Seit der Ankündigung der US-Notenbank, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zu vertagen und stattdessen bis zum Halbjahresende 2011 weitere 600 Mrd. US$ in den Geldkreislauf zu pumpen, regt sich weltweiter Widerstand. Die Forderung des Weltbankchefs Robert Zoellick, Gold wieder als weltweite Ankerwährung zu etablieren, klingt da fast schon wie die Suche nach dem Notausgang aus dem US-Dollar-zentrischen Weltwährungssystem.

Die Herausforderung an die internationale Staatengemeinde hat historische Dimension: Die globalen Ungleichgewichte zwischen den großen Währungsblöcken ins Gleichgewicht zu bringen, ohne die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen. Bedenkt man, dass sich die Fehlbewertungen einiger Währungspaare auf den mittleren zweistelligen Prozentbereich zubewegen (z.B. USD/JPY, EUR/YUAN), aber bereits kleinste Anpassungsforderungen zu diplomatischen Verstimmungen auf G20-Eben führen, scheint es sich um eine „Mission Impossible“ zu handeln. Eine behutsame Angleichung über Jahrzehnte ist in Anbetracht der sich weiter zuspitzenden Ungleichgewichte utopisch. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den aufstrebenden Schwellenländern und den mit strukturellen Problemen belasteten westlichen Volkswirtschaften (Gesamtverschuldung, Demografie, Wirtschaftsstruktur).

Sollte aber die politische Klasse nicht in der Lage sein, eine Lösung zu forcieren und die globalen Ungleichgewichte bei Wachstum, Verschuldung und Zinsen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wird der Markt dies übernehmen – ohne Rücksicht auf politische, soziale oder gesellschaftliche Interessen. Dass der Markt diese Macht hat, zeigt die sehr starke Aufwertung der monetären Edelmetalle Gold und Silber gegenüber allen Währungen des US$-zentrischen Weltwährungssystems. Der Goldpreis konnte sich seit seinem Tiefststand von 252 US$ im Jahr 1999 bereits mehr als verfünffachen. Der Silberpreis hat sich in dieser Zeit auf US$-Basis sogar versiebenfacht. Auch die junge Gemeinschaftswährung Euro wurde in dieser Zeit gegenüber Gold und Silber massiv abgewertet. In Euro konnte der Goldpreis die 1.000er Marke wiedererobern und Silber erreicht fast täglich neue historische Höchststände. Beide Edelmetalle profitieren besonders seit dem Ausbruch der Finanzkrise von ihrer Wiederentdeckung als Währungsalternativen mit intrinsischem Wert.

Solange die Geldpolitiker in den USA, Japan, Großbritannien und anderswo versuchen, strukturell bedingte Wachstumsschwächen und Verschuldungsprobleme durch digitales Geldrucken zu heilen, wird der Markt sich in zunehmendem Maße für das „gute Geld“ Gold und Silber entscheiden.

Die von Robert Zoellick geforderte Bindung eines Währungskorbes, bestehend aus den Major-Currencies plus Yuan, an den Goldpreis, wird vermutlich an der Dimension der Ungleichgewichte und der politischen Uneinigkeit der Währungsblöcke scheitern. Schon jetzt stehen sich die geldpolitischen Falken Europas und die angelsächsischen Tauben unversöhnlich gegenüber. Das Thema Gold spielt auf beiden Seiten bislang nur eine untergeordnete Rolle. Es ist wohl am wahrscheinlichsten, dass, wie bereits bei der Finanz- und Eurokrise, die Politik zu spät und zu wenig reagiert und vom Markt überrollt wird. Es obliegt also jedem Bürger selbst, dieser Entwicklung vorwegzugreifen und eine eigene Währungsreserve in Form von Gold- und Silberbeständen aufzubauen. Als ultimative Versicherung gegen das Unaussprechliche: Das Scheitern der Weltleitwährung US-Dollar und der europäischen Gemeinschaftswährung Euro. Ob es soweit kommt, ist heute noch ungewiss. In Anbetracht der historischen Dimension der Währungsverwerfungen ist es daher vielleicht ratsam, Ratgeber aus den Geschichtsbüchern zu Wort kommen zu lassen, z.B. den irischen  Philosophen und Politiker George Bernard Shaw (1856-1950):

„Wenn Sie sich entscheiden müssen, ob Sie Ihr Vertrauen in die Regierung oder in Gold setzen, dann meine Herren, rate ich Ihnen dringend, sich für Gold zu entscheiden“.

Wie Sie steuerlich intelligent und krisensicher in Edelmetalle investieren und welche Proportionen Gold- und Silberinvestments in Ihrer Gesamtvermögensarchitektur (Sie sind ein größerer Gläubiger des Staates als Sie denken…) ausmachen sollten, erfahren Sie bei unseren kostenfreien Seminaren:

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