Die Skepsis gegenüber den sogenannten "KI-Gewinnern" wächst an den Märkten immer weiter, und das nicht ohne Grund. Vergangene Hypes zeigen: Die Pioniere sind am Ende selten die Gewinner und der Faktor Zeit wird bei technologischen Entwicklungen massiv unterschätzt. Dem gegenüber stehen aktuell allerdings hohe Bewertungen sowie wackelige Finanzierungen bei Unternehmen wie Oracle & Co. Romand Baudzus analysiert, wie das zusammenhängt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
China hat einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg hinter sich, doch inzwischen ächzt der Wachstumsmotor unter der Immobilienkrise und den hohen Schulden in allen Bereichen. Roman Baudzus analysiert, wie drastisch die Lage aktuell ist, und zeigt die Folgen für Peking, aber auch den Rest der Welt auf.
Die Entwicklung am Immobilienmarkt in den USA spitzt sich zu. Durch steigende Hypothekenzinsen geraten immer mehr Haushalte unter Druck, was gleichzeitig ein Risiko für die US-Wirtschaft darstellt. Das Weiße Haus macht die Fed wegen ihres langsamen Agierens bei den Zinssenkungsbestrebungen verantwortlich. Die Notenbank zeigt sich aber weiterhin gespalten, wie es weitergehen soll. Die allgemeine Stabilität der US-Ökonomie könnte auf dem Spiel stehen.
In den USA geraten immer mehr Verbraucher unter massiven finanziellen Druck. Kreditkartenrückstände steigen rasant, Klagen nehmen zu und die Wiederinbesitznahmen von Fahrzeugen schießen auf Rekordhöhen. Die Kreditmärkte zeigen parallele Stresssignale in fast allen Segmenten – ein Muster, das manchem bekannt vorkommen mag…
Seit Jahren steckt Chinas Wirtschaft nicht zuletzt wegen der hausgemachten Immobilienproblematik in der Krise. Nun zeigt die schwache Kreditvergabe erneut Anzeichen, dass die bisherigen Stimulierungsversuche der Regierung misslungen sein könnten. Muss Peking doch zur nächsten Finanz-Bazooka greifen?
Die große Investitions-Offensive in Deutschland erweist sich immer mehr als Mogelpackung wie neue Daten zeigen und das ausgerechnet während selbst Politiker inzwischen vor dem Risiko Wirtschaftsinfarkt für die Bundesrepublik warnen. Folker Hellmeyer aktualisiert im neuen Beitrag die aktuellen Daten als auch Ereignisse und wirft einen Blick auf die Geschehnisse an den Börsen.
Die Probleme an den Kreditmärkten machen auch vor dem weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock nicht halt. Nach einer kürzlich getätigten Übernahme kommen nun Nachrichten über einen 150 Millionen US-Dollar schweren Kreditbetrug auf, der Investoren zusätzlich zur aktuell angespannten Situation verunsichert. Doch das könnte nur die Spitze des Eisberges sein.
An den US-Kreditmärkten mehren sich die Warnzeichen. Besonders im Subprime-Segment türmen sich Zahlungsausfälle und Insolvenzen. Löst das jetzt eine neue Finanzkrise aus? Zumindest die Bank of England warnt bereits vor ersten Anzeichen.
Der Silbermarkt steht vor einer historischen Zäsur: Lieferengpässe, Preisverwerfungen und der offene Rückzug der Notenbanken aus dem eigenen Fiat-System zeigen, wie tief das Vertrauen in Papiergeld gesunken ist. Während Gold kaum mehr erschwinglich ist, rückt Silber ins Zentrum eines globalen Machtkampfs um reale Werte – und könnte zum Brennglas eines Systems werden, das an seine Grenzen stößt.
Die Warnzeichen an den US-Kreditmärkten verdichten sich: Zwangsversteigerungen steigen, Ausfallquoten nehmen zu und Schattenfinanzierungen erinnern an die Vorläufer der Finanzkrise von 2008. Erfahren Sie, warum das Fundament der US-Wirtschaft zu bröckeln beginnt – und welche Parallelen zu früheren Crash-Phasen kaum zu übersehen sind.
Während sich angesichts der Kursteigerungen von Aktien und Edelmetallen die Frage stellt, welchen Anteil daran wohl allein der Wertverlust des Geldes haben mag, sitzen die Spendierhosen bei manchem weiterhin locker. Mehr Schulden gelten einmal mehr als Heilsbringer. Den Rest wird dann schon – wie im Wirtschaftskundebuch der 6. Klassen in einfacher Sprache beschrieben – der Multiplikatoreffekt regeln.
Es ist Herbst in Deutschland. Die Blätter fallen, die Heizkosten steigen – nur die Reformen nicht. Sie hängen irgendwo fest wie Bauanträge im Landratsamt. Offiziell war es der „Herbst der Reformen“, inoffiziell ist es eher der „Herbst der Terminverschiebungen“. Vielleicht war das für 2026 gemeint. Oder für 2126. Wer will das schon so genau wissen?
Kein Staat zahlt seine Schulden zurück. Wer anderes behauptet, hat entweder zu viel Bordeaux getrunken oder ist Politiker. Frankreich zeigt gerade exemplarisch, wie man aus einer Finanzkrise eine Dauerserie mit immer gleichen Folgen macht: 3,3 Billionen Euro offizielle Schulden, ein Haushaltsdefizit von knapp sechs Prozent – und die mittlerweile dritte Regierung in nur zwölf Monaten, die schon am bloßen Anschein eines Sparhaushalts scheitert.
Die Insolvenzquoten in den USA sind zuletzt stark gestiegen und auch die allgemeine Finanzlage der Amerikaner ächzt immer mehr unter hohen Schulden. Die Risiken für das System könnten enorm sein, gerade mit Blick auf eine noch höhere Inflation.
Am Freitag wurde „unsere“ Schuldenuhr 30. Herzlichen Glückwunsch, du leuchtendes Mahnmal deutscher Finanzvergesslichkeit. Seit 1995 blinkt sie unermüdlich vor sich hin – erst still und meistens ignoriert. Damals bei 1.000 Milliarden Euro gestartet, steht sie heute bei rund 2.549 Milliarden. Ohne Schattenhaushalte. Das sind doch nur 0,002549 Billiarden Euro – klingt niedlich, ist aber eine atomar verpackte Haushaltssprengladung.
Bitcoin auf Allzeithoch, Aktienindizes mit Rekorden – und Meta plant einen KI-Vorstoß mit Atomkraft. Gleichzeitig bleiben globale Konjunkturaussichten durchwachsen, während Notenbanken auf Zinssenkungen setzen. Warum Energie, Technologie und Geopolitik die entscheidenden Treiber sind, lesen Sie hier.
Erstmals seit fünf Jahren hat die EZB den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gesenkt, obwohl die Inflation über dem Zwei-Prozent-Ziel liegt. Dem Markt war das ziemlich egal. Diese Zinswende wurde ja oft genug angekündigt. Ein Fehler? Man musste liefern, auch wenn das erst einmal nicht viel bedeutet. Geld ist und bleibt teuer. Am besten ist es, man hat keine Schulden.
Joe Bidens Präsidentschaft beginnt mit einer gigantischen Geldflut von 1,9 Billionen US-Dollar. Bei 328 Millionen US-Amerikanern sind das hochgerechnet 5.800 US-Dollar für jeden. Mit den von vor drei Wochen unter Trump beschlossenen 600 US-Dollar soll es dann 2.000 US-Dollar geben. Nett!
Gestern haben wir zusammen einen Blick auf die Entwicklung der Insolvenzen unter großen Unternehmen in den Vereinigten Staaten geworfen, worauf heute ein kurzer Blick auf die weltweite Situation folgen soll.
Freie Kapitalmärkte gehören im Angesicht der „Quasi-Verstaatlichung“ vieler Marktsegmente durch die Federal Reserve und anderen Zentralbanken ebenso der Vergangenheit an, wie der Leistungsgedanke, der unsere westlichen Industriegesellschaften einst stark gemacht hat, und der im Angesicht einer voranschreitenden Hinwendung zu MMT durch das akademische und politische Establishment, am Aussterben ist.
Es hat nicht lange gedauert, bis sich herausgestellt hat, dass börsennotierte Unternehmen, die über keinen Zugang zu den Bondmärkten mehr verfügten, sich auf schamlose Weise an dem extra für Kleinunternehmen in den USA aufgelegten „Rettungsprogramm“ gütlich getan haben, um an dringend benötigte Liquidität zu gelangen.
Immer mehr Analysten weisen darauf hin, dass es weniger der sino-amerikanische Handelskrieg sei, unter dem Chinas Wirtschaft leidet. Vielmehr stünde der anhaltende Abschwung der Wirtschaft weit stärker in Verbindung mit rekordhohen Schulden, die – mit Blick auf die heimischen Bond-, Banken- und Unternehmensmärkte – langsam aber sicher ihren Tribut einforderten und zu immer größeren Teilen durch Zahlungsausfälle bedroht seien. Selbstverständlich versucht die People´s Bank of China gegenzusteuern. Doch zu welchem Preis?
Ray Dalio, Gründer des mittlerweile weltweit größten Hedgefonds, erhebt einmal mehr seine warnende Stimme. Seiner Ansicht nach wird es mit Blick auf die zunehmende Ineffizienz immer niedrigerer Zinsen, die exorbitanten Schuldenberge, den fortgeschrittenen Zyklus und starke Deflationskräfte für Politik und Notenbanken immer schwieriger einen Crash zu verhindern – der Vergleich mit den 30iger Jahre liegt nahe…
Chinas Schuldenwachstum setzt sich unvermindert fort. Die große Frage bleibt, ob sich der aktuellen Entwicklung überhaupt noch großartig entgegen wirken lasse.
Das parteipolitische Gezänk um die kurz vor Weihnachten verabschiedete Steuerreform in den Vereinigten Staaten setzt sich im neuen Jahr nahtlos fort. So gibt nun auch der einstige US-Finanzminister der Obama-Regierung, Jacob Lew, seinen Senf zu den anhaltenden und hitzig geführten Debatten hinzu.
“Die griechische Schuldenlast ist nicht tragbar.“ Allein die Feststellung der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, zeigt, was von der am 15. Juni erreichten Einigung der Kreditgeber in der Finanzierung Griechenlands zu halten ist. Nachhaltig ist diese Einigung demnach keinesfalls.
Das im Jahr 2008 ausgebildete Privatverschuldungsrekordhoch ist Geschichte! Heimlich, still und leise ist die Verschuldung im privaten Wirtschaftssektor der Vereinigten Staaten zum Ende des ersten Quartals auf ein neues Allzeithoch geklettert. Im heutigen Bericht möchte ich Ihnen einige Hintergründe zu dieser Entwicklung liefern.
An Australiens Häusermärkten verdunkeln sich – wie auch im Falle Kanadas zu beobachten – die Vorzeichen. Selbst Haushalte in wohlhabenden Vororten geraten gerade immer stärker unter Finanzstress, der mit der Bedienung von ehedem aufgenommenen Hypotheken- und Häuserdarlehensschulden in Verbindung steht.
Systemische Risiken gehen in den Vereinigten Staaten von Amerika heutzutage nicht einmal mehr so sehr von den heimischen Banken aus, sondern vielmehr von zerrütteten, dramatisch unterfinanzierten und bis über beide Ohren verschuldeten Sozialsystemen. Die Veröffentlichung einer neuen Studie seitens einer staatlichen Regierungsbehörde lässt aufhorchen.
Weitere Themen: Märkte nach Konsolidierung auf hohem Niveau vor weiterem Anstieg? • Target-Salden Deutschlands erreichen 843 Milliarden Euro • 2,6 Billionen Dollar Miese - Schuldenberg bei US-Auto- und Studentenkrediten!
Seit geraumer Zeit ist der kanadische Immobilienmarkt im Reich des Wahnsinns unterwegs. Wie lange so etwas gut gehen kann, zeigten die USA oder noch irrsinnigere Fälle wie Spanien oder Irland. Aber auch die beste Party endet einmal.
Griechenlands Finanzprobleme sind seit Jahren hinlänglich bekannt. Ebenso aktenkundig ist, dass in der Krise massenhaft Wissenschaftler und Fachkräfte das Land verlassen. Vor dem Hintergrund der Kosten, welche die Bildung der Griechen alle beteiligten kostet, werden die Auswirkungen der Mängel im Ausbildungssystem umso deutlicher. Glänzt Regierungschef Alexis Tsipras wieder mit einer Art Luftnummer?
Weitere Themen u.a.: Neugewählter französischer Präsident löst in Deutschland Streit um Eurobonds aus
• Fast 1,5 Millionen Griechen von akuter Armut betroffen
• Verfassungsschutz: Cyber-Angriffe sind eine wachsende Gefahr
• Ex-Fed-Gouverneur: Die letzte derartige Gleichförmigkeit hinsichtlich der Marktmeinung gab es vor dem Crash 2007
• Rätsel um den endlosen deutschen (Job-) Aufschwung
• Syrische Kurden verlangen von den USA Korridor zum Mittelmeer
• Last Week Tonight: John Oliver zum US-Automarkt auf Pump
Aktienkurse nebst ihren Über- und Untertreibungen kann man verfolgen. Täglich, stündlich, minütlich. Die Börse und das Internet machen das möglich. Die Über- oder Untertreibungen an den Immobilienmärkten sind da schon schwerer einzuschätzen. Da ist man auf viele Daten aus vielen Quellen und die Analysen von anerkannten Instituten und auch auf die Erkenntnisse der Bundesbank angewiesen.
Eine Frage zum Raten vorweg: Welches Marktvolumen ist größer - das brasilianische Bruttoinlandsprodukt oder der Londoner Immobilienmarkt? Die Preisentwicklung an einem der begehrtesten Häusermärkte der Welt kannte über viele Jahre hinweg immer nur eine Richtung. Doch wie lange kann das weitergehen? Wie steht es etwa um die Frage des "affordability gap" für weite Kreise der ganz gewöhnlichen Londoner Bevölkerung? Wer bestimmt überhaupt den Immobilienmarkt in der britischen Hauptstadt und welche Rolle spielen zweifelhafte Gelder aus dunklen Kanälen?
Über viele Monate schleppte sich der nun offenbar endgültig unumgängliche Bankrott der US-Karibikinsel hin. Unser Autor, der über diesen sich längst abzeichnenden Zahlungsausfall Puerto Ricos mehrfach auf Cashkurs berichtete hatte, zeigt Ihnen auf, welche Kreise diese Pleite u.a. an der Wall Street und unter den teils ebenso hoch verschuldeten Kreisen, Städten und Gemeinden in den USA ziehen könnte. Könnte dieser Bankrott außerdem dazu führen, die Versuchung zum grenzenlosen Zocken und Sich-Verschulden zumindest zu begrenzen?
Immobilien-Subprime war gestern. Automobil-Subprime ist heute. Neben einigen anderen Wirtschaftsbereichen, in denen Amerikas Konsumenten fleißig auf Pump leben, also kräftig konsumieren auf Kredit. Doch irgendwann einmal müssen diese Rechnungen bezahlt werden... Wiederholt sich Geschichte? Gehen von ausfallgefährdeten Automobilkrediten in den USA sogar wieder ein systemisches Risiko aus? Unser Autor mit aktuellen Zahlen, Fakten und Charts.
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Amerika versteht was vom Schuldenmachen. Das gilt für den Staat wie für die Privatwirtschaft gleichermaßen. Ob Hochzinsanleihen, Studenten- oder Automobilkredite - riskantes Zocken und billionenschwerer vorgezogener Konsum auf Kredit sind und bleiben schick! Kein Wunder, denn der zuverlässigste Pate dafür sitzt ja auch in Washington... Wird schon irgendwie gut gehen. Schließlich ist dieses Mal alles anders, ganz anders...
Gestern Abend fand im französischen Fernsehen das letzte TV-Duell der beiden Kandidaten für die Präsidentschafts-Stichwahl am kommenden Sonntag statt. Trotz eines Vorsprungs für Emmanuel Macron in den Umfragen ist das Ergebnis noch vollkommen offen. Wofür stehen die beiden Spitzenkandidaten? Was hätten Frankreich, Deutschland und die EU nach dem 7. Mai zu erwarten?
An Kanadas Immobilienmärkten ist ein Brand ausgebrochen. Wie schon in der vergangenen Woche berichtet, geht der größte Immobilienfinanzierer des Landes in Flammen auf. Hat das Feuer bereits auf andere Bereiche der Branche übergegriffen? Worin liegen die größten Ansteckungsgefahren innerhalb des Finanzsystems? Kann es den Aufsichtsbehörden gelingen, diesen bedrohlichen Brand auszutreten bzw. zu löschen?
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Weitere Themen u.a.: Einigung beim US-Haushaltsgesetz: Kein Geld für Mauerbau, keine Kürzungen bei Forschung
• Umfrage: Viele Franzosen trauen weder Macron noch Le Pen Rezept für Jobs zu
• Griechenland einigt sich mit seinen Geldgebern
• Harte US-Wirtschaftsdaten vs. Sentiment: Zeigen Sie Donald Trump nicht diese Charts!
• 100 Tage Trump ohne Lernkurve
• Lafarge – Zementkonzern soll „Islamischem Staat“ Geld gezahlt haben
• Leserzuschriften zu „Wer regiert die Welt? Wer steckt hinter Emmanuel Macron?“
Heute Vormittag hat Ihnen Roman Baudzus bereits einige hochinteressante Hintergrundinformationen zur aktuellen Lage an Kanadas Immobilienmärkten an die Hand gegeben. In der Tat scheint sich die Situation an den mehr als sportlich bewerteten Häusermärkten im Ahornland nun dramatisch zuzuspitzen. Alles beginnt - wie einst beim großen Nachbarn im Süden - mit einer gewaltigen Schieflage bei einem großen Finanzierer in der Branche. Lesen Sie selbst, was sich momentan (wieder einmal) mustergültig abspielt!
Geschichte wiederholt sich sich nicht, wie wir wissen. Märkte können bis ins Unendliche steigen und werden niemals fallen. Renditen fließen unerschöpflich. Die aufzunehmenden Schulden werden bequem in Kredit- und Anlageprodukte verpackt und in alle Welt verkauft. Wird auf jeden Fall schon gut gehen... Kommt Ihnen das bekannt vor? Glauben Sie, das sich Derartiges nie mehr wiederholen kann? Dann blicken Sie mal nach Kanada!
Vor wenigen Stunden wurde in Washington das verkündet, was vorab vielfach als "großer Wurf" bezeichnet wurde - mit den entsprechenden Erwartungen, die dies auch an den Märkten hervorruft. Was steckt substanziell hinter dieser Steuerreform? Wer profitiert? Ist sie konsequent zu Ende gedacht? Wie sieht es mit der Gegenfinanzierung aus? Und wie mit einer praktischen Umsetzbarkeit?
Anders als bei Ronald Reagan, der gleichfalls eine brachiale Steuerreform umsetzte, liegt die Staatsverschuldung der USA nicht im Dunstkreis von 40% des BIP, sondern jenseits der Marke von 107% des BIP. Mehr noch kommt dieser Entwurf auf die Agenda, nachdem im letzten Jahr bereits eine Neuverschuldung in Höhe von 5,6% des BIP bei schwachem Wachstum (1,6%) anfiel. Ist der US-Kongress bereit, diese Schuldenverantwortung auf die eigenen Schultern zu laden?