Online bezahlen: Wie sicher ist welche Zahlungsart?

Phishing, Kreditkartenbetrug, gehackte Onlinekonten – wer Geldgeschäfte übers Internet abwickelt, hat dabei oft ein mulmiges Gefühl. Klar: Keine Transaktionsanbieter kann hundertprozentige Sicherheit bieten. Doch es ist gut zu wissen, welche konkreten Risiken mit einzelnen Zahlungsarten verbunden sind und wer im Schadensfall haftet.

Vorauskasse ist für Sie als Kunde eines Online-Shops mit dem höchsten Risiko verbunden. Damit ist nämlich nicht nur ein Geldvorschuss, sondern auch ein gewaltiger Vertrauensvorschuss verbunden. Wenn der Anbieter sich mit Ihrer Vorauszahlung aus dem Staub macht, können Sie das Geld in den Wind schreiben.

Paypal entspricht im Prinzip der Vorauskasse, bietet dabei jedoch den so genannten Käuferschutz. Wenn der Verkäufer die Ware nicht versendet hat oder die Ware erheblich von der Artikelbeschreibung abweicht, erstattet Paypal den Kaufpreis. Das gilt allerdings nur für Waren, die auf dem Postweg verschickt werden können. Software, E-Books, Dienstleistungen und Fahrzeuge bleiben außen vor.

Kreditkartenzahlungen halten dem Zahler die Möglichkeit offen, bei Nichtlieferung  der Ware (nicht aber bei Reklamationen) das Geld zurück zu buchen. Achten Sie bei Online-Zahlungen darauf, dass die Transaktion über eine verschlüsselte https-Verbindung erfolgt. Beim Missbrauch der Kreditkartendaten ist die Haftung des Inhabers meist auf 50 Euro begrenzt – allerdings sollten Sie solche Fälle umgehend melden und gleich die Karte sperren lassen.

Lastschriften sind aus Sicht des Verbrauchers das sicherste Zahlungsverfahren. Bei Ausbleiben der Ware, Reklamationen oder Missbrauch der Kontoverbindung können Sie die Lastschrift einfach wieder zurückbuchen lassen. Weil jedoch dieser Komfort betrügerische Shopper auf die Idee gebracht hat, nach dem Erhalt der Ware das Geld gleich wieder zurückzuholen, bieten inzwischen manche Online-Händler diese Zahlungsart nicht mehr an.

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