Während die Kursentwicklung an den Aktienmärkten weiter stark bleibt, stellt sich Christoph Leichtweiß im neuen Tagesvideo einige Fragen, die die meisten Anleger aktuell nicht auf dem Schirm haben: In welchem Regime befinden sich die Börsen? Ist der aktuelle Anstieg überhitzt? Welche Auswirkungen haben die steigenden Zinsen? Und wie realistisch sind eigentlich die Gewinnerwartungen an die Unternehmen?
Am Private-Credit-Markt mehren sich die Warnsignale: Kreditausfälle steigen auf Mehrjahreshochs, Anleger kommen teilweise nicht mehr an ihr Kapital und versprochene Renditen geraten unter Druck. Droht hier ein neuer Brandherd im Finanzsystem – und bringt das die Fed vor ihrer September-Sitzung zusätzlich in die Zwickmühle?
Inflationskümmernde Glaubwürdigkeit ist unter der neuen Fed-Leitung theoretisch ein hohes Gut. Angesichts beständig zu hohen Preisen folgt praktisch aber keine entsprechende Zinsrestriktion. Grundsätzlich versucht die Fed über eine zurückhaltende Kommunikation einen Mittelweg zwischen einerseits Preis- sowie andererseits Konjunktur- und Finanzrisiken zu finden. Es geht um Zeitgewinn, bis die Preissteigerungen im Vorjahresvergleich abklingen und so für weniger Handlungsdruck sorgen.
In seinem Roman beschreibt Johann Wolfgang von Goethe die unglückliche Hin und Her-Liebesbeziehung des jungen Werthers zu einer gewissen Lotte. Ähnlich hin- und hergerissen fühlt sich wohl auch der noch junge Fed-Chef Kevin Warsh. Einerseits muss er die aktuell unglückliche Inflation berücksichtigen, schon aus Reputationsgründen. Andererseits liegt ihm die Konjunktur- und Finanzstabilität massiv am Herzen. Es gibt gute Gründe für restriktive und freundliche Geldpolitik.
Die Trump-Regierung setzt die globale Pharmaindustrie unter Druck: Hersteller von Generika sollen ihre Produktion innerhalb von zwei Jahren in die USA zurückverlagern – andernfalls drohen drastische Strafzölle. Gleichzeitig steigen in den USA die Benzinpreise und damit der innenpolitische Druck auf Donald Trump. Für die Pharmaindustrie und die globalen Lieferketten könnte damit ein tiefgreifender Umbruch beginnen.
Die Deutschen lieben das Girokonto. Es schwankt nicht, verursacht keine schlaflosen Nächte und sieht morgens genauso aus wie am Abend zuvor. Für Millionen ist das der Inbegriff einer sicheren Geldanlage. Schließlich gilt Sparen hierzulande als Tugend. Was auf dem Kontoauszug steht, kann schließlich nicht weg sein. Das Problem ist nur: Genau dieses Gefühl von Sicherheit ist eine Falle.
Während die Börsen angesichts der niedriger als erwarteten US-Inflationsdaten steigen können, gibt es aus Deutschland erneut negative Nachrichten. Insbesondere die schlechte Stimmung im deutschen Einzelhandel steht im Fokus. Folker Hellmeyer erklärt die Hintergründe und blickt auf alle weiteren wichtigen Nachrichten des Tages.
Südkorea meldet Rekordexporte und einen boomenden Halbleitersektor – dennoch verliert der Won weiter an Wert. Gleichzeitig setzt der japanische Yen seine Talfahrt fort und erhöht den Druck auf andere asiatische Währungen. Droht der Region eine gefährliche Abwertungsspirale mit weitreichenden Folgen für Inflation, Handel und die Weltwirtschaft?
Am Donnerstag steht an der Börse vor allem Micron im Fokus. Der Chiphersteller hat mit seinen Zahlen die Anleger überzeugen können und die Hoffnung auf eine Fortsetzung des KI-Hypes an den Börsen ist entsprechend hoch. Dennoch sollten Investoren hier nicht zu optimistisch werden, mahnt Christoph Leitweiß. Im neuen Tagesvideo gibt es den gewohnt kritischen Blick auf alle relevanten Themen, von KI über die Kursverluste bei Gold bis hin zur Situation beim Ölpreis.
Sommermärchen ist für mich der passende Begriff für eine freundliche US-Geldpolitik, die Anlegern über Jahrzehnte bestes Börsenwetter beschert hat bzw. bei Krisen-Tiefs schnell für neue Hochs sorgte. Jetzt jedoch gibt sich der neue Fed-Präsident, Kevin Warsh, überraschend als markanter Inflationsbekämpfer. Ist die ewige sunshine rally durch die Fed vorbei?
Während die politische Krise in Großbritannien die Schlagzeilen dominiert, verschlechtert sich die Lage in wichtigen Bereichen der Wirtschaft weiter. Die Auftragsbestände der Industrie fallen auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Zeit, Exportaufträge brechen ein und die Produzentenpreise erreichen neue Rekordwerte. Viele Unternehmen kämpfen gleichzeitig mit schwacher Nachfrage, steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit – eine Entwicklung, die zunehmend an die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands erinnert.
Wird der neue Fed-Präsident im Vergleich zu Amtsvorgänger Jerome Powell eine freizügigere Geldpolitik betreiben? Immerhin wurde er durch taubenhafte Äußerungen zum Wunschkandidat Präsident Trumps, der ein glühender Anhänger von Zinssenkungen ist. Oder steckt in Warsh doch mehr Falke drin als draufsteht? Kann sich die US-Notenbank überhaupt noch restriktive Geldpolitik erlauben?
Brasiliens Wirtschaft ist überraschend stark ins Jahr gestartet. Doch das Wachstum basiert vor allem auf staatlichen Impulsen und erschwert der Zentralbank den Weg zu weiteren Zinssenkungen. Gleichzeitig bleibt die Inflation deutlich über dem Zielwert. Eine Momentaufnahme.
Lange war die Finanzwelt ein Eldorado für Schuldenmacher. Geld kostete praktisch nichts, Zentralbanken verteilten Gratisliquidität wie Karnevalskamelle und die Staaten konnten neue und oft sinnlose Milliardenpakete schnüren, ohne dass jemand ernsthaft fragte, wer das später bezahlen soll. Investoren kauften sogar Staatsanleihen mit Negativzinsen — also Papiere mit garantierten Verlusten. Gibt es dafür eigentlich Stockhiebe? Finanzielle Vernunft war ungefähr so modern wie heute ein Faxgerät. Doch dann stieg der Ölpreis und mit ihm etwas, das die Märkte fast vergessen hatten: Inflation.
Trotz neuer Rekorde an den Aktienmärkten bleiben die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken hoch: Der Xi/Trump-Gipfel sorgt zwar für Hoffnung auf mehr Kooperation, doch Inflationssorgen, steigende Staatsanleiherenditen und wachsende Defizitprobleme belasten die Märkte zunehmend. Folker Hellmeyer analysiert die fragile Lage zwischen Euphorie und systemischen Risiken.
Die jahrelange Phase sinkender Exportpreise in China scheint vorbei zu sein. Steigende Energie-, Transport- und Rohstoffkosten treiben die Industriepreise im Reich der Mitte spürbar nach oben – mit weitreichenden Folgen für Europa und die USA. Besonders die anhaltende Blockade der Straße von Hormus verschärft die Lage zunehmend.
Im heutigen Tagesvideo erklärt Christoph Leichtweiß, warum die Börsen trotz Iran-Konflikt, hoher Ölpreise und steigender Zinsen weiter auf „Risk-on“ schalten. Im Fokus stehen KI-Euphorie, starke Unternehmenszahlen und die Hoffnung auf eine Lösung im Nahen Osten – doch unter der Oberfläche bleiben Inflations- und Zinsrisiken bestehen.
Im Fußball ist der Ausputzer ein Abwehrspieler, der die harte „Drecksarbeit“ der Verteidigung übernimmt. Auch Notenbanken haben diese Funktion. Früher haben sie die Preisstabilität mit harter Zinsknute verteidigt. Heute besteht ihre neue Drecksarbeit jedoch vor allem darin, zu verhindern, dass Wirtschaftskrisen schmerzhafte Gegentore schießen. Selbst die feinste stabilitätspolitische Ball-Artistik der Notenbanker verbaler Art kann diese neue Spielweise nicht vereiteln.
An den Börsen regieren aktuell Optimismus und Fomo angesichts der möglichen Einigung im Iran-Krieg. Doch in dieser Situation, in der die Kurse steigen, ohne dass es schon handfeste Nachrichten gibt, sollten Anleger das Risikomanagement nicht vergessen, mahnt Christoph Leichtweiß. Im neuen Video wirft er einen Blick darauf, was jetzt an den Märkten und in den Nachrichten nicht vernachlässigt wird.
Steigende Produzentenpreise treffen auf eine zunehmend angespannte geopolitische Lage: Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und wachsende Konfliktrisiken im Nahen Osten drohen Energiepreise, Lieferketten und Inflation weiter anzuheizen. Während die Märkte auf Entspannung hoffen, sprechen die aktuellen Entwicklungen eher für eine Verschärfung der Situation.
Am Mittwoch überraschen einige positive Nachrichten die Börsen und sorgen für steigende Kurse. Unter anderem scheinen neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran möglich, weiterhin gab es nur eine moderate Anpassung der IMF-Aprilprognosen. Folker Hellmeyer ordnet die aktuelle Datenlage ein.
Am letzten Mittwoch noch schaffte der DAX den größten Punktgewinn seiner Geschichte: 1.159 Zähler. Klingt gewaltig – ist es aber nur bedingt. Denn 1.000 Punkte wiegen heute deutlich weniger als früher. Am Ende waren es „nur“ fünf Prozent. Doch der Börsenhandel ist nervöser und schneller geworden. Ein Tweet, ein Gerücht oder ein halbherziger Waffenstillstand – und alles gerät durcheinander. Kein Wunder bei so viel Kriegsangst. Nur Rüstungsaktien und der Ölpreis leiden unter Friedenspanik und sind dann so entspannt wie Vegetarier auf einem Grillfest.
Nach deutlicher Volatilität an den Aktienmärkten im Laufe der Woche, zeigen sich die Indizes am Freitag abwartend. Um 14:30 Uhr stehen wichtige Inflationszahlen aus den USA an und zudem bestimmt die Iran-Thematik die Nachrichtenlandschaft. Christoph Leichtweiß zeigt im neuen Video, wie Anleger mit der Situation umgehen sollten und warum es nicht die beste Idee ist, zu einfachen Erklärungsansätzen an der Börse zu folgen.
Na? War Ihr Ostern auch so verdorben? Dann waren Sie vermutlich tanken. Der lieben Verwandtschaft den Besuch aus Benzinkostengründen abzusagen, wäre am Ende vermutlich teurer geworden – emotional wie finanziell. Wobei… vielleicht hat Sie auch einfach die nackte Angst an die Zapfsäule getrieben: die diffuse Sorge, Benzin könnte bald rationiert werden und man steht da wie bestellt und nicht abgeholt – nur ohne Sprit. Nichts ist mehr unmöglich in diesem Land, in dem wir so gut und gerne leben. Oder gelebt haben. Man weiß es nicht mehr so genau.
Eine leicht entspannte Nachrichtenlage im Irankonflikt sorgt kurzfristig für Stabilisierung an den Märkten – doch steigende Energiepreise treiben die Inflation weiter an. Besonders in Deutschland signalisiert das Ifo-Preisbarometer auf Dreijahreshoch zunehmenden Preisdruck und unterstreicht die wachsenden wirtschaftlichen Risiken, wie Folker Hellmeyer mahnt.
Die Lage an den globalen Agrar- und Düngemittelmärkten spitzt sich dramatisch zu: Steigende Energiepreise, ein russischer Exportstopp für Ammoniumnitrat und blockierte Lieferwege im Persischen Golf drohen die weltweite Versorgung zu gefährden – mit potenziell massiven Folgen für Ernten, Lebensmittelpreise und Inflation.
Nahostkonflikt, Ölpreisschock, Notenbanksitzungen rund um den Globus – die Schlagzeilen überschlagen sich. Doch während viele Anleger jetzt hektisch reagieren, mahnt Christoph Leichtweiß zur Besonnenheit: Wer in stressigen Phasen am stärksten umschichtet, hat am Ende meist die schwächste Performance. Im neuen Tagesvideo ordnet er ein, warum Gold fällt statt steigt, was die EZB wirklich weiß – und welches Thema gerade viel unterschätzter ist als der Konflikt im Nahen Osten.
An den Finanzmärkten kam Hoffnung auf ein zeitnaheres Ende des Irankriegs auf – und Verluste von Risikoaktiva wurden in Teilen aufgeholt. Doch der EU-Gipfel lieferte beim Thema Reformen: nichts, gar nichts, nein, überhaupt nichts. Mutiert die EU zunehmend zu einem „Failed Club"? Unterdessen laufen die Rentenmärkte unterhalb des Radarschirms – zu Unrecht: Die jüngeren Renditeanstiege haben potentiell brachiale Sprengkraft. Irankrieg, gesetzlose US-Wirtschaftskriege, hoch verschuldete Industrienationen – das Rentenmarktrisiko steigt erheblich. Sind wieder massive Zentralbankkäufe ultimativ erforderlich? Folker Hellmeyer analysiert die Lage.
Steigende Ölpreise, widersprüchliche politische Signale und neue Inflationsängste sorgen für Nervosität an den Börsen. Während Anleger auf klare Signale hoffen, bleiben die Märkte volatil und die Unterstützungen bröckeln. Martin Utschneider ordnet die aktuelle Lage ein und erklärt, warum Anleger derzeit vor allem eines bleiben sollten: konstruktiv misstrauisch.
Der Iran-Krieg geht in seinen zehnten Tag – und eine Entspannung ist weiterhin nicht in Sicht. Während Raketenangriffe zunehmen und blockierte Energierouten die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar treiben, geraten Energieversorgung, Lieferketten und Inflation weltweit unter Druck. Gleichzeitig deutet das Einfrieren von Kapitalabzügen bei einem großen Private-Credit-Fonds von BlackRock darauf hin, dass sich hinter der geopolitischen Eskalation auch wachsende Spannungen im globalen Finanzsystem verbergen könnten.
Im Iran ist die Hölle los. Raketen, Drohnen und wankende Börsen. Durch die Straße von Hormus fließen normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls. Jetzt nicht mehr. Auch kein Gas. Ein kleines Nadelöhr mit globaler Wirkung. Wenn dort etwas stockt, bekommt die Weltwirtschaft einen epileptischen Anfall. Die meisten Menschen merken davon erst etwas, wenn es teurer wird. Wirtschaft und Preise gelten schließlich als esoterische Disziplinen.
Die Straße von Hormus ist eines der wichtigsten Nadelöhre der globalen Energieversorgung. Gerät dieser Korridor durch geopolitische Spannungen unter Druck, bleiben die Folgen nicht auf die Region beschränkt: Ölpreise, LNG-Lieferungen, Düngemittelproduktion und letztlich auch Lebensmittelpreise geraten weltweit in Bewegung…
Der Iran-Krieg geht inzwischen in seinen siebten Tag und eine Entspannung ist bislang nicht in Sicht. Angriffe auf Energieinfrastruktur, blockierte Tanker und eine weitgehend stillstehende Passage durch die Straße von Hormus verschärfen die Lage an den Rohstoffmärkten. Die Folgen reichen weit über steigende Ölpreise hinaus und könnten Energieversorgung, Lieferketten und sogar die globale Lebensmittelproduktion treffen.
Die militärische Auseinandersetzung der USA und Israels mit dem Iran ist aktuell das Topthema an den Börsen. Wie groß ist die Gefahr eines langen geopolitischen Konflikts und damit sein Schadenspotenzial, auch mit Blick auf Rohstoffe im Allgemeinen?
In Deutschland steigt die Zahl der Insolvenzen weiter an. Ein weiteres schlechtes Signal für den Wirtschaftsstandort, auch wenn die EU neue Beschäftigungsrekorde vermelden kann. Gleichzeitig verschärft sich der Ton der USA gegenüber Europa. Folker Hellmeyer ordnet die aktuellen Aussagen und Daten ein.
Chinas Wirtschaft ringt mit Investitionsrückgang, schwachem Konsum und anhaltendem Deflationsdruck. Nach dem Platzen der Immobilienblase zeigen zentrale Indikatoren: Der strukturelle Abschwung ist noch nicht überwunden – und das Wachstum droht sich dauerhaft einzutrüben...
Rotation, Makro-Wende und neue Gewinner: Christoph Leichtweiß ordnet die jüngsten Marktbewegungen ein und zeigt, warum klassische Indexlösungen an Grenzen stoßen, während Allokation, Diversifikation und Strukturierung wieder wichtiger werden.
Mit einem angekündigten Kauf von 200 Milliarden US-Dollar an hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) greift Präsident Donald Trump massiv in den US-Immobilienmarkt ein – und erhöht zugleich den politischen Druck auf die Federal Reserve. Offiziell soll die Maßnahme die Erschwinglichkeit von Wohneigentum verbessern. Tatsächlich deutet vieles auf eine erneute Verzerrung von Zinsen, Preisen und Kapitalflüssen hin, mit potenziell weitreichenden Folgen.
Am Donnerstag und Freitag haben die EZB und die Bank of Japan ihre Zinsentscheide bekannt gegeben, woraufhin sich die Börsen zum Ausklang der Woche freundlich zeigen. Unter dem Strich kann gesagt werden: 2025 war ein gutes Aktienjahr und die Kursentwicklung steht ordentlichen Weihnachtsgeschenken nicht im Weg. Christoph Leichtweiß blickt im Video derweil schon einmal in Richtung des Jahres 2026 und wirft zudem die Frage auf, ob Gold noch als Diversifikation im Portfolio taugt.
Früher waren Allzeithochs seltene Fabelwesen. Man sprach ehrfürchtig von ihnen – wie von Einhörnern, Außerirdischen oder Steuererleichterungen. Heute dagegen tauchen sie öfter auf als Politiker in Talkshows. USA, Japan, DAX – alle steigen, als gäbe es Freibier im Himmel. Unten im Tal hustet die Wirtschaft zwar wie ein Kettenraucher mit Asthma, aber die Börse pfeift auf die Diagnose.
In den USA hat die Regierung mal wieder dichtgemacht. Shutdown. Beamte sitzen daheim, Behörden sind lahmgelegt – und die Börsen? Sie gähnen, drehen die Musik lauter und tanzen weiter auf Allzeithochs, als sei die Haushaltssperre nur eine besonders schräge After-Work-Party. Krise? Welche Krise? An der Wall Street wird gefeiert, als hätte der Alkoholpegel des Dow Jones die Nüchternheit des Finanzministers längst überholt.
Heute erfolgt ein Blick in das Vereinigte Königreich, wo es momentan nur wenige Konjunkturindikatoren gibt, welche Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der heimischen Wirtschaftsaktivitäten rechtfertigen würden. Ferner empfiehlt es sich, die britische Inflationsentwicklung im Auge zu behalten.
Zwischen politischem Druck aus dem Weißen Haus und der Angst vor einer neuen Inflationswelle steht Fed-Chef Jerome Powell vor einer schwierigen Entscheidung. Trump drängt auf Zinssenkungen, um Wirtschaft und Immobilienmarkt anzukurbeln – doch steigende Preise und wachsende Geldmengen erinnern gefährlich an die 1970er Jahre. Großbritannien liefert bereits einen Vorgeschmack darauf, wie schnell sich Inflation erneut entzünden kann.
Christoph Leichtweiß analysiert die aktuelle Marktlage. Von Jackson Hole über Inflation und Arbeitsmarkt bis hin zu globalen Trends: Auf dem US-Arbeitsmarkt sehen wir keinen relevanten Stress, die Zölle verschieben die Inflationslast zwischen Unternehmen und Konsumenten, und eine vollständige Deglobalisierung ist in seinen Augen nicht in Sicht. Der Aktienmarkt zeigt aktuell Value als stärksten Stil, während die UK-Kerninflation in die falsche Richtung läuft – ein spannender Überblick für Anleger.
Die Märkte eröffnen am Freitag freundlich, dennoch sorgen sich Anleger nach den gestrigen Erzeugerpreisen vor einer neue Welle der Inflation in den USA. Christoph Leichtweiß schätzt die aktuelle Lage ein und zeigt, was Anleger jetzt tun könnten. Außerdem im Fokus: schwache Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone, da die deutsche Regierung die Wachstumserwartungen nicht erfüllen kann, und der chinesische Immobilienmarkt, auf dem sich weiter keine Erholung abzeichnet.
Steigende Zinsen, hartnäckige Inflation und wachsender Druck auf die US-Notenbank: Die amerikanischen Finanzmärkte senden Warnsignale. Während Trump die Kontrolle über die Fed anstrebt, wächst das Risiko geldpolitischer Fehlsteuerung. Die Märkte stehen am Scheideweg – mit weitreichenden Folgen für globale Anleger.
Die offiziellen Inflationsdaten für Deutschland und die Eurozone sehen gut aus – doch unter der Oberfläche lauern durchaus neue Risiken. Trotz Zielerreichung dürfte die EZB also auf Sicht vorsichtig bleiben. Warum eine schnelle Zinssenkung wohl nicht zu erwarten ist – und welche Entwicklungen doch für eine geldpolitische Kehrtwende sorgen könnten.