Nasdaq Inc.

Der Börsenbetreiber Nasdaq Inc. profitierte auf der Umsatzseite von den volatilen Märkten im ersten Quartal, dieser stieg auf 701 Mio. USD von 634 Mio. noch im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis lag ebenso leicht über dem Referenzwert des Vorjahres und betrug 294 Mio. USD. Der Bereich Market Services legte 21% zu, hier sind unter anderem der Handel mit Derivaten und Aktien vereint. Der Umsatzanteil beträgt rund 40 Prozent und ist zugleich der ertragsstärkste Bereich. Besonderes Augenmerk lag auf dem Segment Information Services, der Umsatz kletterte auf den Spitzenwert von 211 Mio. Umsatz, mit einem operativen Ertrag von 134 Mio. USD. Die Quartalsdividende wurde um 4,3 Prozent auf 49 Cent erhöht. Zusätzlich gab CFO Michael Ptasznik bekannt, dass die Refinanzierungskosten sinken werden und somit die Bilanz weiter gestärkt werden kann.     

 

Thermo Fisher

Der Umsatz stieg gute 2 Prozent auf 6,23 Mrd. USD, das Betriebsergebnis mit 906 Mio. USD leicht unter dem Vorjahresniveau von 920 Mio. USD. Netto konnten 788 Mio. nach 815 Mio. USD erwirtschaftet werden. Der Teilbereich Labortechnik profitierte von der aktuellen Situation und verbuchte Umsätze von 2,73 Mrd. USD was nunmehr 43,8% der Gesamtumsätze ausmacht. Die größte Marge wird jedoch im Segment Life Sciences verdient, Umsätze von 1,8 Mrd. mit operativen Erträgen von 675 Mio. USD und somit einer Marge von 38 Prozent sprechen für das starke Geschäftsmodell von Thermo. Das Covid-19 Test Kit TaqPath hat bereits die Zulassung der FDA für die USA erhalten, auch die europäischen Behörden gaben grünes Licht. Die Übernahme der Qiagen für 11,5 Mrd. USD läuft nach Plan, hierfür wurden u.a. im ersten Quartal ein Volumen von 3,5 Mrd. USD neue Anleihen in den USA und Europa begeben. Der Free Cash Flow sank auf 107 Mio. USD nach noch 454 Mio. im Vorjahresquartal.      

 

Icon Plc

Auftragsforschung für die pharmazeutische Industrie ist das Kerngebiet der Icon Plc.. Der Umsatz im ersten Quartal belief sich auf 715 Mio. USD nach noch 675 Mio. im Vergleichsquartal 2019. Vorsteuern verdiente man 105 Mio. USD, was ein gutes Ergebnis für die Krise und die aktuelle Lage ist. Netto konnte man sogar Neugeschäfte von über 800 Mio. USD an Land ziehen. Nichts desto trotz wird Covid-19 auch hier einen negativen Einfluss auf das laufende Geschäft haben. Vorsorglich hat Icon jeglichen Ausblick gestrichen. Das Management hat absolute Kostendisziplin vorgegeben, was in dieser Situation gerechtfertigt ist, um die starke Bilanz nicht zu gefährden. Wie bei so vielen Unternehmen gibt es keine wirkliche Visibilität für das aktuelle Quartal, daher ist es wichtig, dass die Bilanz ausgewogen und stark bleibt.     

 

Atlas Copco

Atlas war wieder einmal wichtig im Zusammenhang mit der Corona-Krise, denn als breit aufgestelltes Industrieunternehmen, sollte hier der Effekt klar sichtbar sein. Die Segmente reichen von Industriewerkzeugen und Kompressor Technik, über Entwässerungslösungen bis hin zu Highend Vakuumsysteme für die Halbleiter Industrie. Diese rettete letztendlich Atlas quasi das Quartalsgeschäft. Vom Gesamtumsatz, der bei 25 Mrd. Schwedenkronen (SEK) lag und im Vergleich zu Q1 2019 leicht fiel, konnte die Vakuumtechnik mit gut 13% Wachstum auf 6,1 Mrd. SEK im Konzern glänzen. Die operative Marge lag hier bei 24,3 Prozent, was im Gesamtkontext der Gesellschaft (Q1 2020 20,4 %) beachtlich ist. Der Ordereingang verharrt auf hohem Niveau, aber das Management sieht trotzdem dunkle Wolken und betonte, dass die aktuelle Situation sehr viel Unsicherheit birgt und einen erheblichen Einfluss auf die kommende Nachfrage haben wird, regelrecht ein Nachfrageschock sein könnte.   

 

"Was heißt das konkret für mich!?"

Die Börse feiert ein Quartal, dass zwar schon ohne wirkliches Wachstum war, aber noch nicht die Auswirkungen der letzten sechs Wochen widerspiegelt. Dass die Gesellschaften ihre Ausblicke offenlassen, bzw. schon jetzt vor erheblichen Verwerfungen warnen, interessiert die Börse überhaupt nicht. Die Volkswirte von großen US- Banken gehen von einem Einbruch des GDP (Bruttoinlandsprodukt) von bis zu 30 Prozent im aktuellen Quartal aus. Es wird sich zeigen, ob billiges Geld der Notenbanken oder die realwirtschaftliche Entwicklung letztendlich die Börsenkurse beeinflussen.