Punkt 1. Rentenmärkte – Zielmarken erreicht & lei laf’n loss’n!

Der Bund Future hat erwartungsgemäß seine  Konktraktwechsel-Kurslücke geschlossen und fällt nun zurück zur Durchschnittslinie bei 149,50; kritisch im Sinne einer möglichen Korrektur gen‘ 148,70 würde es ab 149,22. Da muß man sich aber mit Blick auf den U.S.T-Note nicht allzuviel an Sorgen machen: Dieser sollte nun, da er erwartungsgemäß 125-05 erreicht hat, imstande sein, nach einer kleinen Korrektur bis evtl. an die Durchschnittslinie bei 125-00, den Abwärtstrend zu verlassen und den Anstieg am bisherigen Trendhoch 125-23 ~> 126-02 – 126-14 zu bestätigen. Es wird also erneut eine bullishe Flagge vermutet.

Zurückkommend zum Bund Future: Dieser sollte zwar in die Durchschnittslinie bei 145,50 fallen, dabei im Rahmen der zu erwartenden Übertreibung nach unten 145,22 nicht mit Schlußkurs unterschreiten, sich nochmals an der  Kurslücke versuchen. Dabei sollte 150,60 -> 151,05 im Bereich des Möglichen sein – und damit auch die Kurslücke nach klassischer Auffassung geschlossen. Mein Approach ist da, so wie gelb strichliert eingezeichnet, ein konservativerer als gemeinhin üblich.

Punkt 2. DAX, ATX, WIG 20, Singapore Strait Times – Ab- & Aufwärts

Der DAX 30 Future hat uns jüngst als bearishes  Indikation 9.666 -> 9.528 abgeliefert. Die Zielmarke ist nun schon unterschritten, sodaß nun die Unterstützungszone 9.141 – 9.128 beinahe schon erreicht ist. Diese entspricht der seit März dieses Jahres andauernden Konsolidierungsphase, doch liegt bereits 9.013, die seit Mitte 2011 intakte Aufwärtstrendlinie innert einer Handelstages-Reichweite. Ein deutliches Signal zur Trendwende wäre ab 8.850 gegeben, die nächsten Ziellinien wäre dann 8.150, das Fibonacci-Retracement. Ein bullisher Stop bei 9.400 (-> 9.530) sollte erwogen

Der ATX hat erwartungsgemäß die beiden gelb markierten Linien verlassen und 2.200 -> 2.100 – 1.950 ausgelöst. Die Abwärtstrendline bei 2.100 wird noch durch das 1. Indexziel des Measured Moves bei 2.077 unterstützt. Somit wäre ein Fall bis zu dieser Marke o.k. im Sinne einer möglicherweise nachfolgenden Erholung bis zurück bis 2.200 und erst ein Fall auch darunter würde den Weg ebnen gen‘ 2.030, 1.950, die mittlere Fibonacci-Linie, und schließlich die untere derer bei 1.800.

Wie oben angedeutet: Ab 2.200 wäre eine Erholung bis 2.230 – 2.270 im Bereich des Möglichen.

Nicht alle Aktienmärkte sehen nach Korrektur aus. Bullishe Bilder bieten der WIG 20 (im Bild der Stunden-Chart mit Zielmarken 2.460 und 2.469), aber auch etwa der Singapure Strait Times, der aufgrund seiner bullishen Untertasse nach einer Erholung gen‘ gut 3.000 aussieht. Ein erstes Signal dazu läge ab 2.400, das konservative ab 2.525 (Hoch der Untertasse) vor.

Punkt 3. Euro – man nehme ein 3eck, addiere einen Trendkanal….

Nun waren die Arbeitslosenzahlen in den USA (überraschend??) ultraschlecht und über Zinserhöhungen hat man fabuliert – wieder `mal. Der Euro fällt also munter weiter, und zwar gen‘ 1.2298, an das Dreieck (gelb markiert). Wir haben also als Unterstützungen noch 1.2298, dann 1,1875, das bestehende Trendtief. Dieser ist intakt seit 2008. Erreichen wir Letzteres, ist der Kurs bereits in die Fibonacci-Retracement-Zone, die eben mit 1,2630 getestet wird. Aufgrund dieser „Fibos“, deren mittleres bei 1,1570 liegt, sollte mit einem Rückfall in Richtung des unteren bei 1,0515 zu rechnen sein. Der Trendkanal (pinke, gestrichelte Linien), an dessen oberer Linie der Kurs im Mai gescheitert ist, unterstützt die bearishen Aussichten – seine untere Linie reicht bis knapp an die Parität. Der Zeitraum für einen solchen Crash betrüge 3 Jahre im Maximum, erfahrungsgemäß geht solches jedoch viel schneller. Hielte 1,2298, wäre ab 1,2800 mit einer temporären Erholung bis 1,3155 möglich.

Fazit: Rosig sieht es aktuell auf den Aktienmärkten nicht aus, es gibt aber welche mit bullishem Potential, die Renten laufen noch, der Euro wird sich bei 1,2298 vermutlich nicht halten können.