Nach fünfzehn Jahren – beginnend bei 9/11 über „Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen“ und dessen „al-Qaida-Verbindungen“ bis hin zu „iranischen Atomwaffen“, „Assads Einsatz von Chemiewaffen“, schier endlosen Lügen über Gadaffi sowie eine „russische Invasion in der Ukraine“ – halten es die Regierungen der so genannten westlichen Demokratien für unabdingbar, sich in immer größeren Lügenverstrickungen zu verhaspeln, um deren politische Agenden durchzusetzen.

Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem westliche Regierungen den Versuch unternehmen, jene, die hartnäckig unter der Oberfläche an der Aufdeckung der Wahrheit arbeiten, zu diskreditieren, weil sie sich als Herausforderung erweisen und die Lügen und Propaganda dieser Regierungen ans Tageslicht bringen.

Russische Nachrichtenseiten, die als Übermittler von „Fake News“ gebrandmarkt werden, sehen sich einem Angriff durch die EU und westlichen Konzernmedienprostituierten ausgesetzt. Den Anordnungen ihrer Washingtoner Herren gehorchend, hat die EU eine Resolution gegen russische Medienbetreiber verabschiedet, die sich der durch Washington vorgegebenen Linie nicht unterwerfen.

Russlands Staatspräsident Putin teilte mit, dass die Resolution „sichtbares Zeichen in Bezug auf die Degradierung des Demokratiegedankens in westlichen Gesellschaften ist“. George Orwell sagte einst einmal voraus, dass das Aussprechen der Wahrheit durch „demokratische“ Regierungen des Westens irgendwann einmal als feindlicher Akt angesehen werde.

Eine brandneue Webseite namens propornot.com, die gerade erst das Licht der Welt erblickt hat, verteufelt in einer eigens aufgestellten Liste 200 Internet-Webseiten, die Nachrichten und Ansichten verbreiten, die sich nicht in Einklang mit jenen Ansichten der Medienprostituierten befinden, die sich gänzlich unverblümt einer Umsetzung von westlichen Regierungsagenden angedient haben.

Wird propornot.com durch die CIA, den Think Tank National Endowment for Democracy oder George Soros finanziert? Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass meine eigene Seite  paulcraigroberts.org sich ebenfalls auf dieser Liste befindet.

Was wir jetzt beobachten, ist eine Übernahme von Methoden des zionistischen Israels durch westliche Regierungen, um den eigenen Kritikern entgegenzutreten. Jedermann, der die aggressive Gangart gegenüber den Palästinensern und deren inhumane Behandlung durch Israel anprangert, wird als „anti-semitisch“ gebrandmarkt.

Jene, die sich im Westen gegen die mörderischen und rücksichtslosen Politleitlinien von Regierungsoffiziellen aussprechen, werden nun als „russische Agenten“ verteufelt. Der designierte Präsident der Vereinigten Staaten wird selbst als „russischer Agent“ bezeichnet. Doch dieses Modell einer Redefinierung der Wahrheitssuchenden als Propagandisten hat sich bereits als Bumerang erwiesen.

Die Bemühungen, Wahrheitssuchende öffentlich zu diskreditieren, hat stattdessen einen Katalog von Webseiten hervorgebracht, unter dessen Mitgliedern sich verlässliche Informationen finden lassen. Seit Veröffentlichung der oben verlinkten Liste sind die Leserzahlen der entsprechenden Webseiten explodiert.

Darüber hinaus zeigen die Bemühungen zur Diskreditierung von Wahrheitssuchenden, dass westliche Regierungen und deren Medienprostituierte sowohl mit Blick auf die Wahrheit als auch in Bezug auf unterschiedliche Sichtweisen blind, taub und intolerant sind.

Vielmehr wird deutlich, dass eine kleine Gruppe die Menschen dazu zwingen will, die der Umsetzung von Agenden der westlichen Regierungen dienlichen Lügen als Wahrheit zu akzeptieren.

Deutlich wird, dass weder westliche Regierungen noch westliche Mainstream-Medien auch nur einen Fitzel Respekt für die Wahrheit aufbringen. Wie lässt sich der Westen im Angesicht dieser Tatsache noch als „demokratisch“ bezeichnen?

Die Washington Post spielte erneut eine tragende Rolle in den durch Washington aufgestellten Behauptungen, laut denen sich die alternativen Medien aus russischen Agenten zusammensetzten.

Craig Timberg, der weder sonderlich integer noch intelligent zu sein scheint, erweist sich für die Washington Post als jener Narr, der die falschen Behauptungen in die Welt gesetzt hat. Laut Timberg hätten zwei „unabhängige Analystenteams“ – von denen bislang keines namentlich genannt wurde – herausgefunden, dass die Russen unter anderem die Leichtgläubigkeit von

  • CounterPunch
  • Professor Michel Chossudovsky von Global Research,
  • Ron Paul
  • Lew Rockwell
  • Justin Raimondo
  • von mir selbst
  • und jene von 194 anderen Webseitenbetreibern

zu ihren Gunsten ausgenutzt hätten, um einen „aufrührerischen Präsidentschaftskandidaten“ (Trump) „ins Weiße Haus zu befördern“. Lassen Sie sich die Titulierung Trumps auf der Zunge zergehen – „aufrührerischer beziehungsweise rebellischer Präsidentschaftskandidat“.

Das sagt eigentlich alles. Sie können in diesem verlinkten Bericht nachlesen, was die Washington Post unter einer „verlässlichen Nachrichtenberichterstattung“ versteht. Lesen Sie dazu auch diesen Bericht.

Glenn Greenwald von The Intercept, der sich einer Aufnahme auf besagte „Liste der 200“ aus ungeklärten Gründen entziehen konnte, holt in diesem Bericht gegen Craig Timberg und die Washington Post aus. Westlichen Regierungen gehen die Ausreden aus.

Seit dem Clinton-Regime hat das Begehen von schweren Kriegsverbrechen durch westliche Regierungen in deren kumulierten Anzahl die durch Nazi-Deutschland begangenen Kriegsverbrechen übertrumpft. Millionen von Muslimen sind in sieben souveränen Staaten abgeschlachtet und aus ihrer Heimat vertrieben worden.

Nicht ein einziger westlicher Kriegsverbrecher ist bislang für seine Taten zur Verantwortung gezogen worden. Die verachtenswerte Washington Post erweist sich seit Langem als eine der größten Fürsprecherinnen dieser Kriegsverbrecher.

Auch der Rest der westlichen Print- und Fernsehmedien sieht sich derart verwickelt in die schlimmsten Kriegsverbrechen in der Menschheitsgeschichte, dass – falls Gerechtigkeit die Protagonisten jemals einholen wird – sich auch die Betreiber der Mainstream-Medien neben den Clintons, George W. Bush, Dick Cheney, Obama und deren neokonservativen Hintermännern eines Tages vor Gericht werden verantworten müssen.

Gastbeitrag für CK*Wirtschaftsfacts / © 2016 Dr. Paul Craig Roberts / Institute for Political Economy