Nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate gerät die OPEC erneut unter Druck. Der Irak fordert höhere Förderquoten – andernfalls steht sogar ein Austritt aus dem Ölkartell im Raum. Bröckelt damit die Preisfestsetzungsmacht der OPEC weiter und welche Folgen hätte das für den globalen Ölmarkt?
Während die Luftfahrtbranche zunehmend unter steigenden Energiepreisen ächzt und erste Unternehmen kollabieren, könnten sich hinter den Kulissen ganz andere Kräfte formieren. Der Beitrag beleuchtet, ob eventuell ein strategischer Deal zwischen den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Ölmarkt neu ordnet – und warum die aktuellen Verwerfungen nur ein Vorgeschmack auf das sein könnten, was da noch kommt.
Im aktuellen Tagesausblick ordnet Oliver Roth die scheinbare Marktentspannung ein: Während Anleger kurz durchatmen und die Fed im Fokus steht, sorgt vor allem der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC für eine geopolitische Verschiebung mit weitreichenden Folgen für Ölpreis, Märkte und Machtverhältnisse. Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass die Märkte durch die anhaltenden Spannungen jederzeit wieder unter Druck geraten.
Hinter der ins Spiel gebrachten Abrechnung von Ölverkäufen in Yuan verbirgt sich weniger Strategie als Not: Den Vereinigten Arabischen Emiraten fehlen ausgerechnet die US-Dollar, von denen ihr gesamtes System abhängt. Während Kapital abfließt, Einnahmen wegbrechen und das Geschäftsmodell ins Wanken gerät, wächst der Druck – und mit ihm die Gefahr einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale.
Der anhaltende Konflikt in der Golfregion bringt einst enge US-Verbündete wie die Vereinigten Arabischen Emirate zunehmend unter Druck. Hinter diplomatischen Gesprächen verbirgt sich eine klare Botschaft: Ohne finanzielle Unterstützung aus Washington könnten die Emirate ihre Energieverkäufe künftig auch in anderen Währungen als dem US-Dollar abwickeln – eine stille, aber brisante Drohung.
Schwache Vorgaben aus Asien – Dax gibt nach; Sorge um China – Hang Seng mit neuem Tief; Nifty einigermaßen stabil; Japanische Handelsbilanz - Exporte negativ! / 14:30 Arbeitslosen-Erstanträge; Philly Fed Index / Berichtsaison: Walmart mit Zahlen; nachbörslich: Applied Materials; Ross Stores / Umsatzrückgänge: Geberit -14 %; Lenovo: -24 %, Gewinn um 66 % gesunken; Cisco Systems: liefert gute Gewinnzahlen - Umsatzprognose aber negativ / Börse handelt Zukunft! / Fed-Protokoll: es herrscht Uneinigkeit
Auch wenn es den Eindruck erweckt, als ob eine Beilegung des seit acht Jahren anhaltenden Konfliktes am Golf von Aden noch nie so greifbar wie momentan zu sein schien, bleibt ein gewisser Grad an Skepsis angebracht. Es handelt sich, ähnlich wie in Syrien, um zu viele ausländische Mächte, die sich aufgrund von jeweils unterschiedlichen Interessen in die jementischen Auseinandersetzungen verstrickt sehen. Energieinteressen scheinen dabei eine zentrale Rolle zu spielen.
Zur Wochenmitte kam es in westlichen Medien zu einer Meldung, wonach die OPEC+ zu einem Ausschluss der Russischen Föderation aus der Organisation tendiere, weil Russland angesichts der durch die Vereinigten Staaten und deren westliche Partnerländer verhängten Sanktionen nicht dazu imstande sei, die eigene Rohölproduktion, falls notwendig, zu erhöhen. Moskau verweist derlei Berichte ins Reich der Fabeln.
Es tut sich mittlerweile etwas in der Russischen Föderation. Nicht nur der Handel an der Börse Moskau wurde inzwischen wiederaufgenommen, sondern nun beginnen sich auch erste Lockerungen bezüglich der kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verhängten Kapitalverkehrskontrollen abzuzeichnen. Es lohnt zudem ein Blick auf den Kursverlauf des russischen Rubels. Welches Fazit lässt sich ziehen?
Nachdem sich nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate unter einem anhaltenden Drohnen- und Raketenbeschuss aus dem Jemen befinden, blicken wir in den Mittleren Osten. Wie stehen die USA zu dieser Entwicklung? Und welche Schritte könnten zu einem Ende des seit nunmehr seit dem Jahr 2015 im Jemen anhaltenden Krieges beitragen? – Oder anders gefragt: Besteht hieran unter den Beteiligten überhaupt ein Interesse?
Spätestens zum jetzigen Zeitpunkt hätte es laut vieler Prognosen aus ökonomischer Sicht in schnellem Tempo aufwärtsgehen müssen. Die realen Entwicklungen machen Hoffnungen dieser Art allerdings einen Strich durch die Rechnung. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) beugt sich diesen Entwicklungen, indem der eigene Wachstumsausblick für die Region des Mittleren Ostens und Nordafrikas aufgrund einer „ungewöhnlich hohen Unsicherheit“ nochmals gesenkt wurde.
Angesichts eines sich verschärfenden Militärkonflikts in Libyen brechen über das durch die Vereinten Nationen gegen das nordafrikanische Land verhängte Waffenembargo nicht nur neue Gräben zwischen den beiden NATO-Partnern Frankreich und der Türkei auf. Inzwischen drohen auch immer mehr Drittparteien, die bislang vielleicht nur im Hintergrund die Fäden in diesem Konflikt an einer wichtigen Flanke der Europäischen Union zogen, direkt in diesen Strudel mit hineingezogen zu werden…
Mohammed bin Salman, kurz MBS, der saudische Kronprinz und enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump, erlebt dieser Tage weitere Rückschläge bezüglich seiner außenpolitischen Abenteuer, die inzwischen die Sicherheit seines reaktionären Königreiches massiv gefährden. Eine Momentaufnahme von Ramon Schack.
Während in Berlin der zunächst beschlossene Rüstungsexportstopp wieder aufgebohrt wird, zeigen sich für westliche Analytiker überraschende Allianzen im Nahen Osten, denn die Annahme, Iran sei hier völlig isoliert und nur durch Peking oder Moskau unterstützt, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen mehr als zu hinterfragen!