Ifo-Geschäftsklimaindex gesunken

Laut Meldung des ifo-Instituts vom 25.08.2014 ist der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands  im August auf 106,3 Punkte gesunken, von 108,0 im Vormonat. Damit ist er zum vierten Mal in Folge gesunken. 

Die Ausfuhren nach Russland waren im 1. Halbjahr um 15,5 Prozent eingebrochen.

Da braucht man sich nicht wundern, dass die  Unternehmen  erneut weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage waren.  Der Ausfuhrrückgang nach Russland kostete schließlich rund 3 Milliarden Euro.

Auch mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf sind die Unternehmen  skeptischer als im Vormonat. Die deutsche Wirtschaft verliert weiter an Kraft.

Man sieht nun ganz deutlich die kurzen Beine der Lügen unserer Volksvertreter,  die Sanktionen würden nur den Russen schaden. Aber das habe ich hier auf cashkurs.com am 14.08. in meinem Beitrag „Herbeigeführte Rezession, Immobilien und Rendite“ bereits beschrieben.

Die aktuelle Geschäftslage wurde laut ifo-Umfrage wiederholt  weniger gut beurteilt. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate hat sich merklich eingetrübt. Vom Export werden immer weniger Impulse erwartet.

Im Großhandel Geschäftsklimaindex auf niedrigstem Stand seit einem Jahr

Im Großhandel ist der Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gesunken. Die Großhändler waren deutlich weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen sind erstmals seit Juli 2013 mehrheitlich leicht pessimistisch. Auch im Einzelhandel hat sich das Geschäftsklima deutlich eingetrübt. Die Bewertung der aktuellen Lage erhielt einen deutlichen Dämpfer. Den weiteren Geschäftsverlauf schätzten die Unternehmen erneut etwas skeptischer ein.

Das ist ja interessant. Wir sind doch angeblich so unempfindlich mit unserer robusten Wirtschaft gegenüber Sanktionen. Unter anderem auch deshalb, weil die Binnennachfrage so toll ist. Der Handel scheint davon nicht so überzeugt zu sein wie unser Wirtschaftsminister Gabriel.

Sanktionen kosten 6,7 Milliarden Euro

Laut ING-Bank könnten die Sanktionen die EU 6,7 Milliarden Euro und  6 Prozent der Produktion kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass der Spaß laut ING-Bank rund 130.000 Arbeitsplätze in der EU vernichten kann.

Das ist dann genau das, was die EU in ihrer fragilen Wirtschaftslage braucht. Der Handel zwischen Russland und der EU betrug im Jahr 2012 rund 270 Milliarden Euro. Mal sehen wie viel im Jahr 2014 davon noch übrig sein wird und welche „neuen Ersatzmärkte“ unsere Schlaumeier in Berlin und Brüssel der Wirtschaft offerieren werden. Bis jetzt jedenfalls noch keinen.

Noch dümmere Eigentore kann man nicht schießen.

Das war es dann wohl schon mit der guten Laune in der deutschen Wirtschaft.

Der Steuerzahler ist wieder mal dran

Das von europäischen Bauern vernichtete, weil nicht mehr nach Russland lieferbare Obst und Gemüse zahlt schon wieder fleißig der Steuerzahler. Natürlich über den Umweg „Brüssel“.

Die 500 Millionen, die Angela Merkel Kiew versprochen hat und von denen der größte Teil im schwarzen Loch ukrainischer Banken verschwinden dürfte, ist da nur noch ein Tröpfchen auf den heißen Stein.

Nur im Bauhauptgewerbe sieht es besser aus

Die Tatsache, dass im  Bauhauptgewerbe hingegen der ifo-Geschäftsklimaindex leicht gestiegen ist und  die Baufirmen mit ihrer aktuellen Lage etwas zufriedener als im Juli waren, könnte zu dem Schluss verleiten, dass die Investition in Betongold die einzig sinnvolle und robuste Investition sei.

Vorsicht! Das kann sich schnell als Trugschluss erweisen. Verlust von Arbeitsplätzen in Verbindung mit stagnierender, eventuell rückläufiger Kaufkraft bei gleichzeitig anschwellendem Wohnungsbau, forciert durch Niedrigzinsen, kann schnell zu Mietpreisstagnation oder –Rückgang führen. Das zunehmende Wohnungsangebot in Verbindung mit nicht weiter steigenden Mieten zu Kaufpreisrückgängen bei Wohnimmobilien.

Noch ist es nicht so weit. Wer in Immobilien investieren und auf Nummer Sicher gehen will, sollte entweder Fachmann sein oder sich die unbedingt erforderlichen Informationen vorher besorgen und sich auf keinen Fall auf die Aussagen seines Bankberaters oder Maklers verlassen. (Quelle für die notwendigen Informationen: Vermögenssicherung im Euro-Desaster) Wenn’s um Ihr Geld geht, sollten Sie sich nur auf sich selbst verlassen.