Punkt 1. Euro – keine Entlastung in Sicht

Der Euro hat mittlerweile die allernächsten Zielmarke, also 1,2190 erreicht und sich seither nicht mehr von dieser zu lösen vermocht. Letzteres wäre ab Kursen jenseits von 1,2260 zu vermuten, es könnte nach Überschreiten dieser Widerstandsmarke ja zumindest zum Test an Fibonacci-Retracement und Durchschnittslinie, an 1,2300, kommen.  

Eine Fortsetzung des Abwärtstrends hingegen (Dreiecksformation am Jahres-Chart) wie auch der jüngsten Kursbewegung durchaus als wahrscheinlich zu erachten. Der weitere Rückgang in Richtung 1,2000 und 1,1570 gälte als indiziert ab 1,2100 (-> 1,2000 – 1,1840 – 1,1570), wobei als konservatives bearishes Signal die Bestätigung des Abwärtstrends am Trendtief fungieren würde, also der Fall unter die seit Juni 2010 Bestand habenden 1,1875. Die Zielmarken wären dann entsprechend sogar 1,0505 und 1,0000.

Ein Wunder wäre wohl nötig, damit es Europa wieder besser ginge und der Euro sich über 1,2625 hinaus zu erholen imstande wäre. Solange unter dieser bedeutenden Marke, solange bleibt die bearishe Gefahr aufrecht.

           

Punkt 2. Rentenmärkte –  Bund läuft weiter gut

Der EUR Bund Future  hat erwartungsgemäß 153,17 überwunden und den Aufwärtstrend über die Trendlinie bei 154,10 hinaus in Richtung 155,23 fortgesetzt.

Nun geht es wieder einmal darum, den Aufwärtstrend als solchen, also am Trendhoch, zu bestätigen: Ein Überschreiten von 155,45 (Hoch vom 17.12.2014) gilt somit als bullishe Bestätigung und Indikation des weiteren Anstiegs gen‘ 156,25 und 160,00, eine Zielmarke, die mittlerweile aufgrund mehrerer technischer Analysenmethoden als erreichbar gilt.

Punkt 3. Aktienmärkte – immer weiter!

Der DAX 30 Future konnte nun zwar ein neues  Trendhoch mit 10.127 markieren, dieses jedoch bis dato nicht mehr zu überwinden vermocht. Die gelben Markierungen zeigen, daß wir uns nun wieder diesem Hoch vom 04.12.2014 nähern. Zur Vermeidung eines erneuten Rücksetzers in den Bereich von 9.580 bis gegebenenfalls 9.390 wäre es angezeigt, an einen Stop in der Gegend von 9.700 zu denken. Da Renten und Gold zulegen, liegt die Vermutung nahe, der Anstieg auf den Aktienmärkten könnte auf dünnen Beinen stehen. Die Zielmarken sind somit zwar immer noch 10.183 und 10.645, doch sollte – wie eigentlich immer – ein Stop angedacht werden.

Beim Index, dem DAX 30, ist mit 9.950 eine alte Kurslücke nahezu erreicht, die halten und den Kurs gen‘ 9.700 – 9.565 zurücksenden könnte. Es sieht zwar noch nach einem Move über 9.952 in den Bereich 10.015 – 10.090 aus, doch ein Stop bei 9.815 sollte erwogen werden.

Punkt 3. Ölpreis – Zielmarke 61,00 erreicht, Ende nicht in Sicht

IPE Brent Crude Future:  Die Zielmarke 61,00 (Fibonacci-Linie) wurde erreicht. Gemäß des Trendkanals muß man mit einem weiteren Rutsch gen‘ 37,50 jedoch noch rechnen.

Es gibt nun zwar die Chance auf eine Trendwende nach oben, die sich im Bereich 61,00 – 52,81 abspielen würde, aber dafür noch keinerlei Anzeichen im Kursverlauf. Daher empfiehlt es sich, mit weiteren Rückgängen zu rechnen und den Stop nachzuholen, etwa bis 62,00.

Zuletzt war der Rohölpreis übrigens anno 2009 bei 36,20 – und die Welt ist damals dennoch nicht untergegangen, dieses Mal jedoch scheint der Plan von wegen der finanziellen Schwierigkeiten Rußlands, die eine „Implosion“ bewirken sollen, passabel zu laufen. Es ist also kein reines Vergnügen, wenn man die Preise an den Zapfsäulen fallen sieht. Die Zielzone ist 40,00 – 37,50, i.e. noch circa 33% d’rin nach unten.

Der Goldpreis (Thomson Reuters Goldpreis Kassa, in Euro) ist immer noch im Umdrehen nach oben begriffen, es wäre also bei weiteren Verlusten des Euros mit einem Anstieg über den Bereich 1.022 – 1.075 zu rechnen, gefolgt von einem weiteren gen‘ 1.135 – 1.200.

Fazit: Die Stärke der Rentenmärkte wie die aktuelle Stabilität des Goldpreises sprechen nicht eben für die möglicherweise anstehende Jahresanfangs-Rally. Ich rate – wie zumeist: Man sei dabei, aber halte die Stops dicht!