Ja, ich weiß. Ich bin hier auf cashkurs.com zuständig für das Thema „Immobilien“. Diejenigen von Ihnen, die meine Beiträge verfolgen, wissen, dass ich die Entwicklung des griechischen Immobilienmarktes beobachte.  Das „Drumherum“ bleibt einem nicht erspart. Mein heutiger Beitrag hat mit Immobilien unmittelbar nichts zu tun.

Da der nachfolgend beschriebene Vorfall von den  Mainstream-Medien in Deutschland kaum aufgegriffen wurde, möchte ich an dieser Stelle über nachfolgenden Vorfall berichten.

Laut den griechischen online-Zeitungen PatrisNews und  Zougla.gr ereignete sich am 17. April auf einer Erdbeerfarm in Nea Manolada  in Westgriechenland (genauer im Nordwesten der Peleponnes) ein tragischer Zwischenfall.

Eine Gruppe hauptsächlich aus Bangladesch und Pakistan stammender Arbeiter, die ihre ausstehenden Arbeitslöhne für sechs Monate forderten, wurden von drei Vorarbeitern beschossen. Laut den Erklärungen verletzter Arbeiter gegenüber Patrisnews hatte die Gruppe der Ausländer ein Treffen mit ihrem Arbeitgeber und dessen Vorarbeitern vereinbart und erwartete, bezahlt zu werden. Anstatt ihr Geld zu erhalten wurde den Arbeitern jedoch befohlen, zu ihrer Arbeit zurückzukehren.

Die ausländischen Landarbeiter reagierten heftig und weigerten sich, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. Laut Aussagen der Arbeiter richteten die drei Vorarbeiter ihre Waffen auf sie und begannen wahllos zu schießen. Mehr als 30 Personen gingen zum Teil schwer verletzt zu Boden.

Nach Informationen des Gesundheitszentrums Vardia wurden insgesamt 28 ausländische Arbeiter eingeliefert, von denen einige nur leicht durch Schrotkugeln verletzt waren und nach einigen Minuten wieder gehen konnten. Vier der Verletzten befinden sich jedoch in einem kritischen Zustand und vier weitere weisen ernsthafte Verletzungen auf. Diese acht Verletzten wurden in die Universitätsklinik von Rio eingeliefert, die übrigen in das Krankenhaus von Pyrgos.

Das gesamte Gebiet um Varda und Nea Manolada wurde anschließend von Polizeikräften geradezu überschwemmt. Am späten Abend traf in Varda eine Einheit der Spezialeinheiten MAT ein und positionierte sich in der Nähe des lokalen Polizeireviers für den Fall, dass es von Seite der ausländischen Arbeiter eine organisierte Gegenaktion geben sollte.

Der Eigentümer der Erdbeerfarm, der die 200 ausländischen Arbeiter beschäftigt hat, wurde verhaftet. Die Polizeikräfte setzten bis zum späten Abend die Suche nach den drei Vorarbeitern fort, die beschuldigt werden, mit zwei Jagdgewehren und einer Pistole die Landarbeiter unter Beschuss genommen zu haben.

In den Bekanntmachungen der Polizei war anfänglich von 20 und später 28 zum Teil schwer verletzten Personen die Rede. Journalisten veranschlagen die Anzahl der Verletzten jedoch auf mindestens 33 Personen, da einige Verletzte sich aus Angst, als illegale Immigranten umgehend festgenommen zu werden, nicht in ärztliche Behandlung begaben.

In einer am nächsten Tag (18. April 2013) bekannt gegebenen Erklärung des Pressesprechers der griechischen Polizei (ELAS) lautet es unter anderem:

“Ich möchte Ihnen mitteilen, dass sich die polizeilichen Ermittlungen zur Auffindung und Festnahme der drei Griechen im Alter von 39, 27 und 21 Jahren in vollem Gang befinden, die am gestrigen Nachmittag in Nea Manolada der Präfektur Ilias in ihrer Eigenschaft als Vorarbeiter einer Erdbeerfarm rund 200 ausländische Landarbeiter unter Beschuss nahmen, was zum Ergebnis hatte, dass 28 Personen verletzt wurden.

Dem Vorfall ging ein Streit der ausländischen Arbeiter mit den drei Vorarbeitern um nicht gezahlte Arbeitslöhne von sechs Monaten voraus. Daraufhin verließen die drei Gesuchten den Platz. Etwas später kehrten sie mit zwei Jagdgewehren und einer Pistole bewaffnet zurück und schossen auf die versammelten Ausländer.

Gestern Nachmittag wurde in Lappa / Achaia umgehend der 57-jährige griechische Eigentümer des Unternehmens bzw. der Erdbeerfarm verhaftet, währen heute Morgen im Gebiet von Pinia / Almaliada noch ein 38-jähriger Einheimischer verhaftet wurde, da er – wie sich aus den polizeilichen Ermittlungen ergab – gestern Abend und für einen Zeitraum von einigen Stunden zwei der drei Gesuchten Unterschlupf gewährte.

Die Zeitung merkt noch an, dass es in der Region schon seit Jahren immer wieder zu brutalen Gewalttaten gegen ausländische Landarbeiter kommt (von denen sich viele illegal in Griechenland aufhalten), die von den Bauern häufig wie Leibeigene gehalten und skrupellos ausgenutzt werden. Der Eigentümer der konkreten Erdbeerfarm, ist in dem Gebiet seit Jahren für die Art und Weise berüchtigt, wie er seine Arbeiter behandelt.

Bezeichnend ist, dass von den Fällen, die während der vergangenen Jahre überhaupt offiziell bei den Behörden angezeigt worden sind, bisher kein einziger zu einem gerichtlichen Abschluss gebracht worden ist. Permanent wird versucht, die unsäglichen Zustände zu vertuschen und herunterzuspielen und sogar argumentiert, ohne die sich überwiegend aus dem Heer der illegalen Immigranten rekrutierenden “Arbeitssklaven” würde die lokale Wirtschaft zusammenbrechen.

(Quelle: PatrisNews, Zougla.gr)

Inzwischen wurden alle drei mutmaßlichen Täter gefasst. Man darf gespannt sein auf den Fortgang.

Es entstehen befremdliche Denkmuster und es bilden sich politische Gruppen am rechten Rand, wie die Chrysi Avgi (goldene Morgenröte). Man lässt dem rechten Rand erstaunlich viel Spielraum.  Vermutlich, um von anderen Unzulänglichkeiten abzulenken. Das ganze vermischt mit wahnwitziger Profitgier und Menschenverachtung ergibt ein gefährliches Gemisch.

Harte Sache. Mich erinnert das an vergangene Zeiten in Louisiana oder Georgia. Auch an die derzeitigen Lieblingsfeinde der Griechen: Merkels mit Hitlerbärtchen in SS-Uniform, die Nazis. Man stelle sich sowas in Deutschland mit ausländischen Landarbeitern beim Spargelstechen vor…das internationale Presseecho danach…irre!