Grundlage für Investitionsentscheidungen: Teil 1: Bestand und Haushalte


Nach den Ergebnissen des Mikrozensus gab es in Deutschland im Jahr 2010 40,5 Mio. Wohnungen. Davon waren 37 Mio. bewohnt.

45,7 % wurden vom Eigentümer selbst bewohnt.

Von 1999 bis 2011 stieg die Zahl der Wohnungen im Bundesgebiet von 37,98 Mio. auf 40,47 Mio.

Während im Jahr 2010 bundesweit 40,32 Mio. Wohnungen zur Verfügung standen, waren es im Jahr 2011 40,47 Mio.

Der Bestand erhöhte sich von 2010 bis 2011 um 150.000 Wohnungen, also um 3,7 Prozent.

Je Wohnung waren es 1991 82 m², 1999 84,3 m² und 2011 86,9 m² Wohnfläche durchschnittlich.

Im Durchschnitt verfügte jeder Bewohner im Jahr 2011 über 43 m² Wohnfläche. 1999 waren es noch 39 m² pro Bewohner und jeder Bewohner verfügte im Durchschnitt im Jahr 1999 über zwei Räume, im Jahre 2011 über 2,2 Räume.

Die Einwohnerzahl Deutschlands hat nach einer Schätzung, die in einer Pressemitteilung am  14.01.2013 vom Statis­tischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht wurde, im Jahr 2012 erneut zugenommen. Am Jahresanfang lebten 81,8 Millionen Personen und am Jahresende voraussichtlich etwa 82,0 Millionen Personen in Deutschland. Nach acht Jahren Rückgang wird die Bevölkerungszahl damit das zweite Jahr in Folge steigen. Ursache hierfür sind die hohen Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland, die das Geburtendefizit – die Differenz aus Geburten und Sterbefällen – 2011 und 2012 mehr als nur ausgleichen konnten. 

Für das Jahr 2012 wird mit 660 000 bis 680 000 lebend geborenen Kindern und 860 000 bis 880 000 Sterbefällen gerechnet. Das sich daraus ergebende Geburtendefizit liegt voraussichtlich bei etwa 185 000 bis 200 000. Im Jahr 2011 betrug es 190 000 – damals standen den 852 000 Sterbefällen 663 000 Geburten gegenüber. 

Der hohe Wanderungsgewinn im Jahr 2011 (+ 279 000) fiel der Schätzung zufolge 2012 nochmals deutlich höher aus: Es wird damit gerechnet, dass mindestens 340 000 Personen mehr aus dem Ausland zugezogen als ins Ausland fortgezogen sind. Einen Wanderungsgewinn von mehr als 300 000 Personen gab es zuletzt 1995.

Laut Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung steigt die Zahl der Haushalte stetig weiter. Im Jahr 2011 betrug deren  Zahl 40,43 Mio. gegenüber 40,3 Mio. in 2010 und 40,19 Mio. im Jahr 2009.

Die Einpersonenhaushalte wuchsen 2010 um 1,3 Prozent auf 16,2 Mio. und 2011 um 0,9 Prozent auf 16,33 Mio.

Die kleinen Haushalte, bestehend aus einer oder zwei Personen hatten 2010 einen Anteil von 75 Prozent an allen Haushalten.

Gemäß diesem Ausblick wird der Anteil kleinen Haushalte, bestehend aus einer oder zwei Personen mindestens bis 2030 noch deutlich zunehmen.