Wie inzwischen allgemein bekannt und von mir am 04.09. hier bei cashkurs.com beschrieben, holte sich Draghi mit BlackRock gleich mal den weltgrößten Hedgefonds ins Haus. Der soll Draghi dabei helfen, die vielen notleidenden Kredite in Europa, die die Banken erschüttern könnten, in Asset Backed Securities, kurz ABS genannt, zu verpacken. Damit übernimmt der Steuerzahler auch noch das Risiko der Unternehmensfinanzierung, da in den ABS die wackligen Unternehmenskredite stecken werden.

Schäuble jettete nervös nach Paris und schimpfte: “Die EZB hat die Grenzen ihrer Hilfe für die Euro-Zone erreicht.“

Hier hat Draghi offensichtlich etwas getan, das die Bundesregierung überrascht hat.

Schäuble vor den Kopf geschlagen

Unser Bundesfinanzminister, Finanzminister des größten Nettozahlers der Euro-Zone ist von der EZB vor den Kopf geschlagen worden. Die EZB unter Draghi hat, offensichtlich ohne die Bundesregierung und vermutlich die Bundesbank vorher zu informieren, erklärt dass sie sich, zwar indirekt, aber letztlich auch an der Unternehmensfinanzierung beteiligen wird. 

Außerdem hat Draghi klar gemacht, dass die EZB notfalls auch die Staatsfinanzierungen übernehmen wird. Wenn der Euro gerettet werden soll, wird auch nichts anderes übrig bleiben. Denn der Euro fällt heftig im Verhältnis zum Dollar.

Da werden sehr bald eine Menge ungeduldige Hedgefonds, die sich billig Dollar geliehen, und damit besserverzinste europäische Staatsanleihen gekauft haben, aus den Euro-Anleihen aussteigen.

Damit sind fallende Kurse und somit deutlich höhere Zinsen für die Problemstaaten bei Staatsanleihen programmiert. Es brennt in Europa.

Den Verfall der Anleihekurse wird die EZB mit allen Mitteln stoppen wollen.

Es ist ein Novum, dass die EZB den deutschen Finanzminister derart vor den Kopf schlägt.

Wie kommt es dazu?

EZB auffallend selbstsicher

Die Antwort heißt womöglich „Emmanuel Macron“.

Der 1977 in Amiens geborene Emmanuel Macron, Sohn eines französischen Ärzteehepaares ist neuerdings französischer Wirtschaftsminister.

Bis 2012 hatte Macron noch einen Job bei N M Rothschild & Sons, wo er kurz vor der Präsidentenwahl noch einen Milliardendeal zwischen den Weltkonzernen Nestlé und Pfizer einfädelte.

Nur 147 Unternehmen bilden das Machtzentrum der Welt

Die Datenbank ORBIS beinhaltet die detaillierten Firmenprofile von elf Millionen Unternehmen mit neun Millionen Beteiligungsverknüpfungen weltweit. Schweizer Analytiker der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben 2007 mit einem mathematischen Modell diese Daten auf die wesentlichen Verknüpfungen komprimiert und daraus 43.060 transnational tätige Konzerne herausgefiltert. Durch Beteiligungen und Verknüpfungen dieser Unternehmen an anderen Konzernen ergibt sich, dass 1.318 Firmen den Kern der globalen Wirtschaft bilden. Aus diesem Kern haben die Züricher Forscher dann 147 Unternehmen herausgefiltert, die das Machtzentrum die Weltwirtschaft darstellen.

50 davon vertreten mit zwei Ausnahmen die Hochfinanz mit Banken, Investmentgesellschaften und Versicherungen. Angeführt vom Rothschilds Barclays Inc., das als wichtige Aktionäre die Privatbank NM Rothschild und deren Satelliten-Bank Lazard Brothers ausweist, sind sie besonders eng untereinander und nach außen vernetzt und kontrollieren 40 Prozent des weltweiten Vermögens.

EZB – BlackRock - Rothschild - Macron

Die größten acht US-Banken einschließlich Goldman Sachs, werden fast komplett von nur zehn Aktionären kontrolliert, darunter BlackRock. Hinter diesen Beteiligungsmolochen stehen einige wenige superreiche Personen und Familien, die letztlich die persönlichen Eigentümer sind.

Somit hat Macron über seine engen Kontakte zu N M Rothschild auch die erforderlichen Drähte zu BlackRock und wie bekannt, war unser EZB Präsident selbst Mitarbeiter bei Goldman Sachs.

Was bedeutet das nun für unseren Finanzminister?

Die EZB unter Draghi und Rothschild braucht ihn und Deutschland nicht mehr, um den Euro zu erhalten.

Wenn 40 Prozent des weltweiten Vermögens nun mit der EZB in welcher Form auch immer verwoben sind, heißt die Ansage an Deutschland: „Spielt nach unseren Regeln oder steigt aus dem Euro aus! Bei 80 Eurocent pro Dollar können wir den Euro jetzt auch ohne Euch stabilisieren. Ihr könnt aber gerne auch bleiben, das Sparvermögen eurer Bürger nehmen wir immer gern.“

Deutschland wird nicht aussteigen, denn der Euro ist, wie uns oft genug gesagt wurde, alternativlos. Deshalb wird weiter gebürgt, gehaftet, enteignet…

Für den Ausstieg ist es wohl zu spät. Deutschland wird seine Stabilitätskultur vergessen und eine Notenbank nach amerikanischem Stil akzeptieren müssen.