CK*Trends: Milliardenchance statt Blackout - Supergrids, die Stromnetze der Zukunft
Die Stromnetze laufen am Anschlag und mögliche Ausfälle avancieren zu ernsthaften Gefahren, denn meist wird der Strom nicht dort produziert, wo er gebraucht wird. Eine Lösung für dieses Problem stellen die in der diesmonatigen CK*Trends-Studie vorgestellten Supergrids dar – Stromtrassen auf Gleichstrombasis, welche im Gegensatz zu den herkömmlichen Wechselstromleitungen Energie über weite Strecken und mit geringsten Verlusten befördern können.







Kommentare
Ich würde lieber z.B. eine Milliarde in die Weiterentwicklung solarthermischer Anlagen mit eingebauter chemischer Speicherung stecken, um deren Hauptnachteil mit den Überschüssen an Wärme und wenig Ertrag im Winter auszugleichen.
Es hat schon viele schicke Versuche mit irgendwelchen Algen in Hausfassaden gegeben. Das scheint aber alles niemals über das Versuchsstadium hinausgegangen zu sein.
Ich vermute, da hat es entweder am Kapital für die Entwicklung oder gleich am guten Willen gefehlt.
Wer diese Idee mit der chemischen Speicherung von Sonnenenergie idiotisch findet, möge sich etwa die Kartoffelpflanze ansehen, welche in der warmen Jahreszeit aus Sonnenlicht Energie sammelt und diese über Monate in Knollen mit Stärke speichert.
Die chemische Speicherung von Sonnenenergie in Pflanzen funktioniert schon seit hunderten Millionen Jahren.
Von Power-to-Gas (nach Prof. M. Sterner) als langfristige Perspektive für eine weitgehende energetische Autarkie Deutschlands höre ich leider auch sehr wenig.
Da würde ich vor allem den Mangel an Sponsoren als Problem vermuten.
Und noch eins:
Beim Begriff "Supergrid" stellen sich mir als Ingenieur die Nackenhaare auf!
Unter der Haube steckt da nämlich schlicht gesagt die sog. Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ).
Doch warum spricht man nicht von HGÜ?
Soll das wieder mal ein sexy Marketing-Begriff sein, um mehr dummes Geld anlocken zu können?
Warum eigentlich nicht?