald Trump zufrieden den Bauch krault. Neun Monate lang Dauerbeschimpfung – „Feind!“, „Versager!“, „Verräter!“ – und siehe da: Der brave Jerome senkt die Zinsen. Um 25 Basispunkte. Das ist weniger Geldpolitik als Nagelpflege – aber mit Beigeschmack. Nun etwas offizieller verpackt als früher.
Nach neunmonatiger Pause hat die Fed ihre Zinssenkungen mit 25 Basispunkten wiederaufgenommen. Die Zinslockerungswelle wird auch 2026 und 2027 anhalten, was Aktien längerfristig zwei angenehme Perspektiven bietet. Zum einen erhöhen sinkende Zinsen deren Attraktivität gegenüber Festverzinslichen. Und zum anderen stützen sie die Konjunktur und die Gewinne zyklischer Unternehmen, die lange eher ein Schattendasein an der Börse führten. Doch es stellen sich entsprechend auch Fragen nach der Unabhängigkeit der US-Notenbank...
In den USA verdichten sich die Anzeichen, dass die Federal Reserve zunehmend politisch vereinnahmt wird. Mit Stephen Mirans Ernennung ins Fed-Board könnte der US-Dollar gezielt geschwächt und die Notenbank zur Durchsetzung von Trumps Agenda instrumentalisiert werden. Parallelen zum Plaza-Accord der 1980er-Jahre sind unübersehbar – und die Folgen könnten weltweit spürbar werden.
Mit der Ernennung von Stephen Miran in das Board der Federal Reserve rückt der umstrittene Mar-a-Lago-Accord wieder in den Vordergrund. Präsident Donald Trump plant, den US-Dollar gezielt abzuwerten und damit nicht nur den gigantischen Schuldenberg der USA zu managen, sondern auch die globale Wirtschaftsordnung zu seinen Gunsten neu auszurichten. Gold könnte dabei eine zentrale Rolle spielen – bis hin zu einer offiziellen Neubewertung. Die Finanzmärkte reagieren bereits.
Christoph Leichtweiß ordnet im aktuellen Marktupdate die wichtigsten Themen ein: Die Nvidia-Zahlen als „Event des Quartals“, die Einschätzung zur Bewertung der Aktie und was das für Anleger bedeutet. Außerdem im Fokus: mögliche politische Einflüsse auf die US-Notenbank, die Entwicklung der Staatsanleihen sowie Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland.
Die internationalen Börsen zeigen sich uneinheitlich – während der DAX stabil über 24.000 Punkten eröffnet, bleiben Unsicherheiten - nicht zuletzt durch Donald Trumps unberechenbare Politik - bestehen. Zinsen sind festgefroren, der Euro schwächelt deutlich, und eine Zinssenkung der Fed wird weitereingepreist. Während die Nvidia-Zahlen neue Impulse liefern könnten, gewinnt Europa trotz aller geopolitischen Spannungen als sicherer Hafen an Attraktivität, so Oliver Roth.
Die Märkte nach Powells Jackson Hole-Feuerwerk: der US-Dollar fällt, die Marktzinsen sinken unter die Fed-Range, und die Arbeitsmarktdaten geben Rätsel auf. Rüdiger Born analysiert die aktuellen Entwicklungen in Europa, den USA und Asien und blickt auf die neuesten Unternehmensmeldungen. Ein besonderes Augenmerk gilt den kommenden Nvidia-Zahlen, den Auswirkungen auf den chinesischen Markt sowie den Chancen und Risiken bei Aktien wie Commerzbank, Unicredit und Lufthansa. Zusätzlich gibt es spannende Insights zu Tesla, Bytedance, Evergrande und dem asiatischen Fahrzeugmarkt.
Zwischen politischem Druck aus dem Weißen Haus und der Angst vor einer neuen Inflationswelle steht Fed-Chef Jerome Powell vor einer schwierigen Entscheidung. Trump drängt auf Zinssenkungen, um Wirtschaft und Immobilienmarkt anzukurbeln – doch steigende Preise und wachsende Geldmengen erinnern gefährlich an die 1970er Jahre. Großbritannien liefert bereits einen Vorgeschmack darauf, wie schnell sich Inflation erneut entzünden kann.
Die Aktienmärkte entwickeln sich robust. Zwar dümpelt die Weltkonjunktur. Immerhin hat das Zollthema an Brisanz verloren. Und scheinbar bleibt auch der befürchtet hohe Inflationsdruck aus. Das erlaubt der US-Notenbank die Wiederaufnahme von Leitzinssenkungen. Inwieweit kann die börsengeschichtliche Marktschwäche ab Ende August dennoch für Unruhe sorgen?
Das US-Finanzministerium schaltet in den Modus permanenter Schuldenrefinanzierung – mit massiven Rückkäufen, wachsenden Emissionen und einem beunruhigend engen Schulterschluss zur Federal Reserve. Was wie technisches Marktmanagement wirkt, offenbart sich bei genauerem Hinsehen als struktureller Umbau der globalen Finanzarchitektur – mit Stablecoins als neuem Nachfrageanker und dem Risiko einer faktischen Aufgabe der geldpolitischen Unabhängigkeit.
Die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland ist auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Folker Hellmeyer ordnet ein, welche Folgen das für Deutschland in den kommenden Jahren haben könnte. Zusätzlich dazu sendet der Arbeitsmarkt der Bundesrepublik negative Signale. Außerdem wird die Fed heute Abend ihren Zinsentscheid verkünden: Während die Entscheidung schon im Vorfeld festzustehen scheint, gibt es dennoch Potenzial für Verwerfungen.
Am Freitag sackt der DAX nach unten ab. Einzig positiv überrascht die Automobilbranche. In den USA und Japan steht derweil die Zinspolitik im Fokus, während sich China für einen potenziellen Deal mit Europa bereit zu machen scheint und die Lage zwischen Vietnam und Kambodscha eskaliert.
An den US-Kreditmärkten ziehen dunkle Wolken auf. Rückläufige Liquidität, wachsender Refinanzierungsdruck und restriktive Banken lassen erste Risse erkennen – in den Bilanzen, an den Bondmärkten und im Konsum. Was unter der Oberfläche brodelt, könnte weitreichende Folgen haben.
Die Märkte schwanken zwischen Hoffnung und Vorsicht: Während geopolitische Spannungen kurzfristig leicht abnehmen, sorgt die US-Zinspolitik für Zurückhaltung. Der schwächelnde USD, Trumps Kritik an Powell und Chinas grüne Investitionsoffensive setzen neue Akzente – und Europa bleibt auf vielen Feldern zurück.
Wann hat es jemals eine größere Anhäufung von Krisen wie derzeit gegeben? Mittlerweile verlieren selbst jahrzehntelang gültige geopolitische Gesetzmäßigkeiten an Bedeutung. Auch der Nahe Osten ist unruhig. Dennoch zeigen Aktien, Öl, Gold und US-Dollar keine Panikreaktionen. Sie vertrauen darauf, dass politische Krisen nicht eskalieren.
Rückblick US-Börsen: Vorerst Erleichterung durch Nahost-Einigung / DE-Unternehmensdaten: Vonovia SE im Fokus / US-Unternehmensdaten: Micron Technology Inc. im Fokus / Geo-Politik: Israel und Iran halten sich offenbar an Waffenruhe / Geld-Politik: Christine Lagarde sieht Schwierigkeiten, Powell widersetzt sich Trump / Gute Idee am Morgen: MP Materials Corp. / Chartbilder: Vonovia SE, Micron Technology Inc. / Indikationen (vorbörslich): Aktien Deutschland & Europa: Alles seitwärts