Ein leichter Chemiegeruch durchströmt die Nase, wenn man einen Baumarkt betritt. Es gibt sie fast überall, oft nur einen Steinwurf vom heimischen Wohnzimmer entfernt. Die häuslichen Dinge selbst zu übernehmen, liegt heute mehr denn je im Trend. Hauptsache man spart etwas – ein gemeinschaftliches Glücksgefühl inmitten einer Zeit, die vom Druck nach Einsparungen geprägt ist. Zugleich fallen die Preise, während Geiz jetzt geiler ist, als damals bei der Erfindung dieses Slogans von Saturn...

Oder war es Media Markt? Egal. Es war und ist der Ausdruck eines Volksgefühls. Heute ist es eine Notwendigkeit geworden – nicht nur für Kunden.

Deutsche Baumärkte spiegeln recht gut die Befindlichkeiten einer Gesellschaft wider. Schnäppchenalarm und knickrige Kunden sind zur Zeit Realität. Nicht, dass man wirklich sparen will, mann muss den Gürtel enger schnallen – auf beiden Seiten. Die Ware kündet durch ihren Geruch von einer Produktion in fernen Ländern. Asien produziert, Deutschland konsumiert. Und wir fühlen uns damit haushoch überlegen, während China sich an die Weltspitze vorschiebt. Hierzulande etwas zu „unternehmen“ ist nicht nur mit bürokratischen Hindernissen und Absurditäten verbunden, es ist risikoreicher, als Geld an die Börse zu schleppen. Aber das gehört wohl zu einer „modernen Gesellschaft“ im Jahr 2009.

Deflation in der Realität

Preisliche Kundenvorstellungen lassen sich heute nicht anders als mit Preisdumping umsetzen. Man spart wo man kann. Die Konkurrenz ist knallhart. 20 Prozent auf alles (Praktiker) ist inzwischen ein geflügeltes Wort geworden - nicht nur in der Baumarktbranche. Deutschland ist weltweit am dichtesten mit Baumärkten überzogen – eine Branche, in der jährlich 18 Milliarden Euro umgesetzt werden. Von den 14 Baumarktketten werden im Jahr 2015 nur noch drei übrig bleiben, sagt eine Studie von Ernst & Young. Das Sterben hat schon heute ein Gesicht. Und man kann es sogar riechen.

Mit Bauhaus entstand 1960 der erste deutsche Baumarkt. 1968 folgte Hornbach, zwei Jahre später Obi, der zur Tengelmann-Gruppe gehört. Mit 38.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 5,8 Milliarden Euro ist Obi die Nummer Eins in Deutschland und betreibt 330 Märkte. Ca. 5.000 Bau – und Heimwerker-Fachmärkte gibt es hierzulande – statistisch gesehen einen Baumarkt für 16.400 Einwohner. Nach Definition des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau und Gartenfachmärkte BHB gilt ein Baumarkt mit über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche als richtiger Baumarkt. Davon existieren in Deutschland 2.800. Zu viele. Soweit zur Statistik.

Die Branche fuhr 2008 mit Höchstgeschwindigkeit in die Krise hinein. Es lag nicht nur am fehlenden Geld der Leute und deren Vorsicht gegenüber den Unwägbarkeiten der nächsten Zeit, sondern auch an zu vielen Märkten mit zu vielen Produkten und einem miesen Service. Overstored und Overloaded würden die Experten das nennen. Die „Einsparmaßnahmen“ ließen nicht lange auf sich waren. Praktiker kam mit Kurzarbeit in die Schlagzeilen, ließ sich das Gehalt für die Angestellten vom Arbeitsamt bezahlen, während der Rest der Beschäftigten die Arbeit der zu Hause Gebliebenen mit erledigte. Nein, Kurzarbeit bedeutete nicht, dass der Laden um 14 Uhr geschlossen wurde. Es bedeutete, dass man das staatliche Angebot, die Löhne zu übernehmen, dankend annahm.

Heute bekommt man über eine gewisse Mitnahmementalität die von den Anteilseignern geforderte Rendite schon hin, vor allem, wenn der Staat mal wieder in der Angelegenheit herumpfuschen will und genau das als eine Lösung für das Jahr 2010 sieht. Pfusch - ein durchaus vorstellbares Modell für die Zukunft. Vielleicht zahlt die Gemeinschaft bald schon alle Löhne der Unternehmen und vielleicht sogar einen Bonus oben drauf, wenn diese die Leute überhaupt beschäftigen? Ich schließe gar nichts mehr aus. Lasst uns unsere Überkapazitäten schützen, während die Leute lieber woanders hingehen, als in einen... Baumarkt...

Sein und Schein

Service findet man heute meist nur noch auf Internetseiten der Unternehmen bzw. in den Werbebotschaften und Prospekten, nicht aber im Alltag. Wie soll das auch funktionieren? Service ist richtig teuer. Tatsache ist, dass man fest angestellte Mitarbeiter, vor allem die mit den höheren Gehältern gerne durch Teilzeitkräfte und die GfB`ler (geringfügig Beschäftigte) ersetzt. Diese fordern nicht mal Urlaubs – und Weihnachtsgeld. Teure Kräfte raus, Billigware rein. Ungelernte Mitarbeiter kosten weniger als Fachkräfte, die auch noch Ahnung vom Geschäft haben. Doch wer will das schon? Der Kunde? Ich bitte Sie! Die meisten Angestellten verdienen meist nicht mehr als 1.500 Euro Brutto. GfB`s sind heute zunehmend auch Rentner, die ihre Einkünfte aufbessern bzw. aufbessern müssen.

Allein im Baumarkt

Die Realität sieht so aus, dass man an einem Vormittag fast alleine in einem Baumarkt unterwegs ist. Gegen Mittag kommen mehr Mitarbeiter (Verkäufer, Kassierer) , die am Abend wieder weg sind und man wieder allein im Baumarkt ist. Billig und willig gelten als Maxime bei der Einstellung von Personal. Verkäufer haben heute mit der Ware recht wenig zu tun. Die ausgelagerten Dienstleister räumen die Ware ein und kümmern sich um die Präsentation. Outsourcing, das Megakonzept seit 2000 erfährt jetzt, nachdem Berater mit ihren Exel-Sheets die preislichen Vorteile für Unternehmen errechneten seine hässliche Seite in der Realität.

Und so nimmt der Druck auf der Kostenseite eher zu als ab. Die Kunden merken es nur, wenn sie aufmerksam durch die mit Sanierungsbedarf gestalteten Baureihen gehen, wie ich jetzt am Wochenende bei Darmstadt erleben durfte. Schein ist mehr als Sein – nicht nur in Baumärkten. Überall. Und jeder behauptet von sich, das Rad neu erfunden zu haben, siehe Toom-Baumarkt mit seinem gescheiterten Wow!-Konzept.

Beobachtungen am Wochenende

Nicht dass ich mich in Baumärkten sehr wohl fühle – für mich ist es ein „Eindruck holen“ aus der Realität, manchmal verbunden mit der Notwendigkeit, einige Dinge zu Hause erneuern zu müssen. Verkäufer, die man etwas fragen kann, gibt es immer weniger, denn Verkäufer heißen heute Kostenfaktor. Es spielt ja auch kaum eine Rolle, wenn man etwas gefunden hat, was einem gefällt, was man braucht, und das für einen guten Preis in einer Welt voller Schnäppchen. Wenn die Preise sinken, und mich haben am Wochenende die Preissenkungen für jeden Tinnef erschlagen, entfährt diese Angelegenheit auch einen Hauch von Heiterkeit. Wenn man durch eine manchmal doch sanierungsbedürftige Bruchbude rennt, das betrifft vor allem die kleineren Ketten und ältere Häuser, ist man froh, dass es gesetzliche Bestimmungen gibt, die verhindern, dass es schnell mal brennt.

Baumärkte sind nur eines der Spiegelbilder der Realität in unserer modernen streng kalkulierten Welt. Die meisten Baumärkte werden wohl kaum Gewinne erzielen, so meine Vermutung. Wenn ich mir die Kleidung der Verkäufer, Kassierer und der anderen dort beschäftigten Leute anschaue, in ihre Gesichter sehe, habe ich den leisen Verdacht, sie stehen da nur, weil sie da stehen müssen. Nicht dass es ihnen Spaß macht oder gar Berufung ist. Gewinne am Ende des Monats gibt es für sie ohnehin nicht.

Und auch wenn man so tut, als wäre es eine perfekte Einkaufswelt, scheint der Lack längst ab zu sein. Zu viele Baumärkte und zu wenige zahlungsfreudige Kunden sind inzwischen eine perfekte Mischung für weitere Schwierigkeiten und noch größeren Druck auf die Preise und das Personal. Die gesamte Branche bräuchte eine Bereinigung, sagt ein Freund, der hierfür den nötigen Überblick hat - wenn man es denn zulassen würde.

Herzliche Grüße von

Frank Meyer

blog.frank-meyer.eu

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Kommentare

metroo am 23.11.2009 um 16:45 Uhr
Werte Mitleser und Herr Meyer,

die Spirale in der wir uns hier drehen, läuft doch folgendermaßen ab:

Der Kostenfaktor "Arbeitskraft wird gesenkt -> Die Beschäftigten haben weniger Geld zum konsumieren und greifen auf billigere Produkte zurück -> Die Preise werden aufgrund der sinkenden Nachfrage durch Einkauf von Billigprodukten und weiterer Lohnkürzungen durch diverse Maßnahmen -> Die geringer bezahlten Beschäftigten haben weniger Geld zum konsumieren und greifen auf billigere Produkte zurück ? Oder sie können sich den Einkauf nicht mehr leisten und nur noch das Nötigste wird konsumiert ?

Wann findet diese Spirale ihr Ende und wo stehen wir dann ?

Diese Beobachtung der Baumärkte findet doch in allen Bereichen der Wirtschaft statt.
Reinigungsfirmen die ihre Mitarbeiter noch "anständig" bezahlen, sofern das in dieser Branche jemals getan wurde, bekommen den Auftrag für gebäude X nicht mehr verlängert, weil die Konkurrenz 10 Cent billiger ist. Die Firma welche die Ausschreibung getätigt hatte kann eventuell einen höheren Gewinn an die Aktionäre melden.

Langzeitbeschäftigte Pförtner ( die kennen jeden der rein und raus geht noch mit Namen ) werden durch billigere ausgewechselt.

Schlecker schließt ihre Filialen und entlässt die Belegschaft und eröffnet auf der anderen Straßenseite eine neue Schleckerfiliale. Nur dort arbeiten die neuen Verkäufer für 6 Euro statt 10.

Andersrum, werden alle arbeitslose als faul und alkoholsüchtig von den Politikern abgestempelt und halten die Sozialbezüge klein, weil sich ja ein Anreiz zum Wiedereintritt in ein Beschäftigungsverhältniss ergeben muss. Nur ist nicht für alle Arbeit da. Das verschweigen die Hampelmänner in den Talkshows.

In unserem Land wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. Egal bei welcher Regierung. Die Lobbygruppen haben ihre "Kunden" in allen Parteien.

Wie schrieb ein schlauer Mann: Würden Wahlen wirklich was verändern können, dann wären sie verboten.

Dieses Spiel wird meiner Meinung nach noch etwas weitergehen, bis es der Bevölkerung entgültig reicht und dann brennt die Luft. Ich hoffe ich erlebe das noch.

Beste Grüße ich habe fertig

metroo
Stefan Meier am 23.11.2009 um 16:50 Uhr
Herr Meyer,

alles richtig was Sie schreiben. Ist es denn in anderen Geschäftsfeldern anders? Sicher nicht! Wieso auf die Baumärkte abwälzen? Wenn Sie 20% auf Ihr Laminat für die neue Stadtwohnung am Main erhalten, na, der Weg zum nächsten Praktiker um die Ecke wird sicher auch nicht von Ihrer Seite abgelehnt!

Rewe, Aldi als Konsumindustrie, Kick und Deichmann als Klamottenläden... Auch hier und überall anders werden Sie in die trostlosen Gesichter blicken.

Willkommen in Deutschland, willkommen in der heutigen Zeit!
carlos am 23.11.2009 um 17:31 Uhr
guter Artikel + guter Kommentar, die die Situation leider zutreffend beschreiben.
Aber was sind die Ursachen für diese Spirale?
Zunächst übernehmen wir ( d.h. in erster Linie die Politiker ) scheinbar alles amerikanische, wo diese Entwicklungen schon lange sichtbar sind.
Unsere Politiker haben Rahmenbedingungen (evtl. durch internationalen Wettkampf) geschaffen, die einseitig Großunternehmen/Konzerne begünstigen. Auch aufgrund des intern. Wettkampfes wurden die Steuersätze drastisch vermindert, was erheblich zu dem immensen Staatsdefizit beigetragen hat. Durch die Inflationäre Politik hat eine riesige Geldentwertung stattgefunden bei teilweise vermindertem Gehalt und wenig steigenden Renten. Wie soll Otto Normalverbraucher dies kompensieren? Vor allen Dingen: wie soll es weitergehen? Die Haushaltsdefizite steigen weiter bei relativ geringem Wirtschaftswachstum.Die Geldmenge wird ebenfalls ansteigen verbunden mit wachsender Arbeitslosigkeit und noch höheren Haushaltsdefiziten. Andererseits werden Banken mit Steuergeldern gerettet, die sich einfach mal verzockt haben. Die Notenbanken stellen diesen Banken billiges Geld zur Verfügung, welches nun an die Börsen wandert und eben diesen Banken Gewinne erwirtschaftet. Die geretteten Banken sehen von sich aus keine moralische Verpflichtung, Risikodarlehen zu vergeben. Schließlich sind die Zeiten nicht gerade rosig. Da interessiert es auch nicht, das die Banken selbst entscheidend zu dieser Situation beigetragen haben.
Fliesen-Mathew am 23.11.2009 um 17:50 Uhr
Hallo Herr Meyer,
als selbständiger, vollhaftender Einzelunternehmer im Handwerk mit 15 Angestellten sind die Baumärkte meine speziellen Freunde.
Leider kann ich diese Leere noch nicht feststellen. Bei den Baumärkten hier in der Region Stuttgart ist noch allerhand los - leider.

Ich kann metroo nur zustimmen.
Die Abwärstspirale kann nur durchbrochen werden wenn wir wieder zu alten Werten zurückkommen. Zu meines Vaters Zeiten - und das ist noch nicht allzulange her in den 80-igern - kam der Kunde und hat meistens ungefragt, oder über den Daumen gepeilt den Auftrag erteilt. Nach der Ausführung wurde korrekt abgerechnet - nicht zu viel und nicht zu wenig - so, daß beide Seiten zufrieden waren.
Heute will der Kunde bei Aufträgen in Höhe von ca. 1.000,- € z.T. 3 Gegenangebote. Wo bleibt da das Vertrauen?
Meistens wird er vom billigsten Bieter jedoch sowiso veräppelt, weil der billigste Preis nie die beste Qualität sein kann.
Aber die Leute wollen heute verar....t werden, das ist das traurige daran.

Vielleicht kommen wir irgendwann zu Werten zurück.
Viele Grüße vom Handwerker
Karl Anton am 24.11.2009 um 06:55 Uhr
Einspruch!

Hallo Herr Meyer,

meinen Baumarkt in der nächst größeren Stadt kann ich nur wärmstens empfehlen. Sehr fachkundiges Personal, immer freundlich, ständig ansprechbar. Da gehe ich gerne hin!
Der allgemeine Trend geht sicher - nicht nur bei den Baumärkten - dahin, wie Sie es beschrieben haben. Wenn man aber ein bißchen sucht, findet man noch wirklich gute Geschäfte, wo der Kunde wirklich König ist. Dafür bezahle ich gerne etwas mehr.

Gruß
Karl Anton
Isabel am 24.11.2009 um 07:35 Uhr
Das Motto unsere Gesellschaft ist heute "Hand auf" und Festhalten!!! Jeder möchte haben und Jeder denkt, dass er zu kurz kommt und dem Staat (also letztendlich uns) etwas aus den Rippen leihern muss.

Ich merke das tagtäglich in meiner Arbeit, indem im Durchschnitt bei jeder zweiten Einstellung von Arbeitskräften die mir bekannt wird, eine Förderanfrage gestellt wird. Und nicht, dass man sich mit 4 Wochen Probearbeit oder 6 Monaten Förderung zufrieden gibt, nein, die Standart-Antwort lautet hier: "Ich habe einen Anspruch darauf", "ich habe jahrelang Beiträge bezahlt" oder "ich kann mir das aber ohne Förderung nicht leisten"
... und der AN, der bereits eingestellt wurde, wird wieder entlassen, weil die Förderhöhe nicht stimmt.
Traurig, aber so sieht es aus! Niemand ist bereit für die eingesetzte Arbeitskraft den entsprechenden Lohn zu zahlen - oder zahlen zu können!

Liebe Grüße
Frank Meyer am 24.11.2009 um 08:24 Uhr
Baumarkt ist heute überall.
Das Beispiel steht für die anderen Branchen auch.
Die Spirale findet ein Ende, wenn alle verloren haben, bzw. mehr als die Hälfte.

Ich habe ziemlich guten Einblick in diese Branche. Was da abgeht, ist unmenschlich hoch acht.

(übrigens die Überwachung der Außendienstmitarbeiter per Handyortung wurde in einer Kette jetzt abgesetzt, aus Angst, die Medien könnten darüber berichten)
PlanB am 24.11.2009 um 08:32 Uhr
Sehr geehrter Frank Meyer, liebe Mitleser,

ich habe mich schon wiederholt darüber geäußert, daß
sich die Mehrheit unserer Gesellschaft zu Themen
aller Art so äußert, als hätte sie nichts damit zu tun.

Hier meine Meinung:

Alles was ist, ob nun die geschilderte Situation der Baumärkte,
unser demokratiefeindliches Geldsystem,
die Marionetten in der Politik und unsere Art, wie gehetztes Vieh
zu leben - das alles ist so,

weil wir es mehrheitlich so wollen oder zumindest dulden.
Es ist unser Programm, daß wir täglich bestellen.

@metroo,
Ihr Zitat: "In unserem Land wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern."

Sicher nicht durch die Wahl irgend einer Partei.
Allerdings können wir jeden Tag wesentlich bedeutsamere Dinge wählen
als Politiker.

Zum Beispiel Produkte aus der Region von Menschen, die sich verantwortlich
verhalten.
Oder anstelle von gezielter Konzernmedien- Desinformation aus freiwillig selbst gekauften Flachbildfernsehern, Radios und Zeitungen, für die
auch noch Nutzungsgebühren wie GEZ und Abbokosten gezahlt werden (!)
das ganze Zeug abbestellen und umweltgerecht entsorgen.

Die Leute, die keinen Job mehr bei Praktiker haben, könnten
dann ca. 250.000.000 Fernsehgeräte recyceln.

Ich bin mir sicher, daß wir mächtige Wahlmöglichkeiten haben.
Wir nutzen sie auch.
Die Mehrheit zur Zeit noch so, wie es mir persönlich mißfällt.

Je mehr sich darüber bewußt werden, daß das was hier läuft
das Ergebnis ihrer bisherigen Wahlentscheidungen ist,
desto mehr werden sich Ihrer Macht für unsere Zukunft bewußt werden.

Schauen wir mal, was die Zeit bringt.

Herzliche Grüße, PlanB
metroo am 24.11.2009 um 10:19 Uhr
Werte Mitleser und PlanB,

ja auch ich bin nicht ohne Sünde. Auch ich besitze einen Flatscreen-TV. Ich glaube aber nicht das dies die Wurzel allen Übels ist. Jeder kann selbst entscheiden was er sich auf diesem Gerät ansieht. Es gibt auch im öffentlich rechtlichen Programm noch die ein oder andere Perle. Zu nennen wäre hier der Weltspiegel, Monitor, Panorama, Report und auch Neues aus der Anstalt. Wichtig ist für mich aber, diese Sendungen neutral zu konsumieren.

Ohne GEZ zu bezahlen, müsste ich das Internet auch verweigern, da man auch bei PC Besitz zur Zahlung verpflichtet ist.

Ansonsten habe ich meinen Konsum auf ein Minimum heruntergefahren. Ich habe kein Auto, gebe ansonsten nur Geld für Ernährung und einige Informationsangebote aus, die mich geistig hoffentlich weiterbringen.Auch Bücher schließe ich hier mit ein.

Technikverweigerung wird uns auch nicht aus der Misere retten, die wir hier besprechen, jedoch versuche ich jede Anschaffung mit dem gesunden Menschenverstand zu bewerten. "Brauche ich das wirklich ?"

Ich für meinen Teil brauche keine Models an der Supermarktkasse und suche mir Geschäfte raus, wo noch die Zeit besteht das ein oder andere Wort mit den Mitarbeitern zu wechseln, ohne das gleich der Controller mit der Stoppuhr abwinkt.

Leider sind viele Kunden gestresst wenn sie mal eine Minute an der Kasse warten müssen.Die Frage ist, was die verpassen ?
Die ersten Minuten der "Deutschland sucht den Superstar"-Sendungen auf den bekannten Verblödungskanälen.
Den neuesten Werbespot mit Boris Becker.
Sich eine Minute früher in den eigenen 4-Wänden zu verbarrikadieren.
Die E-Bay Versteigerung für das Wireless-Kabel. :-)

Wir empfinden uns alle als so super wichtig und einzigartig, das wir gar nicht mehr merken was wir für erbärmlichen Zielen hinterherrennen.

Ja es stimmt schon, die wirklich wichtigen Dinge sind eigentlich umsonst.

Zeit mit der Familie verbringen. Liebe und gute Freunde. Ein Spaziergang im Wald. Sonne tanken. Denkt man darüber nach, wird jeder etwas finden was er vor seiner Nase hat und keinen Cent dafür bezahlen muss.

Aktion erzeugt Reaktion. Jede Aktion ist daher auf Auswirkungen auf die Mitmenschen ( im globalen Sinne ) zu durchleuchten. Ich denke damit kann man schon viel erreichen. Jedoch bin ich immer wieder erschüttert und auch manchmal kocht in mir die Wut wenn ich lese und sehe was um uns geschieht.

Viele Grüße

metroo
Schwabe am 24.11.2009 um 17:08 Uhr
Gier ist heute überall.
(...)

Wäre sie nicht in mir, wäre ich nicht hier...

In Dir nicht?

"Auf den Kapitalismus und die Rendite!", mit einem lachendem und einem weinenden Auge sagend,... weinend jedoch nur, wenn man sich selber einmal einen Spiegel vor Augen hält...

Sind wir selber wirklich so viel besser?
Rennen wir nicht selber auch lieber zu der Bank, welche uns "mehr Profit egal mit welchen Mitteln" verspricht?
...

Tja, alles nicht so einfach. Selbst wenn wir anderst wollten, selbst wenn wir von diesem Zug abspringen, was würde für uns bleiben?
Höchstens das Mitleid ein paar beherzter "Neuindustrialisten", die uns mit ihren schmalen Äuglein liebevoll anschauen.

Die einzige Frage, welche sich mir stellt, und welche auch wohl zu den grundlegensten gehört:

Reicht das Erdenglück, die "Erde der Erde" für alle Menschen?

Ferner:

Wieviel braucht man zum Glücklich sein?

Ferner:

Wollen wir Teilen?

Denken Sie nach, und schreiben Sie darüber mal einen Bericht, Herr Meyer (wenn es ihnen danach ist). Es würde mich interessieren, zu welchem Entschluss Sie kommen, und wo Sie sich (eventuell) selber zuletzt einordnen, wo die Freundschaft zu den Menschen, die Bereitschaft zum Teilen aufhört. Alles was über die Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Hessen etc. hinausgeht? (Stichwort "Länderfinanzausgleich") über Deutschland hinausgeht?, über Europa?, die ganze Welt?
liberal?, sozial?, leistungsorientiert?
...
Fazit (bis jetzt):

Wirtschaft ist Krieg... und im Krieg gibt es keine Uhrzeit,
kein Mitleid mit den Schwachen,
keine Gnade,
sonderen nur die Wirklichkeit,
Grausam und groß...

Deutschland, deine Krieger

an dieser Stelle hochachtungsvolle Grüße an alle Autoren und Mitleser, welche immer sehr unterhaltsame und zum nachdenken Bewegende Texte schreiben

Berater58 am 24.11.2009 um 21:34 Uhr
Hallo PlanB und Metroo,
ja und auch an alle andeeren Autoren und Leser

ihr habt in euren Kommentaren einige wichtige Erkenntnisse zum Konsum und Verhalten der Leute gebracht. Es ist schon so, dass man momentan das Gefühl haben kann, alle Welt ist verrückt. Wer aber abseiits der MainStream-Medien die Entwicklungen auf der Welt verfolgt, sieht dass sich vieles rasant verändert. Manches ist vielleicht nicht sofort erkennbar und zeigt seinen Wirkung erst auf den zweiten Blick. Was allerdings wegen unserer manipuilierten Medien die wenigsten merken ist, dass das Chaos teilweise auf physikalische Phänomene zurückzuführen ist. Das hat übrigens auch die FED schon lange erkannt. Es gibt einen sehr interessante Studie welche die FED in Auftrag gegeben hat. Die Studie belegt den Zusammenhang von Schwankungen im Erdmagnetfeld und dem Kaufverhalten von Fondsmanagern. Diese Schankungen wirken natürlich auch in anderen Bereichen des Lebens. Wer es genauer wissen möcht, dem empfehle ich das Buch von Dieter Broers REvolution 2012. Keinen Angst kein Roman als Hollywood sondern eine wissenschaftliche Analyse der Entwicklungen. Nach der Lektüre wird man viele Sachen neu einordnen in seinem Leben.
Und keine Panik, die Märkte werden zusammenbrechen und nicht nur die Finanzmärkte - es ist zwingend notwendig, als Lernprozess. Und alle Manipulationen der letzten Jahrhunderte bis heute werden nach und nach aufgedeckt, man kann es sehr schön beobachten. Zum Beispiel jetzt die Mails der Klimaforscher zum Klimaschwindel, die einige Hacker veröffentlicht haben. Und das wird weitergehen und wird immer tiefer in bestehende Strukturen greifen. Versprochen!!
Aber dabei immer daran denken: "Die Nacht ist am dunkelsten kurz vor dem Sonnenaufgang."

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