Falsche Prognosen oder bewusste Panikmache – Robert Koch Institut (verw-)irrt erneut

Anfang des Monats prognostizierte das Robert Koch Institut (RKI) für Ende Dezember noch über 5.700 „Corona-Kranke“ auf den Intensivstationen. Am 10. Dezember lag der Dezember-Höchstwert allerdings deutlich tiefer bei 4.900 Coronapatienten und seitdem fallen die Zahlen auch schon wieder.

Mit Schaudern erinnert man sich auch noch an die „3-G-Prognose“ des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn Ende November: „Wahrscheinlich wird am Ende dieses Winters jeder geimpft, genesen oder gestorben sein.“ Eine unverhältnismäßige und völlig unsensible Panikmache. Zudem eine unbelegte Vorhersage, dass Geimpfte sowie Genesene nichts zu befürchten hätten, Ungeimpfte dagegen dem Tode geweiht seien.

„Geimpft, Genesen oder Tot“ – das hört sich an wie aus der Feder eines mittelmäßigen Drehbuchautors für Trash-Horrorfilme mit abgehalfterten C-Promi-Schauspielern. Der wahre Horror dabei ist aber weiterhin die Spaltung in der Gesellschaft. Aggressive Panikmache trifft auf bereits zum Anschlag verängstigte Bevölkerung.

Friedliche und passive Spaziergänger werden dagegen als fast schon terroristische Gefahr für die Allgemeinheit bezeichnet. Ja auch dort gibt es einige wenige unbedachte Krawallmacher. Diese sind aber in der absoluten Minderheit. Besorgte Mütter und Väter sowie Jugendliche stehen weder für Aggression noch für Krawall, sondern für die vor der Wahl versprochene Freiheit in der Impfentscheidung.

Omikron – für die einen der apokalyptische Reiter – für die anderen eine Chance

In einem aktuellen Statement zeigt sich die WHO besorgt:

Zuverlässige Beweise zeigen, dass die Omikron-Variante gegenüber der Delta-Variante einen Wachstumsvorteil mit einer Verdopplungsrate von zwei bis drei Tagen besitzt.

Der Fingerzeig trifft dabei wieder die Ungeimpften. Gleichzeitig verweist die Weltgesundheitsorganisation auch darauf, dass die Infektion mit der Omikron-Variante seltener zu Krankenhausaufenthalten führen könnte. Nach aktueller Datenlage weist Omikron zudem einen etwas milderen Verlauf als die bisherigen Vorgängervarianten auf.

Im Herkunftsland Südafrika verhält sich Omikron deutlich weniger schwerwiegend. Forscher haben nachgewiesene Omikron-Fälle mit Delta-Fällen von Anfang Oktober bis Ende November 2021 verglichen. In diesem Betrachtungszeitraum war mit Omikron die Gefahr, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, um 80 Prozent geringer. Dies bestätigen Vertreter des Nationalen Instituts für übertragbare Krankheiten (NICD).

Stabilität aber keine überbordenden Jubelsprünge zum Jahreswechsel – Prognosen für die erste Handelswoche 2022

Zum Jahreswechsel 2021/2022 werden sich die deutschen Indizes robust zeigen. Auch die ersten Handelstage im Januar werden die zuletzt gezeigten Kursanstiege zumindest mit Stabilität untermauern.

Sowohl Omikron, als auch Delta sowie die seitens des RKI und des Gesundheitsministeriums prognostizierten Horrorzahlen scheinen an der Börse abzuperlen. Es wirkt sogar so, als ob neue Schreckensszenarien nur noch vorübergehenden Panikmodus am Parkett verursachen.

So geschehen zuletzt Mitte Dezember als sich der DAX 40 nahe der Supportlinie bei 14.980 wieder seiner Stärke besann. Kurz darauf gings dann binnen weniger Tage wieder rund 900 Punkte nach oben.

Wie wird sich nun die DAX-Familie in der ersten Handelswoche 2022 verhalten? Folgende chart- und markttechnische Bandbreiten geben Ihnen ein solides Orientierungsmaß bis zum 07. Januar 2022:

 

 

 

 

Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2022 das Jahr der Zinserhöhungen werden wird. Die US-Notenbank Federal Reserve hat ja bereits drei Zinsschritte nach oben angekündigt.

In Europa wird es laut EZB 2022 keine Anhebungen geben. Die schleichende Enteignung der europäischen Sparer geht weiter. Eins ist uns allerdings dabei allen klar: Die Inflation wird kein vorübergehendes Phänomen bleiben. Auch wenn die US-Fed den Leitzins in drei Schritten anheben sollte, ist das nur ein Tropfen auf den siedenden Inflationsstein.

Ich wünsche Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser einen guten Start ins Jahr 2022. Bleiben Sie in Ihrer Mitte und sich selbst weiter treu.

Herzliche Grüße,

Ihr Martin Utschneider