Liebe Leserinnen und Leser,

Edelmetallanlagen bleiben ein spannendes Thema und haben nichts von ihrem Glanz verloren. Dies wurde am letzten Wochenende wieder mehr als deutlich, als sich Freitag und Samstag mehr als 7.000 Besucher auf Deutschlands größter Edelmetall- und Minenmesse in München einfanden. Eigentlich hatten wir erwartet, dass die Stimmung angesichts der rückläufigen Preisentwicklungen insgesamt eher gedrückt sein würde, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Insbesondere vor den eindrucksvollen Ständen der bekannten Goldverkäufer wie pro aurum oder Degussa bildeten sich teilweise lange Schlangen. Vielfach war im Publikum zu hören, dass man die Korrektur im Gold- und Silberbereich eigentlich begrüßen würde, da der Kauf zu Höchstständen vielen Anlegern ein Dorn im Auge war. Interessante Fachvorträge und Expertengespräche rundeten den Tag für die Messebesucher ab und vermittelten den Eindruck, dass man möglicherweise nochmals mit tieferen Kurse rechnen muss, aber die Korrektur in ihrer Länge hoffentlich bald ausgestanden sein dürfte.

Insgesamt war man sich einig, dass sich die Lage unseres Finanzsystems im letzten Jahr nicht verbessert hat und ein Schwenk in die richtige Richtung angesichts der massiven Geldflut kaum noch möglich wäre. Daher wolle man eben mit physischen Anlagen einen gewissen Vermögensschutz aufbauen. Solche oder ähnliche Aussagen sprechen uns natürlich aus der Seele. Wir können Ihnen auch nicht versprechen, wohin der Goldpreis in den kommenden Wochen und Monaten laufen wird, denn an der Börse gilt es, Wahrscheinlichkeiten abzuwägen und zu beurteilen. Unser langfristiges Szenario aber, in dem wir zumindest ernsthafte Gefahren für das Weiterbestehen des Finanzsystems in seiner aktuellen Form sehen und ein Platzen der gewaltigen Anleiheblase immer wahrscheinlicher wird, bleibt bestehen. Daher sollte man einen Teil seines Vermögens in physische Goldanlagen investieren. Einen guten Überblick zur Edelmetallmesse mit diversen Videointerviews, auch von Dirk Müller, findet sich auf der proaurum Website.

Weniger erfreulich waren hingegen die Daten des World Gold Councils zur Goldnachfrage im dritten Quartal, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine um 21% gesunkene Nachfrage zeig- ten. Im aktuellen Bericht lag die Nachfrage bei etwa 870 Tonnen, wobei das Angebot etwa 1.146 Tonnen ausmachte. Insbesondere die schwache Investmentnachfrage auf der „Papiergoldseite“ führte zu diesem Rückgang. Fast 700 Tonnen wurden in den letzten Monaten aus den börsennotierten Goldfonds (ETFs) abgezogen. Wir vermuten, dass ein großer Teil davon in echte physische Be- stände umgeschichtet und vor allem nach Asien exportiert wurde. Dies belegen auch die Zahlen der chinesischen Goldimporte via Hong Kong. Da China nur sehr sparsam Informationen über den Import und die eigene Goldproduktion weitergibt, kann man über die tatsächlichen Zahlen nur spekulieren. Wir gehen aber davon aus, dass 2013 über 1.000 Tonnen dorthin exportiert werden. Wie die Grafik zu Gold- und Silberanlagen in ETFs zeigt, scheint sich nun eine Stabilisierung im Goldbereich oberhalb von 1.800 Tonnen abzuzeichnen. Erstaunlich ist die Entwicklung bei Silber, das sich weiterhin nahe dem Höchststand knapp unter 20.000 Tonnen hält. Hier kam es kaum zu Abzügen.

Auch die Zentralbanken waren mit 93 Tonnen das elfte Mal in Folge wieder Nettokäufer. Die Nachfrage aus dem Technologiebereich lag stabil bei 103 Tonnen. Neben China, wo die offizielle Verbrauchernachfrage um 18% auf 210 Tonnen anstieg, wuchs Asien insgesamt deutlich. In Hong Kong gab es einen Anstieg um 28%, in Vietnam um 14%, in Thailand um 57% und in Indonesien um 19%. Auch im Mittleren Osten und in den USA legte die Nachfrage nach Goldschmuck jeweils um über 10% zu. Lediglich in Indien führten die Beschränkungen der Regierung bei Goldimporten dazu, dass der Verbrauch nun auf 148 Tonnen zurückging, während mit 61 Tonnen nun fünf Mal so viel Gold recycelt wurde wie im Vorjahr. Allerdings deutet das Nachfrageplus in Ländern, die Indien umgeben, darauf hin, dass Gold in größerem Ausmaß ins Land geschmuggelt wird.

Bemerkenswert und mittelfristig unterstützend für Gold ist sicher auch die Haltung der wichtigsten Zentralbanken zur weiterhin lockeren Geldpolitik. So senkte die EZB letzte Woche entgegen der Erwartungen vieler Analysten und trotz Warnungen einiger Mitglieder die Zinsen um weitere 0,25% auf nun nur noch 0,25%. „Diese Entscheidung steht im Einklang mit unserem im Juli 2013 gegebenen Ausblick. Es gibt aktuelle Anzeichen dafür, dass der grundlegende mittelfristige Preisdruck im Euroraum sinkt, und das von einem niedrigem Niveau von unter 1% aus“, sagte Draghi. Er begründete den Kampf gegen zu niedrige Inflationsraten auch damit, dass die makroökonomischen Anpassungsprozesse zwischen den einzelnen Ländern des Währungsraums mit einer zu niedrigen Inflationsrate viel schwerer zu bewerkstelligen seien als beispielsweise mit 2%. Sofort meldeten sich kritische Stimmen, wie zum Beispiel der Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn, der vom Handelsblatt mit dem Satz zitiert wurde: „Das Pulver der EZB ist nun verschossen“. Professor Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, meldete ebenfalls Zweifel über den Erfolg der Politik des ultra-billigen Geldes an: „Es kann sein, dass gestern der Schwarze Schwan in Europa gelandet ist.“ Auch von der neuen designierten FED-Chefin Yellen wird man kaum Gegenteiliges erwarten. Hier geht es vor allem um die Rückfüh- rung der milliardenschweren Anleihekäufe. Sie machte bereits klar, dass es zunächst kaum wesentliche Veränderungen geben wird. Es bleibt dabei: Wir meinen, dass eine solche Strategie nicht mehr dauerhaft durchsetzbar ist. Gold bleibt daher ein wichtiger Depotbestandteil.

Herzlichst,


Ihr Dirk Müller und das Team von Cashkurs*Gold

Im folgenden Abschnitt finden Sie einen kleinen Auszug der umfassenden Aktienanalyse von "Mountain Province Diamonds - Mit De Beers auf dem Weg zur reichsten Diamantmine Kanadas", die ebenfalls Bestandteil von Cashkurs*Gold ist.

Die kanadische Firma Mountain Province Diamonds entdeckte im Januar 1995 das Gahcho Kué-Diamantprojekt in den Northwest Territories von Kanada. De Beers – der größte Diamantenproduzent und Händler der Welt – erkannte schon früh das gewaltige Potenzial dieser Lagerstätte und beteiligte sich mit 51% daran. Das Projekt, auf dem eine Ressource von mehr als 70 Millionen Karat vermutet wird, befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Viele der notwendigen Genehmigungen sind bereits vorhanden, noch fehlende Zulassungen erwartet man bis zum dritten Quartal 2014. Der Produktionsstart für den Abbau ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Sollte alles wie vorgesehen klappen, besitzt Mountain Province mit De Beers eines der profitabelsten Diamantenvorkommen weltweit. Zudem liegt die neue Mine im politisch stabilen und minenfreundlichen Kanada, das aktuell als drittgrößtes Produktionsland für Diamanten gilt. Darüber hinaus nimmt Kanada einen Spitzenplatz hinsichtlich der Qualität der Steine ein und kann so Höchstpreise pro Karat verlangen.

Die Gesellschaft hat bisher hervorragend gearbeitet und nur wenige neue Aktien ausgegeben. Derzeit sind 94,2 Mio. Aktien ausstehend. Hinzu kommt noch eine geringe Anzahl an Optionen und Warrants, so dass man voll verwässert bei 94,9 Mio. Aktien steht. Aktuell führt die Firma eine Kapitalerhöhung bei 5 CAD durch. Man will so 25 Mio. CAD erlösen. Somit würden weitere 5 Mio. Aktien auf den Markt kommen, was hinsichtlich der Handelsliquidität zu begrüßen wäre. Die Verwässerung für Altaktionäre hält sich dabei in Grenzen. Mountain Province ist unter dem Symbol MPV an der Toronto Stock Exchange (TSX) notiert und weist ebenfalls ein Listing an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Symbol MDM auf. Daneben gibt es wie so oft auch Listings an verschiedenen deutschen Börsenplätzen. Aufgrund der geringen Volumina sollten Anleger aber nur in Kanada direkt kaufen.

Im folgenden Abschnitt möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in das aktuelle Marktgeschehen geben, das ebenfalls Bestandteil von Cashkurs*Gold ist.

Wie wurde uns doch das Giralgeld schmackhaft gemacht! In Bankausbildung und Studium wurde der Sinn und Zweck des Giralgelds und dessen Schöpfung tausenden Bankern ans Herz gelegt. Die Zentralbank hat das Monopol auf Zentralbankgeld, das über die Giralgeldschöpfung durch die Geschäftbanken multipliziert wird. Über die Steuerung der Zinssätze, Mindestreservesätze und Offenmarktgeschäfte kann hiernach die Zentralbank die Geldmengenentwicklung steuern und an die Wirtschaftsleistung anpassen. Soviel zur Theorie. In der Praxis sehen wir derzeit den Scherbenhaufen, den uns Alan Greenspan als ehemaliger Notenbankpräsident hinterlassen hat. Jede Krise wurde mit neuem Zentralbankgeld bekämpft. Auch Ben Bernanke tat es diesem gleich und weitete die Fed-Bilanzsumme weiter aus. Die neue Präsidentin Yellen wird dem Vorbild ihrer Vorgänger folgen und weiter frisches Geld drucken. Doch auch in Europa und Japan wird ähnliches vollzogen. Die Mindestreservesätze notieren nahe 0% und auch die Referenzzinsen der Notenbank sind seit der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank auf 0,25% global nahe der 0%-Marke. Das Pulver der Notenbanken ist damit verschossen.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind weiter minimal.

Natürlich wurden größere Depressionen der Wirtschaft damit vermieden. Doch der Preis hierfür ist hoch. Neben den ausufernden Notenbankbilanzen wachsen auch die Staatsschulden ins Unermessliche. Daneben werden die altbekannten Blasen im Anleihe- und Immobiliensektor neu befeuert. Und auch bei den Aktienwerten ist man sich nicht mehr sicher, ob nicht hier eine neue Blase entsteht. Einzig die Rohstoffe und Edelmetalle, die faktisch limitiert sind, können hiervon derzeit kaum profitieren. Zu gross ist die Marktmacht einiger Spieler, die speziell bei den Edelmetallen die Preise virtuell über die Comex nach unten drücken. Der physische Markt zeigt jedoch eine andere Stimmung, vor allem weil speziell China jede Kurskorrektur beherzt für Zukäufe und Importe nutzt. Die Abrechnung dieser Marktsituation wird noch folgen, die Auswirkungen könnten grausam sein.

Wie die Zahlen und Bilanz von Mountain Province Diamonds aussehen, welche weiteren Unternehmen wir unter die Lupe genommen haben und wie das aktuelle Marktgeschehen sich beschreiben lässt, finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Cashkurs*Gold.

Alle weiteren wichtigen Informationen zur aktuellen Ausgabe und die dazugehörigen spannenden Aktienanalysen finden Sie im bereits erschienen Cashkurs*Gold Börsenbrief.

!!!Wichtiger Hinweise: Alle Cashkurs-Premium-Mitglieder erhalten 25% Rabatt auf eine Cashkurs*Gold-Mitgliedschaft!!!

Beitrag senden Beitrag drucken