Fundamentalbaisse trifft auf Liquiditätshausse
Die globale Konjunktur ist angezählt. Denn trotz ergriffener Stimulierungsmaßnahmen bleibt die Industriestimmung in China schwach und in den USA spricht man sogar von Rezession. Das alles schlägt auf die Stimmung der deutschen (Export-)Wirtschaft. Schlechte Stimmung heißt zwar noch nicht schlechte Lage. Aber je länger die Politik die Stimmung in der Wirtschaft drückt, umso wahrscheinlicher werden tatsächliche Investitions- und Konsumzurückhaltung und Kollateralschäden für die Aktienmärkte. Doch wenn man denkt, es geht fundamental nicht mehr, kommt von irgendwo die Geldpolitik her.
• Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
• (Handels-)Politik klebt wie Kaugummi am Schuh
• Rezession in den USA?
• Die inverse Zinskurve rückt die Fed wieder gerade
• Take it easy auch bei der EZB
• Marktstimmung - Von ausgeprägter Risikoscheu keine Spur
• Charttechnik - DAX tritt auf der Stelle
• Der Wochenausblick für die KW 14 - Stabilisierungserscheinungen in China







Kommentare
1. Es lohnt sich möglicherweise darüber nachzudenken, ob nicht zwischen unzureichend investierenden Unternehmen (die Entsprechung von guter bis sehr guterLiqiditätsausstattung), steigender staatlicher Verschuldung und niedrigen Zinsen ein kausales Verhältnis besteht.
2. Welcher Zentralbank-Verantwortliche wäre in dieser Konstellation so ideologisch, aus Gründen der „Stabilität“ durch eine massive Zinserhöhung seine Mitbürger in dem ihm anvertrauten Währungsraum in eine Depression laufen zu lassen?
3. Dieses Problem findet sich in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sämtlicher OECD-Staaten seit mindestens 10 Jahren (in Japan schon deutlich länger). Die Entwicklung ist ungut und hat viel damit zu tun, dass es zu einer Machtverschiebung hin zu so genannten „global Playern“ gekommen ist. Diese realisieren seit langer Zeit bei völligem Versagen der staatlichen Kontrolle, volkswirtschaftlich schädliche Monopol- oder Oligopolgewinne.