Gold - Nicht nur in der Inflation und Rezession: Physisches Edelmetall fungibel in allen „Lebenslagen“

Charttechnisch arbeitet der Goldpreis aktuell seine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ab. Diese könnte ihn nochmals zu rund 1.770 USD führen. Das mag nun recht pessimistisch erscheinen, ist aber chart- und markttechnisch eine nachvollziehbare Reaktion auf den Bruch der Nackenlinie bei 1.922 USD.

Viel entscheidender ist der reale Wert, den das Gold gerade jetzt wieder zeigt. Ein pragmatischer Blick auf die vielen zu uns geflüchteten Menschen aus der Ukraine bestätigt dies knallhart. Viele hatten vor der Flucht noch Geld bei ihrer Bank in der Ukraine abgehoben. Nun müssen sie aber schmerzlich feststellen, dass ihre Heimatwährung Hrywnja nicht in Euro umgetauscht wird.

Die ukrainische Währung, der Hrywnja (Griwna), war bis vor dem Ausbruch des Krieges Russlands gegen die Ukraine nur wenigen in Westeuropa ein geläufiger Begriff. Doch inzwischen kommen immer mehr Menschen zu uns nach Deutschland und mit ihnen auch immer mehr Griwna. Das verheerende Problem: dieser hat kaum einen Gegenwert zum Euro. Die Liquidität ist ebenfalls massiv eingeschränkt.

Physisches Gold dagegen kennt nahezu jeder. Insbesondere die „Wechselstuben“ und Banken. Ein Umtausch ist innerhalb kürzester Zeit in die jeweilige gültige Landeswährung möglich. Gold in der Tasche bedeutet damit auch Geld in der Tasche. Und: Kaufkraft für die alltäglichen Dinge des Lebens. Nahezu überall auf der Welt.

→ Eine Tatsache, die plötzlich jeden treffen kann. Auch uns Euro(päer)…

DAX, MDAX sowie SDAX und TecDAX kommen weiterhin nicht zur Ruhe

DAX 40: Der deutsche Leitindex befindet sich trotz zwischenzeitlicher Erholung weiterhin im übergeordneten Abwärtstrend. Daran wird sich auch wohl nichts ändern, solange nicht die obere Abwärtstrendlinie (rund 14.000) überschritten wird.

Die markttechnischen Indikatoren zeigen sich für heute insgesamt neutral. Das Momentum dreht zur Stunde wieder. Es ist wieder negativ und unterhalb der Nulllinie. Für viele bedeutet das nach dem Endspurt letzte Woche eine Ernüchterung zum Wochenstart!

 

MDAX: Auch der Index für deutsche Mid-Caps tut sich nach wie vor sehr schwer. Die verschärfte Abwärtsdynamik wird auch heute voranschreiten. Damit bleibt auch hier die Abwärtstendenz vorherrschend. Aller Voraussicht nach beginnt die neue Handelswoche mit einer „Black Candle“ – einem negativen Tagesverlauf. Dieser könnte richtungsweisend werden für den weiteren Wochenverlauf. Der Widerstand bei 29.271 wiegt schwer.

 

SDAX: Bei 12.464 Punkten konnte der SDAX zuletzt einen Doppelboden ausbilden. Der Blick nach oben bedarf allerdings schon sehr viel Optimismus. Realistische macht er aktuell keinen Sinn.

Bei sage und schreibe 14.700 verläuft eine wichtige Fibonacci-Linie. Diese bleibt auch die nächste wichtige und richtungsweisende Widerstandslinie im deutschen Small-Cap-Index. Das Momentum bleibt wohl auch mittelfristig weiterhin negativ. Zuletzt konnte es sich etwas erholen.

 

TecDAX: Der deutsche Technologie-Index steht kurz vor dem Ausbilden einer nahezu klassischen „W-Formation“. Zum Überschreiten sind allerdings nachhaltige Notierungen oberhalb von 3.080 Zählern nötig.

Der TecDAX konnte sich zwar letzte Woche schneller und deutlicher erholen als seine restlichen Familienmitglieder, aber umso größer zeigt sich nun auch die potenzielle Fallhöhe. Diese könnte ihn bis 2.894 Punkten führen.

 

→ Insgesamt betrachtet bleibt die Volatilität weiterhin bei allen vier Indizes gegeben. Die Nervosität und Unsicherheit haben sich auch letzte Woche nicht aufgelöst. Im Gegenteil, es bedarf nur einer unerwarteten Negativmeldung und das Kartenhaus wackelt wieder gewaltig…