Liebe Cashkurs-Leser,

ich freue mich Ihnen heute einen neuen Autor bei Cashkurs.com vorstellen zu dürfen.

Thomas Trepnau ist Experte für Immobilien und Buchautor, er ist seit 25 Jahren in der Immobilienbranche tätig

Heute ist er Investor, freier Dozent, Firmentrainer und kompetenter Ratgeber für Vermieter und Eigentümer.

Der Autor Thomas Trepnau bietet individuell zugeschnittene Firmentrainings sowie Grundlagenseminare bei verschiedenen Veranstaltern an.

Er wird uns immer mal wieder auf aktuelle und interessante Entwicklungen aus seinem Bereich, der viele Anleger betreffen dürfte, informieren.

Sollten Sie selbst einmal einen ersten Ansprechpartner in solchen Angelegenheiten suchen, können Sie selbstverständlich auch persönlich mit ihm Kontakt aufnehmen. Seine Kontaktdaten finden Sie in seinem Autorenprofil.

Herzliche Grüße und viel Spaß bei Lesen,

Ihr

Dirk Müller

„Gute Rendite mit kontinuierlichem Wertzuwachs!“

„Betongold im Paket - 8 Wohnungen, Gesamtwohnfläche 480 m², Durchschnittsrendite 4,6%“

„Wohnungspaket mit Toprendite!“

Solche Überschriften springen dem Leser heute massenhaft entgegen, sobald er einen Blick  in diverse Internet-Marktplätze für Immobilien wirft.

Kein Wunder: Hat ja endlich auch der kleinere Investor die Immobilie als Anlageform wieder entdeckt.

Aber taugt Betongold tatsächlich zur Vermögenssicherung?

Was sind die Renditeversprechen tatsächlich wert und worauf sollte der Anleger besonders achten?

Die RENDITE ist eines der wichtigsten Themen bei jeder Anlageentscheidung.

Unter Rendite versteht man üblicherweise das Verhältnis von Jahresnettomiete zu Kaufpreis. Damit handelt es sich um eine Bruttorendite. Und hier beginnt das Problem.

Ist eine Rendite von 4,6% eine gute oder eher schlechte Rendite?

Auf den ersten Blick sieht das ganz gut aus. Vor allem, wenn der Anleger diese Rendite mit den mickrigen Bank- und Anleihezinsen vergleicht.

Wirkliche Aussagekraft hat die Bruttorendite nicht. Erst die Ermittlung der Nettorendite liefert dem Anleger die Informationen, die er zur Kaufentscheidung braucht.

Dazu ein Beispiel:

Kostet das Anlageobjekt  200.000,-- € und bringt es eine Jahresnettomiete von 9.000,-- €, dann beträgt die Rendite 4,5 %.

Denn:

Bei dieser einfachen Methode wird jedoch übersehen, dass weitere Kosten wie Notar, Grundbuch und Grunderwerbsteuer

hinzukommen. Das sind immerhin bis zu 6,5 % (die Grunderwerbsteuern sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch). Bei obigem Beispiel immerhin

13.000,-- €.

Schnell wird vergessen, dass laufende Aufwendungen für Instandhaltung und Verwaltung auf die Wohnungsmieter nicht umgelegt werden können. Im angenommenen Fall einer gebrauchten Immobilie in zeitgemäßem Zustand muss  mit einer jährlichen Belastung von rund 2.500,-- € gerechnet werden.

Auch das Risiko eines Mietausfalls wird bei der Ermittlung der Bruttorendite ignoriert. Vorsichtshalber sollten bei der hier unterstellten Beispiel-Immobilie wenigstens 500,-- € in die Betrachtung mit einfließen.

Unter Berücksichtigung der zusätzlichen, eben beschriebenen Belastungsfaktoren berechnet sich die Nettorendite wie folgt:

Die Nettorendite liegt in diesem Fall mit 2,8% fast zwei Prozent niedriger als die Bruttorendite.

Was sagt der geneigte Anleger jetzt?

2,8 % Nettorendite. Gut oder schlecht?

Mit der Beantwortung dieser Frage werde ich mich im nächsten Artikel zum Thema „Betongold“  beschäftigen.

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