Geht das Fed-Sommermärchen weiter?
Sommermärchen ist für mich der passende Begriff für eine freundliche US-Geldpolitik, die Anlegern über Jahrzehnte bestes Börsenwetter beschert hat bzw. bei Krisen-Tiefs schnell für neue Hochs sorgte. Jetzt jedoch gibt sich der neue Fed-Präsident, Kevin Warsh, überraschend als markanter Inflationsbekämpfer. Ist die ewige sunshine rally durch die Fed vorbei?
• Der neue Fed-Präsident Kevin Warsh gibt sich öffentlich deutlich härter im Kampf gegen die Inflation als viele Anleger erwartet hatten und betont die Bedeutung von Preisstabilität.
• Robert Halver hält diese Rhetorik jedoch vor allem für einen Versuch, Unabhängigkeit gegenüber Donald Trump und politische Glaubwürdigkeit zu demonstrieren.
• Gleichzeitig baut Warsh die bisherige Kommunikationsstrategie der Fed um. Weniger Vorab-Hinweise und mehr Flexibilität könnten spätere Zinssenkungen erleichtern.
• Besonders wichtig erscheint die geplante Überprüfung der Inflationsmessung. Neue Berechnungsmethoden könnten die offiziell ausgewiesene Inflation deutlich niedriger erscheinen lassen.
• Dies würde den Spielraum für eine künftig lockerere Geldpolitik vergrößern, ohne dass die Fed offiziell von ihrem Inflationsziel abrücken müsste.
• Zwar könnte die Fed-Bilanz weiter reduziert werden, grundsätzlich ist jedoch keine dauerhafte geldpolitische Straffung zu erwarten.







Kommentare
Ob da nun 7 - 2 = 6 oder 10 - 4 = 6 zu Buche stehen mag für die Steuerlast von Interesse sein, ist sonst aber Jacke wie Hose.
Und wenn die "wahre Inflation" eher 6 als 4 % beträgt, stehen die Chancen gut, dass auch eher 12 als 10 % Nominalrendite rausspringen.