Anfang Januar habe ich mit einem Beitrag auf cashkurs.com die irrwitzigen Besteuerungen von Immobilien in Griechenland seit  2010 beschrieben.

Dass diese Steuern vollkommen kontraproduktiv sind, dürfte jedem klar sein. Aber: wie sagt man doch so schön? „In der Not frisst der Teufel Fliegen!“

Der Pleitestaat Griechenland verfrühstückt jetzt eben mal seine Immobilieneigentümer.

Laut der links-liberalen Wirtschaftszeitung "Imerisia" vom 15. Januar 2013 hat die überwiegende Mehrheit der Griechen in den letzten zwanzig Jahren 85 Prozent ihres Vermögens in Immobilien investiert.

Der Gesamtwert der Immobilien in Griechenland lag im Jahr 1994 bei 240 Milliarden Euro.

Bis 1999 hatte sich der Gesamtwert auf 522 Milliarden Euro entwickelt.

2005 lag der Gesamtwert bei rund 693 Milliarden Euro. Dann explodierten die Preise und stiegen bis 2008 auf etwa insgesamt 1,2 Billionen Euro.

Von 1994 bis 2008 hatten sich die Immobilienpreise nahezu verfünffacht.

Billige Zinsen, leichtfertig vergebene Kredite, der Glaube an immer weiter steigende Immobilienpreise und die Euphorie der Griechen nach der gewonnenen Fußballeuropameisterschaft und der Olympiade 2004 trieben den Immobilienmarkt in fundamental durch nichts mehr gerechtfertigte Höhen.

Zwischen 2008 und 2012 haben sich die Preise mehr als halbiert auf einen Gesamtwert von 514 Milliarden Euro. Der Wert liegt damit unter dem von 1999.

Nach einer Untersuchung der Alpha Bank sind die Immobilieninvestitionen 2012 im Vergleich zu 2000 um 70 Prozent zurück gegangen.

Die Immobilientransaktionen haben sich von 215.000 im Jahr 2005 auf etwa 30.000 im Jahr 2012 reduziert.

Der Einbruch kam nicht unerwartet. Auch ohne Banken- und Staatsschuldenkrise musste die Blase platzen.

Ein Land mit rd. 11 Millionen Einwohnern verfügt nun über etwa 7 Millionen Wohnungen.

Die Krise hat den Vorgang verschärft und beschleunigt.

Die Preisrückgänge auch in den Top-Lagen Athens sind so gewaltig, dass man sich als Beobachter schon die Frage stellen kann, ob man dort nicht allmählich einkaufen sollte.

Wenn nur der Teufel Staat nicht wäre, der in der Not Fliegen frisst… (vgl. dazu meinen Artikel vom 08.01.2013 hier auf cashkurs.com).