Die Krisen und Gefahren flauen nicht ab. Im Gegenteil, beinahe täglich scheinen sie zu wachsen.

Von Banken- und Schuldenkrise über Euro-Krise zum Krieg in Gaza, Bürgerkrieg in der Ukraine, nicht zu leugnender Kriegsgefahr für Europa und bereits begonnenem kalten Krieg,  der seinen momentanen Ausdruck in Sanktionen und Gegensanktionen sowie politischer und vor allen Dingen medialer Propaganda findet, sucht mancher Anleger nach Sicherheit.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen, gerade im Zusammenhang mit der Ukraine können schon sehr bald uns alle treffen.

Was ist also zu tun, wie legt man sein Erspartes an und wie schützt man sich und seine Familie vor Verlusten?

Eine Möglichkeit ist, sich für Bundesanleihen zu entscheiden. Die bringen bei 10-jähriger Laufzeit ein sattes Prozent. Das entspricht einem KGV von 100! Wer kauft denn sowas?

Die andere Möglichkeit: Aktien. Naja, bei einem KGV im Dax von 25 auch nicht mehr der Hit.

Aber zumindest ein Sachwert, ein Anteil an einem Unternehmen. Wenn aber die Ukraine-Krise zuschlägt und unsere exportabhängigen Unternehmen mit Wucht getroffen werden? Vielleicht doch zu riskant.

Dann bleiben die Immobilien. Hier finden sich Objekte, die sich immerhin mit vier Prozent verzinsen. Das ist immerhin viermal so viel wie bei Bundesanleihen.

Vier Prozent Rendite entsprechen einem KGV von 25. Damit sind wir dann soweit wie bei Aktien.

Stimmt das denn überhaupt mit den vier Prozent, die uns da mancher Verkäufer und Makler in die Augen reibt?

In der Regel stimmt das schon. Leider nur bei der Bruttorendite.

Anschaffungsnebenkosten von bis zu 6 Prozent Grunderwerbsteuer, inzwischen rund zwei Prozent Notar- und Grundbuchkosten sowie eine Maklergebühr von rund fünf Prozent lässt man hier gerne unter den Tisch fallen.

Der Verkäufer rechnet so:

Mieteinnahme 16.000 EURO / Kaufpreis 400.000 EURO  x 100 = 4 % Rendite.

Ist doch toll, oder?

Diese Rechnung nutzt dem Käufer nicht. Sie ist nur ein Teilergebnis. Jeder Käufer muss rechnen (Beispiel für Hessen):

(Mieteinnahme 16.000 EURO)  : (Kaufpreis 400.000 EURO  + 24.000 EURO Grunderwerbsteuer + 8.000 EURO Notar- und Grundbuch + 20.000 EURO Makler) x 100 = 3,6 % Rendite.

Somit müsste die Immobilie rund 4,5 Prozent Bruttorendite bringen, damit man überhaupt auf die vier Prozent netto kommt.

Darauf ist dringend zu achten. Dabei habe ich hier die laufenden Instandhaltungs- und Verwaltungskosten sowie das Mietausfallwagnis gar nicht berücksichtigt. Die Mietpreisbremse und andere Maßnahmen unserer glorreichen Volksvertreter wie Energieeinsparverordnungen tun ihr übriges. Wer es genau wissen will und die Finger von Immobilien nicht lassen kann, der findet  die Handlungsanleitung in dieser Quelle: Vermögenssicherung im Euro-Desaster

Die Überschüsse aus den Mieteinnahmen sind zu versteuern. Das schmälert die Rendite und ganz wichtig, wird oft übersehen:

Ist die Immobilie mit Kredit finanziert, dann geht ein Teil, des zu versteuernden Überschusses in die Tilgung und verschlechtert die Liquiditätssituation des Investors.