Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten wird darin als erfolgreicher Frontmann zugunsten der Konzernherrschaft und des Washingtoner Imperialismus skizziert. Barack Obama war

  • der „Drohnenkönig“,
  • dessen Regime sieben muslimische Nationen bombardierte,
  • die demokratisch legitimierte Regierung in Honduras stürzte,
  • das Regime in Libyen stürzte und Muammar al-Gaddafi ermordete,
  • denselben Versuch in Bezug auf al-Assad in Syrien unternahm,
  • die demokratisch legitimierte Regierung der Ukraine stürzte sowie die Russische Föderation und deren Staatspräsidenten dämonisierte,
  • den Versuch unternahm, die demokratisch legitimierten lateinamerikanischen Staatspräsidenten Morales, Chavez und Ortega zu unterminieren und zu stürzen,
  • permanent log und
  • die Erwartungen des militärisch-industriellen Komplexes und der globalen Kapitalisten erfüllte.

Diese kriminellen Handlungsweisen noch übertreffend, verfolgte das Obama-Regime die politische Leitlinie, amerikanische Staatsbürger allein aufgrund eines Verdachts und unter Ausschluss eines rechtsstaatlichen Verfahrens zu ermorden.

Tötungsanordnungen ergingen an allen Dienstagen der Woche, wenn Obama und der ihm einst zur Seite stehende CIA-Direktor John Brennan mutmaßliche Terroristen anhand von Fahndungsfotos und deren Biografien, von denen niemand weiß, wer diese Information zuvor zusammenstellte, auswählten.

„Einige unter den Auserwählten waren noch Teenager wie zum Beispiel ein junges Mädchen, dessen Aussehen seinem Alter von 17 Jahren nicht einmal gerecht wurde.“ Im Namen einer Verhinderung von Gräueltaten verübte das Obama-Regime selbst Massengräueltaten. Eine der daraus resultierenden Konsequenzen war ein massiver Flüchtlingsstrom in die USA, Europa und andere Winkel des amerikanischen Imperiums.

Die hiervor Betroffenen blicken auf gute Gründe, um Amerikaner, Europäer, Australier und Kanadier für deren Entsendung von Soldaten und den Abwurf von Bomben, die ihre Häuser und Wohnstätten zerstörten und ihre Familienmitglieder töteten und verstümmelten, zu hassen.

Obama erwies sich als perfekter Frontmann eines unbarmherzigen Imperiums. Selbst partiell der schwarzen Rasse zugehörig, ließ sich Obama leichterdings als menschenfreundlicher und umsichtiger Staatenlenker, der sich für die Belange dunkelhäutiger Menschen, die unter dem Regime von George W. Bush kaum irgendwelche oder gar keine Freiheiten genossen, offen zeigte, präsentieren.

Als Senator aus dem Bundesstaat Illinois mit nur einer Amtszeit blickte Obama weder auf eine große Gefolgschaft noch verfügte er über eine unabhängige politische Basis. Aus diesem Grund mangelte es Obama an der Fähigkeit, sich gut organisierten Machtinteressengruppen entgegenzustellen.

In sein Amt gehievt, sorgte Obama für eben jene Gewaltorgie (und eben jenes Chaos), die sich die herrschende Oligarchenklasse herbeiwünschten. In diesem Zuge wurden unabhängige Regierungen zu Fall gebracht, die Ölströme unter Kontrolle gebracht und Pläne geschmiedet, um Washingtons und Israels Hegemonie über den Mittleren Osten zu etablieren.

Kuzmarows Bericht über Barack Obama fügt sich nahtlos ein in das Modell der Washingtoner Auslandsinterventionen, über die zahlreiche Berichterstatter geschrieben haben. Hierzu gehört beispielsweise auch General Smedley Butler, John Perkins, Confessions of an Economic Hit Man und Stephen Kinzer, The Brothers.

Unterschied ist, dass sich Barack Obama recht bewusst darüber gewesen ist, als Frontmann für die Interessen des herrschenden Establishments zu fungieren, während General Smedley Butler ursprünglich einmal davon ausging, für die Interessen der Vereinigten Staaten anstelle der Interessen der New Yorker Banken und der United Fruit Company einzustehen.

Perkins dachte einst einmal, dass er jenen Ländern, die im Zentrum der Projekte standen, an denen er arbeitete, helfen würde, während die Brüder Dulles unabhängig von den amtierenden US-Präsidenten operierten. Barack Obama war sich darüber bewusst, wem er und welchen Interessen er diente, und litt deshalb auch nicht unter Selbstbetrug.

Donald Trump unternahm den Versuch, die politische Unabhängigkeit des Präsidentenamtes und des Weißen Hauses wieder herzustellen und sah sich selbst gefangen in den Fallstricken der „Russiagate“ Vorwürfe. Es wird interessant sein zu beobachten, ob sich die Autorität des Präsidentenamtes wieder herstellen lassen wird, oder ob der Präsident fortan eine Marionette des Establishments sein wird.

Gastbeitrag für CK*Wirtschaftsfacts / © 2019 Dr. Paul Craig Roberts / Institute for Political Economy