Punkt 1. Rohstoffe, Energie – Öl & Gold & Strompreis

Thomson Reuters Gold Spot: Da nun erneut die Unterstützung 1.180 erreicht wurde, diese durch einerseits Fibonacci-Retracement wie auch die Durchschnittslinie gebildet wird, verdient sie Aufmerksamkeit. Ein Anstieg über 1.195 wäre ein erstes bullishes Signal und infolge ein Anstreben von 1.205 – 1.220 d’rin, sowie im Weiteren eine Trendbestätigung bei 1.225 (-> 1.240 – 1.270).

Im Auge behalten sollte freilich 1.180 - bzw. mit etwas „Sicherheitsabstand“ - 1.170 werden: Ein Fall darunter gälte als Indikation für einen Rücksetzer bis 1.160 – 1.144, an die Aufwärtstrendlinie.

Das Gold-Szenario ausführlich darzulegen, fehlt mir hier heute der Raum, doch sei erwähnt, daß ab dem aktuellen Trendtief 1.131,85 auch die Hauptunterstützung 1.090 in Gefahr wäre und ein Fall bis 990 im Bereich des Möglichen.

IPE Brent Crude Future: Die Bullenfalle bei 57,19, die sich in einem Hoch bei 59,78 und nachfolgendem Harami (eine Kerze, deren Spanne völlig innerhalb derjenigen der vorangegangen liegt und die die jeweils andere Farbe als diese aufweist) ausgewirkt hat, deutet zusammen mit der Entwicklung seit dem gestrigen Tag auf einen erneuten Rückfall gen‘ 52, an die untere Grenze des Trendkanales (blau punktierte Linien gelb markiert) hin.

Es ist jedoch mit Blick auf den möglichen Measured Move (Wiederholung einer ehemaligen Kursbewegung im gleichen Ausmaß nach Ende einer zwischenliegenden Konsolidierungsphase; gelb und per Pfeilen im Chart markiert) hin.

Die entsprechenden Kursziele wären neben der Fibonacci-Linie bei 50,00 also 47,76 und 43,86.

Ein Stop am jüngsten Hoch, i.e. 59,78, wäre technisch korrekt platziert, wem das zu weit weg liegt, der könnte etwa auch zu 56,79, knapp über’m jüngsten Wendepunkt gelegen, greifen.

In Anbetracht der Situation ist von einer Bodenbildung noch nicht guten Gefühls zu sprechen. Bleibt zu hoffen, daß Rußland das abkann.

EEX Phelix Base Yearly Energy Future: Der auch “German Base Load Future” genannte Stromkontrakt sah bis vor wenigen Tagen nach einer bullishen Trendwende aus, also nach einem Anstieg über 32,50 hinaus bis 33,00 – 33,30. Diesen Anstieg um 2,5% hätte man im Säckel bemerkt, nun aber gibt es die Chance eines erneuten Rückfalls bis 31,81, wenn nicht sogar zu einem solchen bis 31,45.

Bis dahin wäre immer noch eine massive Wende nach oben in Folge möglich – Stichwort: W-Formation. Diese ist am Wochen-Chart eingezeichnet, imperativ wäre aber, daß auch im zweiten Anlauf nach unten 31,45 halten.

Ein weiterer Fall, bis an den Trendkanal, bei 30,70, würde dieses möglicherweise sehr bullishe Bild konterkarieren.

Punkt 2. DAX – Metaziele

Da allerlei Kursziele zum DAX 30 kursieren, sei kurz festgehalten: Gemäß des Dreiecks (Formationsbildung von 2000 – 2013) ist mit 11.860 und 14.190 zu rechnen, gemäß des Trendkanals (grün gestrichelt) mit 13.000 und 14.240, sowie anhand des Symmetrischen Dreiecks (von 2008 – Ende 2012) mit 10.648 und 12.540.

Zusammenfassend darf mit einem Anstieg gen‘ 14.240 gerechnet werden, wobei die nächsten Zielmarken eben 12.510 – 12.540, 12.780 und 13.000 sind.  

Wer anderes behauptet, liest keine Kursbildung.

In Kürze: Meist ist weniger Raum, als Einem lieb wäre. Darum zum Yuan nur noch ein Wort: Er legt munter weiter zu gegenüber dem Euro. Das nächste Ziele sollte 6.27 sein und ein Stop bei ca. 6.8770.

Fazit: Es gibt unheimlich viele Gelegenheiten zu guten Trades zur Zeit, doch zu achten ist auch auf das weitere Umfeld: In Österreich etwa wurde die staatliche Einlagensicherheit (EUR 100.000,00 waren staatlich garantiert dem Anleger im Falles eines Problems der Bank) aufgehoben, gleichzeitig ein Zugriff des Fiskus auf die Girokonten der Bürger institutionalisiert und Faymann meint, wir wären hier durch unsere lokalen Gesetze gegen die möglichen Auswirkungen von TTIP gefeit. Ein Schelm, wer Übles dabei denkt.