Liebe Leserinnen und Leser,

die vergangenen Wochen zeigen wieder einmal eindrücklich auf, wie schnelllebig unsere Zeit und insbesondere die Medienlandschaft geworden sind. Die Bundestagswahlen sind bereits abgehakt und die erwartete Koalition von CDU/CSU und SPD ist nur noch ein Randthema. Auch die Situation um die US-Defizitgrenze findet nach vorübergehender Beilegung der Streitigkeiten kaum noch Beachtung, obwohl wir schon bald wieder vor der nächsten Überschreitung der dortigen Schuldengrenze stehen werden. Die nach wie vor unerträgliche Lage in Syrien und die Angriffsdrohung von Seiten der USA sind ebenfalls in weite Ferne gerückt. Wir konsumieren die aktuellen Nachrichten wie Fast Food und machen uns kaum noch Gedanken dazu oder hinterfragen die Dinge genau.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass uns das Tagesgeschehen oftmals mehr beunruhigt als mögliche langfristige Auswirkungen und wir dabei leicht das Gesamtbild des Globus aus den Augen verlieren. Das trifft für viele Bereiche des Lebens zu und eben auch für die Börsen und den Rohstoffsektor. Während Stan- dardaktien weltweit haussieren und von einem Rekordhoch zum nächsten rennen, fragt sich kaum jemand, wie lange das noch so weitergehen kann, denn eigentlich wissen wir ja alle, dass die Aktienmärkte in den letzten Jahren vor allem durch das billige Geld und den Mangel an alternativen Anlagen angetrieben werden und nur zum Teil durch überragende Wirtschaftsdaten oder Unternehmensergebnisse. Im Grunde müsste man jederzeit mit starken Korrekturen rechnen, denn Börsen sind eben keine Ein- bahnstraße. Dennoch wird im überwiegenden Teil der Medien von weiter steigenden Kursen und tollen Aussichten gesprochen. Gerade jetzt scheinen viele Kleinanleger noch auf den fahrenden Zug aufspringen zu wollen. Es ist durchaus möglich, auch jetzt noch einige Prozent Kursgewinn einzustreichen, dennoch überwiegt das Abwärtsrisiko deutlich. Seien Sie sich dessen bewusst und sichern Sie Ihr Depot frühzeitig ab, dann können Sie auch in den kommenden Monaten ruhig schlafen.

Demgegenüber werden der Rohstoffsektor, insbesondere die Edelmetalle sowie Minenaktien schlecht geredet, wodurch immer mehr Investoren diesen Bereich verlassen oder weiter meiden. Nachdem die Korrektur je nach Segment – mehr oder weniger stark – bereits fast zwei Jahre andauert, haben beispielsweise die Gold- und Silberminen seit Ende 2011 schon über 50% an Wert verloren, während der Dax beinahe ebenso stark zulegen konnte. Das wird nicht ewig so weitergehen. Daher ist es wichtig, nicht die Nerven zu verlieren und nach den richtigen Anlagechancen zu suchen. Diese sehen wir mittelfristig eher wieder im Minensektor, denn wenn dort Aktienkäufe erfolgen, braucht es nicht lange, bis sich die Kurse stark nach oben bewegen, wie wir bereits vor wenigen Monaten oder auch in den letzten drei Tagen ansatzweise gesehen haben. Sicherlich hätten wir auch lieber eine kurze und heftige Korrektur wie in 2008 gesehen, aber wir gehen davon aus, dass insbesondere bei den Minen das Schlimmste vorbei ist, so dass sich schon jetzt immer mehr gute Möglichkeiten ergeben und die Chancen die Risiken deutlich überwiegen.

Dies gilt ebenso für Gold und Silber. Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Metalle nochmals stark abtauchen, aber insgesamt bleibt das Umfeld mittelfristig sehr positiv. Denn wer glaubt denn ernsthaft, dass die westliche Welt und allen voran die USA die Politik des billigen Geldes plötzlich stoppen können? Wir sind durchaus überrascht, wie viel Vertrauen offensichtlich in der Öffentlichkeit und auch bei vielen Experten noch vorherrscht, dass die Fed ihre ausufernde Bilanz wieder zurückführen wird. Wenn dieses Vertrauen in eine geordnete „Exit-Strategie“ aber erst einmal erodiert, dann steht Gold vor einer dramatischen Aufwertung. Das kann allerdings noch dauern. Behalten Sie daher bei Ihren Anlagen in Edelmetalle und Minenaktien das vorgenannte Gesamtbild im Auge und lassen Sie sich nicht verunsichern.

Zudem gibt es weitere gute Gründe, die ebenfalls für eine erneute Aufwertung des gelben Metalls sprechen. Besonders die harten Einschnitte im Minensektor führen zu einer rückläufigen Produktion. Dies gilt umso mehr, da das aktuelle Preisniveau nur noch wenigen Firmen ein profitables Arbeiten ermöglicht. Die notwendigen Anpassungen dürften einige Zeit in Anspruch nehmen und viele Firmen aus dem Geschäft drängen. Daher wird der Goldpreis nicht dauerhaft fallen, wie viele immer wieder anführen. Auch der bekannte Investor Jim Rogers erklärte zuletzt im Magazin „Barrons“, dass er durchaus nochmal von tieferen Goldpreisen ausgeht, aber langfristig Kurse oberhalb von 2.000 USD/oz erwartet.

Auch wenn es aktuell immer wieder schmerzt, in Edelmetallen und Minen investiert zu sein, so halten wir an unserer mittelfris- tigen Erwartung fest. Wann der Markt genau drehen wird, kann man kaum seriös feststellen, aber eins ist sicher: Es wird auch wieder aufwärts gehen und bis dahin schützen wir uns über ent- sprechende Absicherungen. Mit dieser Strategie konnten wir den Vergleichsindex im Musterportfolio immerhin bisher um über 30 Prozentpunkte outperformen.

Herzlichst,


Ihr Dirk Müller und das Team von Cashkurs*Gold

Im folgenden Abschnitt finden Sie einen kleinen Auszug der umfassenden Aktienanalyse von "Detour Gold - auf dem Weg zum größten Goldproduzenten in Kanada", die ebenfalls Bestandteil von Cashkurs*Gold ist.

Die kanadische Firma Detour Gold mit Sitz in Toronto entstand 2006 durch den Kauf des Projekts Detour Lake von Pelangio Mines Inc. für 75 Mio. USD (5 Mio. in Cash und 20 Mio. in Aktien von Detour Gold). Die Mine gehörte einst Placer Dome und war von 1983 – 1999 bereits in Produktion. 1,8 Mio. Unzen Gold wurden in diesem Zeitraum gefördert. In nur sechs Jahren, von 2007 – 2013, brachte das Team um Detour Gold das Weltklasse-Projekt wieder in Produktion. Zudem besitzt die Firma mit 15,6 Mio. Unzen eine der größten Goldreserven weltweit. Mit einer angestrebten Jahresproduktion von 657.000 Unzen über mindestens 20 Jahre ist die Gesellschaft dann der größte Goldproduzent innerhalb der kanadischen Grenze. Die Liegenschaft bendet sich zu 100% im Eigenbesitz und erstreckt sich über ein 630 Quadratkilometer großes Landpaket im Abitibi Greenstone Belt. Damit ergibt sich auch zukünftig ausreichend Explorationspotenzial zur Ausweitung der Ressourcen- und Reservenbasis.

Mit dem Erreichen der kommerziellen Produktion im August 2013 wurde die Firma zu einem der neuesten mittleren Goldproduzenten. Man konzertiert sich nun auf den sukzessiven Auf- und Ausbau der Mine sowie der Verarbeitungsanlage. Das Ziel ist dabei organisches Wachstum durch positiven Cashow. Für das Jahr 2013 wird bereits eine Goldproduktion von 270.000 Unzen angestrebt. Natürlich besteht ein gewisses Projektrisiko, denn mit Detour Lake verfügt man nur über ein einziges Projekt. Allerdings hat das Team bisher gute Arbeit geleistet und wenig Fehler gemacht. Das lässt für die Zukunft hoffen, wenngleich wir im ersten Jahr der Produktion immer mit Problemen und Anfangsschwächen rechnen. Dies wird auch Detour in der einen oder anderen Form treffen.

Bis Jahresende stehen zunächst zahlreiche Optimierungsarbeiten an, wie etwa das Erreichen von 50.000 Tonnen Verarbeitungskapazität pro Tag (derzeit sind es ca. 42.000 Tonnen pro Tag). Auch Kostensenkungsmaßnahmen und die Steigerung der Goldausbringungsrate von derzeit 83% auf die angestrebten 91% dürften dem Unternehmen schon bald mehr Gewinn bescheren. Die totalen Cash Kosten belaufen sich noch auf ca. 1.100 USD pro Unze Gold. Diese sollen auf ca. 750 USD pro Unze Gold fallen.

Im folgenden Abschnitt möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in das aktuelle Marktgeschehen geben, das ebenfalls Bestandteil von Cashkurs*Gold ist.

Was wurde uns nicht alles angedroht? Die USA stehen am Scheideweg und die Welt dreht sich morgen nicht mehr weiter. Ganz so abwegig war das Krisenszenario nun doch nicht, wie man auch an den Einschränkungen in den USA während der Verhandlungen zur Schuldengrenze merkte. Während Touristen sich über die geschlossenen Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue beschwerten, hatten die Einzelhändler größere Umsatzeinbußen zu vermelden und auch die Administration kam ziemlich zum Erliegen. Der Einuss der Schuldenverhandlungen auf das BIP der USA wird noch zu messen sein. Auch wäre ein Stillstand der USA am 17.10.2013 sicherlich für das dortige Wachstum aber auch aufgrund der immensen Verechtungen mit den anderen Wirtschaftsnationen negativ für das Weltwirtschaftswachstum insgesamt gewesen. Letztlich haben die Republikaner doch gemerkt, dass eine Blockade mit der Absicht, die verhasste Gesundheitsreform zu torpedieren, wohl einen Verlust der Wählergunst mit sich gebracht hätte. Der neuerliche Schulden-Showdown ist nun für Januar 2014 angesetzt.

Auch die Wirtschaftszahlen bleiben weiter verhalten. Zwar konnte China mit guten Wirtschaftszahlen glänzen. Ob dies jedoch nachhaltig ist, bleibt abzuwarten. Zumindest an den Rohstoffmärkten zeigt sich eine stabile Marktsituation.

Bezüglich der Kriegsangst in Syrien scheint sich die Lage etwas beruhigt zu haben und auch die Bundestagswahl in Deutschland bereitet den Anlegern keine Kopfschmerzen mehr. Umgekehrt bleibt jedoch Europa ein angeschlagener Boxer, da die Südländer weiter problembehaftet sind und auch politische Unruhen wie in Italien an der Tagesordnung stehen. Frankreich wird weiter positiv totgeschwiegen. Ein Research zeigte kürzlich auf, wie hoch die Immobilienpreise in Frankreich noch notieren. Dagegen sehen die Deutschen Preise geradezu spottbillig aus. Was passiert mit Europa, wenn Frankreich in Turbulenzen gerät? Kommen dann doch die Eurobonds?


Die Notenbanken drucken weiter munter Geld. Das mögliche „Tapering“ der Fed scheint kaum noch diskutiert zu werden. Stattdessen werden weiter Staatsanleihen aufgekauft, während beispielsweise Chinas Anteil hieran immer niedriger wird. Deren Staatslenker und Bürger kaufen – natürlich u.a. Gold!

Wie die Zahlen und Bilanz von Detour Gold aussehen, welche weiteren Unternehmen wir unter die Lupe genommen haben und wie das aktuelle Marktgeschehen sich beschreiben lässt, finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Cashkurs*Gold.

Alle weiteren wichtigen Informationen zur aktuellen Ausgabe und die dazugehörigen spannenden Aktienanalysen finden Sie im bereits erschienen Cashkurs*Gold Börsenbrief.

!!!Wichtiger Hinweise: Alle Cashkurs-Premium-Mitglieder erhalten 25% Rabatt auf eine Cashkurs*Gold-Mitgliedschaft!!!

Beitrag senden Beitrag drucken